Archiv der Kategorie Doula

Im Schutz der großen Göttin

Heute hab ich wieder einen Gastbeitrag, dieses mal von Petra Horni-Dereani, Autorin und Künstlerin aus Österreich.

Petra Horni – Dereani ist Mutter von sieben Kindern und befasst sich seit 16 Jahren mit frauenfreundlicher Geburtshilfe. Sie ist Doula/Geburtsbegleiterin, Vertreterin diverser Organisationen die sich für natürliche Schwangerschaft, selbstbestimmte Geburt und einer mütterfreundlichen Gesellschaft einsetzen und Trainerin der österreichischen Doula Ausbildung.

Geboren im Schutz der großen Göttin war ihr erstes Buch. Es wird bei Amazon in den vordersten Reihen der Geburtshilfe Bestseller Listen gehandelt und im November 2010 erscheint ihr Folgewerk.

Das Buch kann signiert bei der Autorin Petra@spiritual-doula.at oder in jedem Buchladen bestellt werden.

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Geburtsvorbereitung – Teil 4

Je mehr Sie die Geburt planen und vorbereiten, desto sicherer und ruhiger werden Sie sein, wenn es denn losgeht.

Je mehr Sie die Geburt planen und vorbereiten, desto sicherer und ruhiger werden Sie sein, wenn es denn losgeht.

Im letzten Teil ging es um die Frage, sich die Geburt vorzustellen und entsprechende Vorbereitungen und Entscheidungen zu treffen. Eine Sache, die vor allem für Erstgebärende wichtig ist: Woher beziehen Sie Ihre Vorstellungen in Sachen Geburt? Neigen Sie eher zu Gruselberichten von Frauen, die “bei der Geburt fast gestorben sind”?

Die Fälle gibt es – vielleicht werden Sie einer sein. Aber die normale Geburt ist eine normale Geburt! Das heißt, dass die größte Wahrscheinlichkeit für Sie genau dort liegt: eine normale Geburt zu haben! Und normale Geburten können etwas sowohl Heftiges als auch Superschönes sein.

“Als ich das erste Mal bei einer natürlichen und medikamentenfreien Geburt dabei war, vollzog sich gegen Ende der Entbindung eine Verwandlung der Frau! Ihr Gesicht begann zu leuchten, während sie gleichzeitig allen, die in der Nähe waren, Brüller der Entschlossenheit entgegenschleuderte. Sie würde es schaffen! Und während Sie ihr Baby herauspresste, schrie sie triumphierend: ‘Ich hab’s geschafft!’ Dann beugte sie sich vor, nahm ihr Neugeborenes in die Arme und während sie sich stolz im Raum umsah, trug sie einen engelhaften Ausdruck im Gesicht, der einen Michelangelo beschämt hätte. Es war umwerfend! Jede Frau sollte diesen Stolz und diese Freude am Ende der Entbindung haben.” (Dr. Marsden Wagner)

Das ist doch mal ein Ausblick, finden Sie nicht? :-)

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Personalplanung für die Geburt

Wen Sie bei der Geburt dabei haben wollen, bestimmt nicht unwesentlich die Atmosphäre dabei.

Wen Sie bei der Geburt dabei haben wollen, bestimmt nicht unwesentlich die Atmosphäre dabei.

Wie lange noch? Schon drüber nachgedacht, wen Sie gerne mit bei der Geburt dabei hätten?

Eine gute Freundin von mir hat drei schon erwachsene Töchter. Eine dieser Töchter hat schon ihr viertes Kind. Das erste brachte sie in einer Klinik zur Welt, die anderen drei zu Hause. Bei diesen drei Hausgeburten war ihr wichtig, dass die Mama mit im Haus ist – aber nicht im Geburtszimmer. Da wollte sie nur zwei Hebammen dabei haben – und vielleicht noch ihren Mann, aber das ließ sie eher offen.

Eine gute Atmosphäre bei der Geburt wird auch durch die sie begleitenden Menschen erzeugt – es ist wichtig, sich darüber klar zu werden, wen Sie gerne dabei haben möchten. Ihren Mann? Klar, gute Wahl … will er denn? Gehen Sie behutsam mit dieser Frage um. Er wird vielleicht nicht wollen, das aber nicht sagen können – vielleicht weil es ihm vorkäme, Sie im Stich zu lassen. Dann ist er zwar nachher bei der Geburt dabei, aber vielleicht nicht gern. Welche Atmosphäre soll das erzeugen?

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“Finde ich gut” ist zu wenig!

Viele freie Hebammen haben kaum noch eine Chance, in Ihrem Beruf zu überleben.

Viele freie Hebammen haben kaum noch eine Chance, in Ihrem Beruf zu überleben.

