Archiv der Kategorie Vaterschaft

Papa sein, dagegen sehr!

Wie bereitet man sich darauf vor, Vater zu werden? Was kann Mann während der Schwangerschaft tun?

Es ist, wen wundert’s, leicht, Vater zu werden. Schwieriger ist es dann schon, wenn man es ist. Das beginnt dann schon mal mit der spannenden Frage: Elternzeit. Soll sie? Oder er? Oder erst sie und dann er? Weil wegen der letzten Wochen …

Ich persönlich bin Fan der Möglichkeit, dass Väter sich eine Auszeit nehmen, um ihr Kind beim Aufwachsen zu begleiten. Der Haushalt ist nicht wirklich ein Problem, das Kind selbst auch nicht, nur die Frage, was Mann mit sich selbst anfängt … :-) … das ist ein Problem!

Warum nicht ein bisschen am Auto rumbasteln – der Kleine kann doch in der Trage pennen? Endlos im Web surfen – die Kleine krabbelt ja eh in der Nähe und schläft bestimmt gleich ein. Vielleicht noch ein paar Endlostelefonate, mit dem Baby auf dem Schoß, das man im Ernstfall ja schnell auf dem Boden absetzen kann … :-) … Ok, war Spaß. Aber im Ernst: so anstrengend ist das nicht!

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Schwanger – aber nicht von ihm!

Schwanger von einem anderen - was jetzt?

Schwanger von einem anderen - was jetzt?

So ist das im Leben manchmal: Man findet einen Partner, verliebt sich und alles läuft gut. Man hat aber auch noch eigene Freunde, eigene Kontakte und auch noch Teile eines eigenen Lebens. Da gibt es Betriebsfeiern, jetzt ja auch vermehrt Weihnachtsfeiern, After-Work-Parties und viele andere Gelegenheiten, zu chillen und Spaß zu haben. Man lacht miteinander, teilt Erlebnisse am Arbeitsplatz, trinkt ein Gläschen miteinander – ja, und manchmal wird da auch schnell ein nächtliches Intermezzo draus. Nichts Ernstes, einfach Spaß, sich ein bisschen fallen lassen. Man kehrt nach Hause zurück, freut sich ein zu Hause zu haben, einen wirklichen echten Partner – tja, aber dann, wenn das kleine Intermezzo grad angefangen hat, im Nebel des Vergessens zu verschwinden wird frau plötzlich klar, sie ist bei diesem kleinen Flirt mit Hautkontakt schwanger geworden. Was jetzt?

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Ein Mann mit Wehen

Dieses Video ist auf Englisch. Ich denke, es wird trotzdem klar, was dieser Mann ausprobiert. Er möchte wissen, ob Männer auch Geburtsschmerzen aushalten können…

Naja, nicht ganz realistisch, aber unterhaltend!

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Vaterpass

Das Pendant zum Mutterpass

Das Pendant zum Mutterpass

Jede Schwangere hat ihn: den Mutterpass. Sicher muss ich nicht viel dazu sagen….
Das Pendant dazu habe ich letztens im Netz gefunden: den Vaterpass

Die Pressemitteilung dazu informiert: “Vaterpass-Booklet mit Platz für das erste Ultraschallbild, Gewichtsentwicklung des Vaters inklusive nicht ganz ernst gemeinter Nährwerttabelle, Schwangerschaftskalender mit Hinweisen auf Größe und Wachstumsstadium des Kindes sowie wichtige Reminder für „Schwangerschafts-Neulinge“. Auch die ersten Kinderlieder können schon geübt werden und „Mann“ kann mit Daten und Fakten rund um Schwangerschaft und Geburt aufwarten. Last not least informiert der Cash-Counter, wie es künftig um die Finanzen bestellt sein wird: cash in / cash out.”

Wem das zu wenig ist, der kann sich auch gleich noch passende Assessoires wie den Kaffeebecher, das Powermüsli oder den Golfball dazu bestellen.

Ich persönlich finde das eine ganz witzige Idee!

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Mann trägt wieder Wickeldecke

Die Wickeldecke für den Herrn von Welt

Die Wickeldecke für den Herrn von Welt

Das Problem:

Sie werden Vater und befinden sich in einer Existenzgründungsphase. Wenn alles läuft, werden Sie Ihren ersten Banktermin bald nach der Geburt Ihres Kindes haben, während Ihre Frau so schnell wie möglich wieder an ihren Arbeitsplatz will. Können Sie sich vorstellen, Ihr Baby (das echte!), Wickelzeug, Fläschchen & Co und ihr anderes Baby, den Businessplan, mit zu Ihrem Banker zu nehmen? Ehrlich jetzt! Links im Bild sehen Sie die Wickeldecke, die ich meine – sieht doch schick aus, oder?!

