Artikel getaggt mit Stillen

Geburtsentwicklung – 3: Kolostrum nostrum!

Das frühe Anlegen Ihres Babys nach der Geburt kann einen sehr wesentlichen Beitrag leisten, sowohl für Ihre eigene Gesundheit als auch für die Entwicklung Ihrer Beziehung.

Das frühe Anlegen Ihres Babys nach der Geburt kann einen sehr wesentlichen Beitrag leisten, sowohl für Ihre eigene Gesundheit als auch für die Entwicklung Ihrer Beziehung.

Die dritte und letzte Phase der Geburtsentwicklung beginnt(!), wenn das Baby vollständig den Mutterkörper verlassen hat. Es gibt immer noch Kliniken, in denen die Nabelschnur unmittelbar nach der Geburt durchtrennt wird und in denen zunächst das Baby versorgt und gesäubert wird, ehe es die Mama in den Arm bekommt. Sie sollten diesen Punkt also frühzeitig klären, wenn Ihnen wichtig ist, nach der Geburt Ihr Kind sofort zu bekommen (immer eine normale Geburt vorausgesetzt).

Ein paar Sachen sind nach der Geburt wichtig. Das vielleicht Wichtigste ist der schnelle Hautkontakt zwischen Mama und Baby. Die Körperwärme spielt hier eine nicht unerhebliche Rolle, aber natürlich auch das, was sich zwischen den beiden abspielt … Bonding genannt. Die Nabelschnur lässt man in aller Ruhe auspulsieren, ehe sie durchtrennt wird. Wenn der Papa bei der Geburt mit dabei war, oder jetzt gerade dazu kommt, kann er das Durchtrennen übernehmen.

Apgar spielt auch noch eine Rolle. Dabei werden Herzschlag, Atmung, Muskeltonus (die „Spannung” der Muskeln), die Reflexe (in diesem Fall wie der kleine Erdenbürger auf einen Reiz in der Nase reagiert) und die Hautfarbe beurteilt und die in den einzelnen Kategorien erreichten Punkte addiert und das Ganze wird unmittelbar sowie 5 und 10 Minuten nach der Geburt getan. Normal ist ein Wert von 8-10, darunter muß die rote Lampe angehen „Gefahr”.

Wichtig ist auch, dass das Baby möglichst früh angelegt wird. In der ersten Milch, dem Kolostrum, finden sich sehr viele lebenswichtige Antikörper, Vitamine und andere Nährstoffe. Darüber hinaus wird damit die Milchproduktion angeschoben, denn die Brust liefert nur Milch, wenn sie auch angefordert wird. Darüber hinaus spielt dieses erste Anlegen und Trinken des Babys an der Mutterbrust eine nicht unerhebliche Rolle im Spiel der Hormone im Körper der Frau! Die Rückbildung des Uterus wird hormonell gesteuert (und spürt Frau durch die Nachwehen). Über saugen und Reizung der Brustwarzen der Mama wird Oxytocin freigesetzt, die zu einer stärkeren und schnelleren Kontraktion der Gebärmutter führt.

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Kinder verstehen – Born to be wild

Zu Weihnachten habe ich mir ein neues Buch gegönnt. Ich bin hingerissen und möchte es allen werdenden Eltern dringend empfehlen.
Es heißt “Kinder verstehen” von Herbert Renz-Polster und ist im Kösel-Verlag erschienen (eine gute Adresse für Bücher).

Das Buch widmet sich den für Eltern so wichtigen Themen: Essen, Schlafen, Schreien, Verwöhnen. Herr Renz-Polster, Kinderarzt und Vater von vier Kindern, beleuchtet das Verhalten von Kindern unter dem Blickwinkel der Evolution und kommt zu spannenden Antworten!

Es geht um eineErziehungshaltung, die den Kindern möglichst gerecht wird, aber für Eltern auch lebbar ist. Dieses Buch kann Eltern bei Ihrer Aufgabe unterstützen. (Remo Largo, aus dem Vorwort)

Besonders gefallen hat mir auch der Aufbau des Buches. Es ist sehr detailiert geschrieben und zu jedem Kapitel finden sich zahlreiche Anmerkungen im hinteren Teil des Buches. Ein echter Schmöker mit Tiefgang!