Seit hunderten von Jahren, wenn nicht seit tausenden, haben kundige Frauen Schwangeren mit Erfahrung und Wissen geholfen, ihre Kinder auf die Welt zu holen. Eine Welt ohne Hebammen – ja, das geht, aber vorstellen will ich mir das nicht!

Es stellt sich heute nicht die Frage: Hebamme oder Gynäkologe – Sie brauchen beides! Daran sollte es gar keinen Zweifel geben! Das würde den Frauenarzt entlasten, so dass er sich auf das wesentlichste konzentrieren kann, und es würde Ihnen dazu verhelfen, dass jemand mit großer Erfahrung sachkundig viel näher ist, als es ein Arzt je könnte.

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Neue Perspektiven

“Ein Kind zu bekommen, bedeutet nicht etwas aufzugeben, sondern viele neue Perspektiven zu gewinnen.”

Geburtskerze von Petra Horni-Dereani

Geburtskerze von Petra Horni-Dereani

sagt Petra Horni-Dereani in unserem gleich erscheinenden Kurz-Interview. Der Start in ein neues Leben ist selten einfach. Es gibt zu viele Unbekannte, die bewältigt werden müssen: Werde ich genug Umsatz machen, um überleben zu können? Werde ich genug Zeit haben, ohne mein Kind zu vernachlässigen? Was wird mein Mann dazu sagen, wenn ich jetzt auch noch so ‘was anfange?

Viele Fragen. Viele mögliche Antworten. Und: Es gibt kein Patentrezept, wie etwas immer funktioniert. Sie müssen schauen, in welcher Situation Sie ganz persönlich stecken: Haben Sie einen Mann, der genug verdient, um die Familie durchzubringen und der Sie auch noch bei Ihrem neuen Projekt unterstützt ist das eine völlig andere Voraussetzung, als wenn Sie Single und Alleinerziehend sind. Wenn Sie eine Familie an Ihrer Seite haben, die Ihnen mit Zeit und vielleicht sogar Geld unter die Arme greift ist das etwas anderes, als wenn Sie auf lauter Menschen treffen, die negativ sind und Ihnen zu allem Überfluss auch noch abraten, Ihr Projekt anzupacken.

Andererseits: Manchmal ist der Drang, eine Idee umzusetzen so groß, dass man einfach nachgeben muss :-) Wie auch immer, Angela Harands Vorschläge, wenn schon, dann ernsthaft dran gehen und frühzeitig aufs Geld und Unterstützung achten, sind eigentlich immer richtig.

Heute möchte ich Sie mit der Buchautorin Petra Horni-Dereani bekanntmachen. Hier sind meine …

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Ein Tusch!

Gertrud Simmert-Genedy

Gertrud Simmert-Genedy

Hach, endlich darf ich auch mal Reklame in eigener, oder besser: in fast eigener Sache machen :-)

Am 11.12.2009 veröffentlichte Gertrud hier einen wunderbaren Artikel über ihre Arbeit in Kairo, wo sie dabei ist, ein Geburtshaus zu eröffnen. Ein wirklich wunderbarer Artikel.

Für uns Blogschreiber ist es immer eine merkwürdige Sache. Wir schreiben täglich neue, kleine Artikel und ein bissel fressen wir uns selbst dabei auf, denn kaum ist ein Artikel erschienen, kommt auch schon der nächste und schiebt den vorangegangenen Artikel weiter nach unten. Hier auf dem Blog beispielsweise sind die letzten zehn Artikel zu sehen. Das ist die Arbeit von etwa einer Woche. Alles davor verschwindet aus dem Blickfeld des Schreibers. Kaum hat man also einen Artikel veröffentlicht – und an den meisten Artikeln klebt ja doch ein bissel Herzblut – verschwindet er schon wieder.

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Gott, ja, die Hebammen!

Es liegt in Ihrer Hand, Ihre Schwangerschaft zu etwas Einzigartigem zu machen

Hebammen haben ein gesetzlich geschütztes Monopol in Sachen Geburtshilfe. Eigentlich leiten Sie die Geburt, nicht der Gynäkologe. Und wenn ich Recht informiert bin, haben Hebammen mittlerweile ein Monopol auf krankenkassenfinanzierte Geburtsvorbereitungskurse. Wenn Doulas einen solchen Kurs anbieten, müssen schwangere Teilnehmerinnen dafür in die Tasche greifen, wenn Hebammen den gleichen Kurs anbieten, wird er für die Teilnehmerinnen von der Krankenkasse bezahlt. Kann sein, dass die privaten Krankenkassen da andere Regelungen haben, aber das ist nicht der Punkt.

Was machen denn die Hebammen nun mit diesen beiden Pfründen? Bringen Sie Inovationen in Sachen Dienstleistungen? Entwickeln Sie Kooperationen mit externen Könnern? Sorgen Sie für ein flächendeckendes Bewusstsein Ihrer Fähigkeiten, Leistungen und Angebote? Nickesse!