Aber warum denn nicht? Wir leben im 21. Jahrhundert und Vater sein ist voll im Trend. Was Sie brauchen, um ins Geschäft zu kommen oder darin zu bleiben, ist neben Coolness und Ausbildung ein Notebook, ein Handy, Ihr Baby, Ihr Wickelzeug, das Babyfläschchen und einen Tragekorb. Fertig.

Praktisch wäre natürlich, wenn das alles gut aufeinander abgestimmt ist.  Schau’n Sie doch mal, was ich für Sie entdeckt habe:

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Wir sind schwanger!

Wir sind schwanger! - im Knaur Verlag erschienen.

"Wir sind schwanger!" - im Knaur Verlag erschienen.

Als die wunderbarste Frau der Welt sagte: …

Gernot Gricksch ist Vater geworden und hat darüber ein Buch geschrieben. Es ist kurzweilig, für einen angehenden Vater sicher nett zu lesen. Das Hebammenforum wird auf der Rückseite des Buches folgendermaßen zitiert:

“Gratulation dem Autor, zum Nachwuchs wie zu diesem Buch! Ihm ist es gelungen, uns die Wahrheit zu sagen – aber so, dass wir darüber lachen können.”

Mir persönlich erschien es manchmal zu sehr nach der Idee getextet: “So, jetzt sind wir alle mal ein bisschen lustig.” Andererseits ist daran nichts auszusetzen, denn über Geschmack lässt sich praktisch nicht streiten …

Gricksch beginnt mit dem Augenblick, an dem seine Frau versucht, ihm die Schwangerschaft beizubringen. Er erzählt über die Veränderungen, die beide durchlaufen, von Geburtsvorbereitungskurs, Hebamme, einkaufen und so manches mehr bis hin zum Krankenhaus und der Geburt. Auf 128 Seiten erzählt er munter, und flüssig und, wie gesagt, für werdende Väter sicher nett zu lesen.

Es ist bei Amazon zu kaufen, und zwar zum Zeitpunkt dieses Artikels gebraucht ab 47 €ct (klicken Sie einfach den Amazon-Link)! Dafür lohnt es sich allemal!

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Vorbereiten auf die Elternzeit – für Väter!

Immer mehr Väter in Elternzeit? Bildquelle: Die Zeit Online

Die Entscheidung, wer in Elternzeit geht, und wer weiter zur Arbeit, ist manchmal alles andere als einfach. Und bedauerlicherweise spielt fast immer das Geld die Hauptrolle – sage noch mal einer, Geld sei nicht wichtig.

Es wird viel erzählt darüber, wieviele Männer denn nun in Elternzeit gehen – und wenig oder gar nichts davon ist nachprüfbar. Tatsache ist wohl, dass sehr viele Männer für zwei Monate Elternzeit nehmen, damit sie auf den vollen Umfang des ‘Elterngeldes kommen, und, ehrlich meine Herren, wenn das der einzige Grund ist, ist das eine bedauerliche Version von Männlichkeit. Sehr erbärmlich!

Dabei, die Elternzeit kann außerordentliche Vorteile bringen – bei wenigen Nachteilen! Immer mehr große Konzerne gehen dazu über, ganz gezielt nach qualifizierten Müttern zu suchen, um sie entweder im Betrieb zu halten oder einzustellen. Warum? Man hat festgestellt, dass in Abteilungen, in denen Mütter arbeiten, die Kinder großgezogen haben, weniger gemobbt wird. Immer mehr Werbeagenturen (man staune!) suchen nach einer besseren Mischung von ganz jungen Kreativen mit älteren Mitarbeitern. Warum? Weil ältere Mitarbeiter belastbarer und stressresistenter sind … sie legen nicht gleich alles auf die Goldwaage.

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Buchbesprechung: Papa werden

Dr. med. H. Mallmann: Papa werden

Dr. med. H. Mallmann: Papa werden

Und natürlich gehört in eine Schwerpunktwoche auch eine Buchbesprechung. Ich hab für dieses Thema Dr. med. Helmut Mallmanns Buch Papa werden ausgesucht.

Das Buch ist in drei teile gegliedert:

  • Die Schwangerschaft
  • Die Geburt
  • Die Zeit danach.

Dr. Mallmann ist Frauenarzt und das merkt man auch an seiner Schreibe: Sachlich, kompetent, unaufgeregt, klar. Das Buch umfasst 128 Seiten, ist im urania Verlag 2009 in aktualisierter Neuauflage erschienen und kostet 12,95 € – und dieses Geld ist das Buch auch wirklich wert.