Alles in allem ein Buch, dass Eltern hilft sich zu entspannen: unsere Kinder sind nicht “schwierig”, sie haben gute Gründe so zu sein wie sie sind! Ich werde das Buch in meinen Kursen auf jeden Fall weiterempfehlen.

Besonders hinweisen möchte ich auch noch auf die Website www.kinder-verstehen.de

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Geburt und Stillen

Bereits 1992 erschien das Buch “Geburt und Stillen” von Michel Odent. Es hat aber nicht an Aktualität verloren. Michel Odent fordert, dass Mütter sich während Geburt und Stillzeit wieder auf ihre Instinkte verlassen!

Der Gynäkologe Michel Odent war lange Jahre Leiter einer Geburtsklinik in Frankreich. Danach gründete er das Primal Health Research Centre in London. Er schreibt seine Bücher auf dem Hintergrund einer langjährigen praktischen Erfahrung.

Während seiner Tätigkeit machte er die Erfahrungen, dass Geburten unkomplizierter verlaufen, wenn die Umstände den Frauen “Privacy”, Intimsphäre, bieten. Dazu gehört, dass die Frauen sich bewegen dürfen wie sie wollen, dass so wenig Interventionen wie möglich gemacht werden, dass sie in einer vertrauten Umgebung gebären können. Grund für dieses Bedürfnis ist der Hormonhaushalt der Mutter.

In “Geburt und Stillen” geht Odent ausführlich darauf ein, unter welchen Bedingungen eine Geburt stattfinden sollte. Dabei berichtet er aus seiner eigenen Erfahrung und zieht auch Studien hinzu.

Diese Buch möchte ich allen empfehlen, die sich mit der natürlichen Seite der Geburt auseinander setzen wollen.

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Bin ich sexy? Bleibe ich es?

Und wenn Ihr Mann später mal fremd geht, oder sich gar eine andere sucht, dann ganz sicher nicht wegen Ihrer Brüste!

Und wenn Ihr Mann später mal fremd geht, oder sich gar eine andere sucht, dann ganz sicher nicht wegen Ihrer Brüste!

Viele Frauen können sich Sex ohne Stimulation ihrer Brüste nicht gut vorstellen. Und, klar, deshalb ist für sie ihre Brust vor allem Lustzentrum einerseits, Statussymbol und Lockmittel andererseits. Für viele Frauen, vor allem wenn sie eine formschöne Brust haben, ist die Vorstellung, einen Hängebusen zu bekommen, schlicht die Horrorvision.

Wenn frau schwanger geworden ist, legt ihre Brust nochmal bis zu zwei Körbchengrößen zu. Das ist toll, wenn die Brust vorher nach eigenem Befinden ein bissel zu klein war. Ich bin nicht sicher, ob das für Männer, wenn sie nicht gerade tittenfixiert sind, wirklich eine soo große Rolle spielt – nur spielt das wiederum für die Frau eine untergeordnete Rolle, dann jedenfalls, wenn sie glaubt, dass es wichtig ist.

Daher dauert es nicht lange, bis die Frage auftaucht:

Wenn ich später stille, kriege ich dann eine Hängebrust?

Upps, da ist es wieder, dieses böse Wort Hängebrust.

Für den Fall, dass Sie sich auch diese Frage stellen, vielleicht mit ein bissel Gänsehaut im Nacken, dann habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie.

Zuerst die Gute:

  • Durch das Stillen ändert sich gar nix an ihrer Brust!

Jetzt die Schlechte:

  • Die Schwangerschaft ist es, die ihren Körper und damit auch ihre Brust verändert. Und Sie können gar nix dagegen tun!

Wenn es Ihre erste Schwangerschaft ist, macht die Schwangerschaft aus einem Mädchenkörper einen Frauenkörper. Und ob Sie das nun glauben oder nicht, Männer suchen Frauen!

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Stillen und Väter

Was hat Stillen mit Vätern zu tun?

“Was hat das miteinander zu tun?”, fragen sie sich vielleicht.