Zur Zeit recherchiere ich in Sachen Geburtsvorbereitung das Thema Bauchtanz. Bauchtanzen hat je nach Typ Frau sehr interessante Aspekte – sowohl im Hinblick auf Geburtsvorbereitung als auch im Hinblick auf Spaß, Lebensfreude, Körperbewusstsein, ja, und auch Erotik. Die Idee, um die es mir geht, ist, Voraussetzungen in der Geburtsvorbereitung zu finden, die die Teilnehmerinnen derart begeistern, dass sie selbst einen großen Drang verspüren, ihre Übungen zu Hause zu machen. Nicht einmal oder zweimal, damit sie nur ja ein bissel vorbereitet sind für die nächste Übungsstunde. Nein, der persönliche Drang die Übungen zu machen, sollte im Idealfall so groß sein, dass sie selbst aus schierem Vergnügen die Bewegungen und Übungen dauernd machen wollen.

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Maya’s Arrival

Photo Cristy Nielsen

Zum Wochenende möchte ich Ihnen eine wunderschöne Slideshow zeigen.  Die Bilder sind wunderschön! Ich habe Wasser in den Augen gehabt, weil mich diese Dokumentation so angerührt hat. Am Anfang sieht man übrigens auch einen kleinen Schwangerschaftsaltar, wie ich ihn in den letzten Tagen vorgestellt habe.

Mich beeindruckt vor allen Dingen wie konzentriert die Gebärende ist. Sie ist mit sich selbst beschäftigt und vermittelt den Eindruck auf einem anderen Planeten zu sein.

Ist Ihnen außerdem aufgefallen wie viele Frauen um die Gebärende herum sind und wie liebevoll sie sie unterstützen?! Die Offenheit dieser Frauen und ihre Empathie ist auf den Bildern gut festgehalten!

Den passenden Geburtsbericht (allerdings auf Englisch) finden Sie übrigens hier

Ich hoffe, die Bilder haben Sie angeregt und Ihnen ein Bild von der Natürlichkeit und der Kraft einer Geburt vermittelt?!

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Ein nettes Eckchen

Letztens habe ich von einer schönen Idee gelesen: Eine meiner Kolleginnen ist schwanger. Da sie zwischendurch immer wieder Phasen hat, in denen sie einfach nur müde ist, hat ihre Doula ihr empfohlen sich eine kleine Schwangerschaftsecke einzurichten.

Das kann zum Beispiel rund um ihren Lieblingssessel sein. Stellen Sie sich ein angenehmes Licht dorthin, eine kleine Tischlampe oder eine schöne Kerze. Bitten Sie Ihre Freundinnen um kleine Mutmach-Geschenke. Das kann eine nette Karte sein, ein kleine Figur, ein Foto, ein Stein, eine Muschel…. Seinen Sie krativ und hören Sie auf Ihren Bauch. Was tut Ihnen gut? Vielleicht haben Sie ja auch einen bestimmten Duft, den Sie gerne riechen? Dann stellen Sie sich noch eine Aromalampe dazu.

Machen Sie es sich zur Gewohnheit diesen Ort der Stärkung regelmäßig aufzusuchen: in der Mittagspause, abends vor dem Zubettgehen…  Diese Rituale sind es, die uns Menschen Kraft geben und Mut. Ist es nicht angenehm zu wissen, dass man sich Zeit zur Entspannung nehmen kann? Und wie schön, wenn es dann an einem Ort geschieht, an dem einen die guten Wünsche der besten Freundin umgeben!

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Angebote und Kosten für Schwangere

Die für Schwangerschaft und Geburt wesentlichen Elemente sind finanziell im Grunde abgesichert.

Die für Schwangerschaft und Geburt wesentlichen Elemente sind finanziell im Grunde abgesichert.

Anders als in den USA haben wir hier in Deutschland ein relativ gut funktionierendes Krankenkassensystem. Sie sind schwanger? Dann müssen Sie sich schon mal über die Kostenübernahme für die Entbindung in einem Krankenhaus keine Sorgen machen. Auch die Betreuung durch eine Hebamme ist in den wesentlichen Zügen über die Krankenkasse geregelt. Wenn die Hebamme selbst keine Kassenzulassung hat, müssen Sie die Kosten halt vorstrecken und hinterher mit der Kasse abrechnen, Sie bekommen also Ihr Geld wieder.

Wenn Sie zur Entbindung in ein Geburtshaus gehen wollen, werden Sie etwas zuzahlen müssen, da das aber von vornherein feststeht, kommen auch von daher keine unangenehmen Überraschungen auf Sie zu. Selbst die Teilnahme an einem Geburtsvorbereitungskurs wird in der Regel von der Kasse bezahlt – also auch hier eine gute Absicherung.

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