Artikel getaggt mit Geburtsvorbereitung

Geburt und Selbstvertrauen

Über wieviel Selbstvertrauen verfügen Sie in Sachen Geburt?

Über wieviel Selbstvertrauen verfügen Sie in Sachen Geburt?

Der Körper einer Frau wird während der 9-monatigen Schwangerschaft hormonell auf etwas vorbereitet, was ihm an jedem anderen gewöhnlichen Tag unmöglich wäre. Und doch entscheiden sich in dem Klima, das eine Geburt umgibt, viele Frauen dafür, Chemie zuzuführen, um entweder die Wehen in Gang zu setzen [...] oder zu beschleunigen. (Dr. Marsden Wagner, “Creating Your Birth Plan”)

Im Buch geht dieser Aussage ein kurzer Bericht voraus, den eine Mutter von sechs Kindern vorlegt, die bei einer Ihrer Geburten um Pitocin und eine Epiduralanästhesie gebeten hatte und erzählt, wie es dazu kam und wie sie sich dabei fühlte (im nächsten Beitrag werde ich Ihnen das übersetzen).

Der Punkt, um den sich das alles dreht, ist die Frage, wieviel Selbstvertrauen und Verantwortungsbewusstsein eine Frau hat, wenn Sie aus der Schwangerschaft in die Geburt geht: Ist sie willens und in der Lage, Verantwortung für sich und ihr Baby zu übernehmen und Entscheidungen auf Grundlage von Kenntnis und Vorbereitung zu treffen.

Ich habe eine Frau kennengelernt und gesprochen, die drei Kinder zur Welt gebracht und großgezogen hat

“Ich habe alle meine Kinder zu Hause auf meiner Couch bekommen. Das war für mich gar keine Frage,” sagte sie mir. “Ich suchte mir eine Hebamme, mir der ich ein wirklich gutes Verständnis und eine fantastische Beziehung aufbaute und ging mir ihr zusammen meinen Weg. Wir sind bis zum heutigen Tage eng befreundet – seit fast dreißig Jahren.”

Es geht nicht darum, ob das Kind zu Hause, im Geburtshaus oder in der Klinik zur Welt kommt. Es geht nicht darum, ob das eine besser als das andere ist, oder sicherer. Das mag eine Rolle spielen, aber keine entscheidende. Es geht darum, ob Sie für sich selbst entscheiden können und wollen.

Beim Gebären geht es nicht darum, ob jemand Abitur gemacht oder ein Studium absolviert hat. Es geht darum, wieviel Wissen eine Frau wirklich über das Gebären hat und nicht darum, vor welchen Legenden sie sich fürchtet und es geht vor allem darum, ob sie sich selbst vertraut. Ihren Sinnen und Ihrem Körper. Es geht darum, ob dieses Vertrauen so groß ist, dass sie wirklich Entscheidungen treffen kann. Für sich, für ihr Baby, für die Geburtsumstände und den Geburtsverlauf.

Das ist es, was eine Geburt bestimmt: Sind Sie in der Lage, anzunehmen was kommt und sich selbst zu vertrauen – auch dann, wenn es anders kommt, als Sie sich vielleicht gewünscht haben …

Genießen Sie die Zeit … :-)

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Und immer wieder: Yoga in der Schwangerschaft

Drei Bilder aus: Der Weg des Lichts - Yoga für Schwangere, von F. Leboyer, Amazon, gebraucht, ab € 2,97

Drei Bilder aus: Der Weg des Lichts - Yoga für Schwangere, von F. Leboyer, Amazon, gebraucht, ab € 2,97

Ich hab dieser Tage durch ein schon ziemlich altes Buch (1980) von F. Leboyer geblättert: Der Weg des Lichts – Yoga in der Schwangerschaft. Die Bilder sind sehr wirkungsvoll – gerade weil sie alle in Schwarz/Weiß sind. Die Texte sind vielleicht nicht für jeden gedacht, aber insgesamt ist es ein sehr inspirierendes Buch.