Sehr viel! Als ich mein erstes Kind stillte, war ich sehr verunsichert. Es war vor knapp zwanzig Jahren, als die Stillförderung hier in Deutschland gerade erst begann. So bedrängte man mich im Krankenhaus bereits am ersten Tag nach der Geburt etwas zu zugeben, wenn schon keine Nahrung dann doch Tee. Ich habe mich dagegen gewehrt unter Tränen, weil ich mir sicher war, dass das falsch ist.

Unterstützt haben mich dabei mein Mann und meine Freundin! Sie haben mir immer wieder versichert, dass ich richtig handle. Meinen Sohn habe ich fast ein Jahr gestillt und seine Gewichtskurve sprach Bände.

Darum möchte ich Sie auch bitten: Unterstützen Sie Ihre Frau! Informieren Sie sich gemeinsam über das Stillen und versichern Sie Ihr immer wieder, dass Sie alles toll macht. Glauben Sie mir, dass erhöht den Stillerfolg ernorm.

Ein anderer Aspekt ist die Zweisamkeit. Ihre Frau wird gerade am Anfang viel Zeit mit dem Baby und dem Stillen verbringen. Seien Sie Ihr nicht böse, wenn Sie dann weniger Lust am Sex hat. Bitte drängen Sie nicht und haben Sie Geduld! Zeigen Sie Ihre Zärtlichkeit doch mal auf andere Weise: Stellen Sie Ihrer Frau etwas zu trinken hin, wenn Sie stillt. Massieren Sie Ihr den Nacken oder die Füße. Das entspannt und trägt zum Fließen der Milch bei.

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Aktion StillePostkarten

Vor ein paar Tagen bin ich auf diese witzige Kampagne gestoßen: Postkarten, mit cartoonähnlichen Bildern zum Thema Stillen.
Mit witzigen und teilweise überzogenen Darstellungen möchten die Initiatoren ein Gefühl dafür wecken, dass Stillen natürlich ist und selbstverständlich in unseren Alltag gehört. Ich habe bei vielen Darstellungen herzlich gelacht.

Vielleicht lassen auch Sie sich von der Heiterkeit anstecken und unterstützen diese Aktion?!

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Stillen

“Die meisten Menschen in unserer Gesellschaft denken, dass Stillen wie ein Reflex funktioniert und darum nicht viel darüber geredet werden muss. Nach der Geburt wird das Kind an die Brust gelegt und fertig. Doch dem ist nicht so. Stillen ist ein sozial erlernter Prozess, der jeweils von der älteren Generation übernommen und gelernt wird.”

Dies ist ein Zitat von Kidsgo. Finden Sie sich darin wieder?

Stillen

Quelle: www.pixelio.de

Ich möchte Ihnen heute einige Tipps für einen guten Stillstart mit auf den Weg geben:

  • Informieren Sie sich schon in der Schwangerschaft über das Stillen. Empfehlenswert ist z.B. das Buch Stillen – So versorgen Sie Ihr Baby rundum gut von Martha Guoth-Gumberger. Auch die Seite der Laktationsberaterinnen bietet einen kleinen Lehrpfad zum Stillen.
  • Suchen Sie sich eine Hebamme, Doula oder Stillberaterin, die sie in den ersten Tagen unterstützt und Ihnen beim Stillbeginn helfen kann.
  • Erkundigen Sie sich wie die Stillförderung in Ihrer Entbindungsklinik aussieht. Hierbei kann Ihnen die Aktion “Babyfreundliches Krankenhaus” gute Anhaltspunkte liefern.
  • Während der Stillzeit ist eine Stillgruppe vor Ort hilfreich. Unter kompetenter Leitung treffen sich hier stillende Mütter mit ihren Kindern.  Informieren Sie sich bei der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen, der La Leche Liga oder den Still- und Laktationsberaterinnen (IBCLC).
  • Und zum guten Schluss: Lassen Sie sich Zeit! Stillen will gelernt sein… Scheuen Sie sich nicht Hilfe an zunehmen und um Hilfe zu bitten. Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass es sich lohnt “dranzubleiben”. Eine intensive Stillbeziehung ist eine nachhaltige positive Erfahrung für die ganze Familie!

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