Im ersten Teil des Buches behandelt Dr. Mallmann u.a. Fragen zum Thema Sexualität in der Schwangerschaft – erfreulich unaufgeregt und doch ansprechend – und Untersuchungen samt Hilfen, die Ergebnisse der Untersuchungen zu verstehen. Auch die Frage der Ernähung während der Schwangerschaft wird gestreift und im Anhang mit Tabellen unterlegt. Das ist sicher nicht nur für Männer sehr informativ.

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Stillen und Väter

Was hat Stillen mit Vätern zu tun?

“Was hat das miteinander zu tun?”, fragen sie sich vielleicht.

Sehr viel! Als ich mein erstes Kind stillte, war ich sehr verunsichert. Es war vor knapp zwanzig Jahren, als die Stillförderung hier in Deutschland gerade erst begann. So bedrängte man mich im Krankenhaus bereits am ersten Tag nach der Geburt etwas zu zugeben, wenn schon keine Nahrung dann doch Tee. Ich habe mich dagegen gewehrt unter Tränen, weil ich mir sicher war, dass das falsch ist.

Unterstützt haben mich dabei mein Mann und meine Freundin! Sie haben mir immer wieder versichert, dass ich richtig handle. Meinen Sohn habe ich fast ein Jahr gestillt und seine Gewichtskurve sprach Bände.

Darum möchte ich Sie auch bitten: Unterstützen Sie Ihre Frau! Informieren Sie sich gemeinsam über das Stillen und versichern Sie Ihr immer wieder, dass Sie alles toll macht. Glauben Sie mir, dass erhöht den Stillerfolg ernorm.

Ein anderer Aspekt ist die Zweisamkeit. Ihre Frau wird gerade am Anfang viel Zeit mit dem Baby und dem Stillen verbringen. Seien Sie Ihr nicht böse, wenn Sie dann weniger Lust am Sex hat. Bitte drängen Sie nicht und haben Sie Geduld! Zeigen Sie Ihre Zärtlichkeit doch mal auf andere Weise: Stellen Sie Ihrer Frau etwas zu trinken hin, wenn Sie stillt. Massieren Sie Ihr den Nacken oder die Füße. Das entspannt und trägt zum Fließen der Milch bei.

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Soll ich oder soll ich nicht…..?

Vor nicht einmal 4 Jahrzehnten war es nicht denkbar, dass Männer ihre Frauen in den Kreißsaal begleiteten. Wir alle haben diese amerikanischen Filmszenen vor Augen, in denen werdende Väter Zigarette rauchend im Wartezimmer auf und ab laufen. Erlöst werden sie von einer netten Krankenschwester, die ihnen ein eingepacktes Bündelchen vor die Nase hält, evtl sogar hinter einer Glasscheibe.

Diese Zeiten sind heute vorbei. Es ist gang und gäbe, dass die Männer mit in den Kreißsaal gehen. Doch möchte jeder von ihnen wirklich dort hinein? Haben Männer heute überhaupt die Möglichkeit, sich dem zu entziehen? Mir scheint es fast so, als ob der Druck, mit in den Kreißsaal zu müssen, heute sehr groß ist! Sprechen Sie im Vorfeld darüber, wenn sie Zweifel haben. Mit Ihrer Frau, mit Freunden … Vielleicht hilft Ihnen auch eine Doula, die es Ihnen ermöglicht sich zwischenzeitlich dem Geschehen zu entziehen. Und haben Sie auch den Mut “Nein” zu sagen!

Ich persönlich war so froh meinen Mann dabei zu haben. Er war mir Rückendeckung und Mittler zwischen der Hebamme und mir.

Wenn Sie sich entschließen, Ihre Frau als werdender Vater in den Kreißsaal zu begleiten, dann können Sie viel für Ihre Frau tun:

  • Sie können Sie halten, sie wiegen, damit sich Ihr Kind besser in den Geburtskanal bewegt.
  • Sie können Sie daran erinnern auf die Toilette zu gehen: eine volle Blase hemmt die Wehentätigkeit.
  • Sie können Ihr Wasser reichen oder ihr mit dem Lappen die Stirn kühlen.
  • Sie können Ihr sagen, wie toll sie ihre Sache macht und wie stolz sie auf sie sind.
  • Sie können mit ihr atmen und stöhnen (auch wenn es Ihnen peinlich ist, es hilft!)

Und wenn sie sich dagegen entscheiden? Vielleicht gibt es eine Freundin oder Verwandte, die Ihre Frau begleiten kann oder sie suchen sich Doula. Meine Empfehlung ist noch jemanden mit zu nehmen, der Ihrer Frau Rückendeckung gibt. Sonst kann es im Klinikalltag leider passieren, dass sie auf sich selbst gestellt ist. Und Sie selbst? Suchen sie sich einen Freund, der mit Ihnen durch die Wartezeit geht!

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