Ich weiß nicht, ob ich Ihnen dieses Buch empfehlen soll – man muss es nicht haben, aber mir gefällt es eben weil es inspiriert! Wenn ich mir die Bilder betrachte, dann ist das erste, was mir ins Auge fällt, der Umstand, dass die anderen Umstände so gar nicht ins Gewicht fallen. Es erweckt nirgendwo den Eindruck, der schwangere Bauch sei im Weg. Ebenso wenig machen die Bilder einen Glauben, die Übungen machte die Frau deshalb, weil sie schwanger ist. Auf mich wirkt das, als ob die Frau Yoga macht, weil sie Yoga macht, Schwangerschaft hin oder her. Und das genau ist es, was mich eben inspiriert – zu sagen, dass die Schwangerschaft nicht wirklich lästig ist. Das man nicht etwas nicht machen kann, nur weil man schwanger ist. Den Rest des Eintrags lesen. »

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Hebammen sind immer Frauen. Immer?

Hebammen sind Frauen, Entbindungspfleger sind Männer - beiden üben dennoch den gleichen Beruf aus.

Hebammen sind Frauen, Entbindungspfleger sind Männer - beiden üben dennoch den gleichen Beruf aus.

Hebammen sind immer Frauen. Immer? Ja, immer, denn Männer können keine Hebammen sein – höchstens Entbindungspfleger ;-) Das ist zwar der gleiche Beruf, aber eine andere Bezeichnung, weil “Hebamme” per se feminin ist.

In Anlehnung an einen Artikel von Zeit Online, Männliche Hebammen, hatten wir neulich auf der Facebook-Page eine kleine Diskussion – ob frau sich das vorstellen kann, nicht von einer Frau, sprich Hebamme, sondern von einem Mann, sprich Entbindungspfleger, betreuen zu lassen. Wie steht’s da mit Ihnen? Wäre Ihnen das unangenehm, wenn ein Mann zu Ihnen nach Hause käme, um bei Ihnen im Bauch nach dem Rechten zu sehen? Und da hamwa jetzt noch gar nicht darüber gesprochen, wie das für die Herren der Schöpfung wäre, wenn eben keine Hebamme sondern ein echter Kerl zu Hause auftauchte – natürlich immer dann, wenn er auf Arbeit ist.

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Die richtige Hebamme?

Bei Amazon.de, € 13,99

Bei Amazon.de, € 13,99

Von/über Dr. Marsden Wagner hab ich an dieser Stelle schon verschiedentlich berichtet. Im Augenblick beschäftige ich mich gerade mit seinem Buch: Creating Your Birth Plan – The Definitive Guide to a Safe and Empowering Birth.

Nun ist dieses Buch nicht wirklich 1:1 auf deutsche Verhältnisse übertragbar – in Deutschland sind Krankenhäuser zum Teil gänzlich anders aufgestellt – sehr viel weniger kommerziell in Bezug auf direkte Einnahmen bei den Patienten. Ein weiterer riesengroßer Unterschied liegt in der zivilrechtlichen Klagemöglichkeiten gegenüber Krankenhäusern. Und doch finden sich in Wagners Buch auch regelrechte Perlen, denn die Idee, der Wagner folgt, ist die Selbstbestimmung der Frau – ihr Recht und ihre Aufgabe, ihr bevorstehendes Geburtserlebnis innerhalb eines vernünftigen Rahmens selbst festzulegen.

Dr. Wagner greift in diesem Buch auch die Frage auf, mit welchem Selbstbewusstsein eine Schwangere auf eine Hebamme zugehen sollte, um sich über Fragen ein Bild darüber zu verschaffen, ob die denn wirklich ihre persönliche, ideale Geburtsbegleiterin ist. Hier die Fragen, die Dr. Marsden Wagner vorschlägt (ich hab’ die Fragen weggelassen, die in Deutschland keinen Sinn ergeben …):

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Väterkurse?

Braucht es Väterkurse während der Schwangerschaft?

Braucht es Väterkurse während der Schwangerschaft?

