Vielleicht kennen Sie das ja auch, dass man plötzlich schwelgt in Ideen, was man alles kaufen müsste – für die Erstausstattung. Klar, ein Kinderbettchen muss her, eine Wickelkommode, ein halbes Dutzend Mobiles, so dass das Kleine, egal wo es an die Decke guckt, etwas sieht, das sich bewegt. Oh, apropos an die Decke schauen: Natürlich muss die alte Lampe weg und ein paar Deckenfluter her, so dass das Kind auf keinen Fall in direktes Licht schauen muss. Und da wir grade über Licht reden, selbstredend müssen da ein paar neue Vorhänge ans Fenster – was soll denn das Baby denken, wenn es in sein Zimmer kommt und die alten Stoffreste am Fenster hängen sieht! … Sie kennen das?
Wenn man damit mal angefangen hat, lässt sich das schwerlich bremsen. Die Papas in spe denken natürlich sofort über Babyphone nach, über Gegensprechanlagen, so dass man während der Sportschau und dem Hopfenblütenauszug auf dem Schoß nicht aufstehen muss, sondern nette Sachen durch die Leitung flüstern kann. Ja, vielleicht sollte auch schon mal ein iPhone her, kein spezielles für Kinder, nein. Ein richtiges! So eines, das man für den Nachwuchs verwaltet, bis es groß genug dafür ist … damit es das dann auch gleich hat …na, Sie wissen schon …
Nur, selten gibt der Geldbeutel her, was die Fantasie da so alles projiziert. Andererseits: Wenn Sie den umgekehrten Weg gehen, also erst mal das Geld zählen und dann überlegen, was Sie sich leisten können, macht das einfach nicht soviel Spaß




Irgendwann, als unser zweites Kind etwas größer wurde, war die ursprüngliche Garderobe für die Kindersachen definitiv zu klein. Fünf Haken reichten nicht mehr für Jacken, Kindergartenrucksäcke, Turnbeutel usw. Über die bunten Holzkugeln am Ende gingen die Aufhänger verschiedener Jacken nicht drüber, ständig lag ein Berg Zeug auf dem Boden. Von den Streitereien, wie nun die fünf Haken auf zwei Kinder aufzuteilen sind, reden wir mal lieber gar nicht.





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