Auf Facebook gab es in der vergangenen Woche ein paar interessante Diskussionen in Sachen Paarkurse – also Geburtsvorbereitungskurse, an denen werdende Mütter und ihre Männer gleichzeitig teilnehmen. Wenn ich das richtig verfolgt habe, gibt es wohl keine eindeutige Präferenz – irgendwie hat alles seine Vorzüge und Nachteile. Mir persönlich scheint aber der Königsweg ein Paarkurs zu sein, der einige Einheiten eben nur für die werdende Mütter anbietet.

Bliebe aber noch die Frage im Raum, ob sich denn auch Väterkurse als brauchbar darstellen. Wenn ich ehrlich bin: ich hab’ keine Ahung :-) … mein Gefühl sagt mir aber, dass es sie eher nicht braucht – jedenfalls nicht während der Schwangerschaft, denn wirkliche Erziehungsfragen kommen dann doch ein paar Jahre später!

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Selbstvertrauen

Um selbst und schwierigen Umständen eine wundervolle Geburt haben zu können, müssen Sie ihrem Körper vertrauen.

Um selbst und schwierigen Umständen eine wundervolle Geburt haben zu können, müssen Sie ihrem Körper vertrauen.

Was haben Charolotte Roche und Hanna Fischer miteinander gemeinsam? Sie sind daran interessiert, Frauen ein besseres Verständnis und Gefühl für ihren eigenen Körper zu geben.Während Charlotte Roche mit ihrem Erstlingsroman “Feuchtgebiete” sich – gewollt oder ungewollt – überwiegend an die etwas unter 18-jährigen wandte, arbeitet Hanna Fischer in Geburtsvorbereitungskursen mit Schwangeren:

Als Kernelement sollte die Geburtsvorbereitung deshalb den Frauen eine Chance geben, ihren Körper zu erfahren, d.h. in Körperarbeit und Atemarbeit wieder Vertrauen in ihren Körper zu gewinnen.

Noch mal langsam: “Wieder Vertrauen in ihren Körper zu gewinnen.” … das erzählt eine Menge über den Umstand, dass (keineswegs nur) Frauen häufig nicht wirklich mit ihrem eigenen Körper vertraut sind – wirklich vertraut sind. Um aber für die Geburt gut gerüstet zu sein, um die Voraussetzungen geschaffen zu haben, selbst unter schwierigen Umständen eine wunderbare Geburt zu haben (Zitat:) Den Rest des Eintrags lesen. »

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Alles zusammen?

Es ist schon einige Jahre selbstverständlich geworden, alles gemeinsam zu machen - aber ist das immer sinnvoll?

Es ist schon einige Jahre selbstverständlich geworden, alles gemeinsam zu machen - aber ist das immer sinnvoll?

Seit vielen Jahren schon ist es ganz selbstverständlich, dass sowohl “sie” als auch “er” vieles, wenn nicht gar alles gemeinsam machen: Man geht zusammen zum Frauenarzt, betrachtet miteinander die Ultraschallbilder, geht miteinander zur Geburtsvorbereitung und dann auch noch zusammen in den Kreißsaal. Und was soll daran falsch sein?!

Gar nix!

Die Frage lautet viel mehr: Muss es so sein?! Manchmal fühlen sich die Männer dort hin geschoben, wo sie eigentlich nicht sein wollen – sie sagen nicht “nein”, weil sie ihre Partnerinnen nicht verletzen, naja und auch nicht doof da stehen wollen. Manchmal isses auch umgekehrt, da isses er, der drängelt und sie mag nicht “nein” sagen. Aber eigentlich sollte das ein lösbares Problem sein … oder?

Eine zweite Frage ist mir gestern durch den Kopf gegangen, als ich Hanna Fischers DVD Geburtsvorbereitung und Gebären angeschaut hab. Hanna Fischer vertritt die Meinung, dass es schön ist, wenn der Mann bei der Geburtsvorbereitung dabei ist, aber er sollte nicht bei jeder Stunde dabei sein. Als erstes hab ich da mal die Stirn gerunzelt – und mir dann ihre Begründung angehört. Und die wiederum fand ich sehr überzeugend. Wenn ich sie richtig verstanden habe, dann hält sie es für sehr wichtig, dass jede Frau ihr eigenes Tönen (=stöhnen oder lauten bei den Wehen) finden und ebenso, ihren eigenen Körper vor allem im Bereich des Beckenbodens erkunden soll – und beides sollte sie besser unter Frauen erkunden, geschützt vor dem Blick und den Ohren anderer Männer. Der eigene Mann sei ja da nicht das Problem, aber es seien in Paarkursen ja auch andere Männer dabei. Dann wird sich nicht jede Frau “hinein fallen lassen” … und das scheint mir sehr plausibel.

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DVD: Geburtsvorbereitung und Gebären – 1

Eine DVD die Sie unbedingt sehen sollten! Unbedingt! Einfach großartig! Amazon, €39,95

Eine DVD die Sie unbedingt sehen sollten! Unbedingt! Einfach großartig! Amazon, €39,95

Jetzt, da in der Hoffnung, die deutschen Fußballer könnten das Halbfinale erreichen, allerorten die Blickrichtung auf Fernsehschirme gerichtet ist, ist es vielleicht eine gute Idee, eine DVD vorzustellen, die sich allemal lohnt: Geburtsvorbereitung und Gebären, von und mit Hanna Fischer ist … überirdisch! Wem OrgasmicBirth zu amerikanisch ist, der findet hier Inspiration und Einblicke satt ohne je abgehoben daherzukommen!

“Wir haben verlernt, den Frauen zuzuschauen, wie gebären geht – man hat gemeint, man müsste es ihnen sagen!”

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Traumatisierung von Neugeborenen

Eine optimale Vorbereitung auf die Geburt kommt auch Ihrem Baby zu Gute.

Eine optimale Vorbereitung auf die Geburt kommt auch Ihrem Baby zu Gute.

Es gibt einen Aspekt der Geburt, bzw. der Geburtsvorbereitung, den ich bislang noch gar nicht auf dem Plan hatte, der aber bei einem kürzlichen Telefonat mit Ubald Hulin in meine Aufmerksamkeit rückte, als ich mit ihm über Stressbewältigung in der Schwangerschaft sprach: Die Traumatisierung des Neugeborenen.

Die Geburt, das Geburtserlebnis als Ganzes, wirkt nämlich keineswegs nur auf die Gebärende, sondern ebenso auf das Ungeborene!

Negative Gefühle können von Säuglingen und kleinen Kindern noch nicht objektiviert und hinterfragt werden. Massive Überforderungen wie Stress und Angst lernen Kinder erst zu bewältigen, wenn sie Konzepte und Verhaltensmuster in der Weise übernehmen, wie sie von ihren Bezugspersonen praktiziert werden.

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Die Schwangere im Mittelpunkt?!?

Eine menschenwürdige Geburtshilfe stellt die Frau in den Mittelpunkt und übergibt ihr die Kontrolle. (Dr. Marsden Wagner)

Ist denn ein Essen bei Mc Donalds so viel wichtiger, als das Abrufen einer Zusatzleistung bei der Hebamme?

Ist denn ein Essen bei Mc Donalds so viel wichtiger, als das Abrufen einer Zusatzleistung bei der Hebamme?

Soweit die Vorstellung von Dr. Wagner – nur: Ist es das, was die meisten Frauen wollen? Die Verantwortung ganz bei sich? Ist es nicht eher so, dass viele – und täglich mehr – die Verantwortung für das Gebären in die Hände der Medizin(er) legen? Und wenn ja, verwundert das?

Immer mehr Frauen verzichten ganz auf die Geburtsvorbereitung. Zum einen haben sie keine Zeit dafür, zum anderen fehlt ihnen das Verständnis, wozu das gut sein soll. Und warum nicht gleich für einen geplanten Kaiserschnitt votieren?

Die gesellschaftliche Kultur spielt hier eine große Rolle und ich will nicht darüber urteilen, ob das gut oder schlecht ist. Aber ich frage mich: Wenn Schwangerschaft und Geburt etwas ganz Natürliches, etwas Selbstverständliches ist, warum ist dann die finanzielle Abwicklung von Schwangerschaft und Geburt bei den Krankenkassen angesiedelt? Schwangerschaft und Geburt sind doch keine Krankheiten, oder doch? Warum also nicht besser über die Sozialkassen abrechnen?

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