Dipl. Psych. Roland Kopp-Wichmann

Dipl. Psych. Roland Kopp-Wichmann

Immer wieder kann man von Studien lesen, nach denen sich das durchschnittliche Paar pro Tag zwischen drei und acht Minuten unterhält. Wenn man sich erinnert, wieviel man sich in der Phase der Verliebtheit mitzuteilen hatte, ist das ein erschreckender Rückgang!

Gute Beziehungen brauchen das Gespräch, und zwar das Gespräch über Persönliches, nicht nur über die Organisation des Alltags. Doch viele Paare verheddern sich im persönlichen Gespräch, vor allem, wenn einige ungeklärte Konflikte schwelen. Dann entstehen oft Kommunikationsbarrieren wie Abwerten, Kritisieren, Rückzug etc.

Die hier u.a. beschriebene Form des Zwiegesprächs ist eine bewährte Methode, miteinander in intensiven Austausch zu kommen und die beschriebenen Kommunikationshindernisse zu vermeiden.

Lesen Sie dazu einen wirklich interessanten Artikel auf dem Persönlichkeitsblog von Dipl. Psych. Roland Kopp-Wichmann

Foto von Männeken Piss in Brüssel (Quelle: Fotolia.de)

In dieser Woche geht es um Beziehungen. Genauer um Fragen, wie man Beziehungen gestalten kann, was sie gefährdet, wie man sie pflegen und hegen kann – gerade während der Schwangerschaft, denn das Kind, das Sie haben werden, haben Sie Ihr ganzes Leben lang. Da kann es nichts schaden, auch eine gut funktionierende Beziehung zu haben.

Was Beziehungen immer einer harten Probe unterziehen, ist dieses Thema: Warum müssen Männer eigentlich immer im Stehen pinkeln? Antwort: Sie müssen nicht, sie tun’s halt …

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Es ist nie eine Frage, wie Ihre Chancen stehen, sondern was Sie aus Ihren Chancen machen!

Es ist nie eine Frage, wie Ihre Chancen stehen, sondern was Sie aus Ihren Chancen machen!

Meine Frau, wie schon berichtet, wurde schwanger, als wir grade mal einen Monat lang zusammen waren.  Denkbar ungünstige Voraussetzungen dafür, dass eine Beziehung hält.  Und doch ist unser Junge heute 13 Jahre alt und ich finde, mir ist nie was besseres passiert als die Beziehung zu meiner Frau! Ich glaube, in den knapp vierzehn Jahren, die wir jetzt zusammen sind, haben wir noch keine fünf wirkliche Streits gehabt.  Erinnern kann ich mich noch nicht mal an einen …

Sind wir die Superhelden?

Ich glaube, wir sind ganz normal – und Durchschnitt!  Ich habe von einer Studie gelesen, die etwas über die Chancen erzählt, dass eine Beziehung lange hält.  Dieser Studie folgend ist die Chance für eine lange Beziehung dann am größten, wenn er zweimal und sie einmal geschieden sind.  Und tatsächlich trifft das auf uns zu.Für den Fall also, dass uns jemand in Sachen Beziehung für cool hält, möchte ich zu bedenken geben, dass ich zuvor zwei Ehen verschlissen habe, ehe ich in dieser wirklich landen konnte!

Wieso müssen er zweimal und sie einmal geschieden sein?

Na ja, weil sich so vieles verändert hat.  Bis 1976 wurden Ehen noch nach dem Schuldprinzip geschieden – und einer geschiedenen Frau fehlte die gesellschaftliche Anerkennung. Continue reading →

Foto einer auseinanderbrechenden Brücke, die von einer großen Welle überspült wird (Quelle: Fotolia.de)

„Sag mal,” frage ich meine Frau, „wie war das eigentlich bei dir, als du erfahren hast, dass du schwanger bist?”

Als meine Frau schwanger wurde, waren wir etwa einen Monat lang zusammen ”

„Mein erster Gedanke war sch…!” antwortet sie so selbstverständlich als würde sie Brötchen beim Bäcker bestellen.

„Wieso denn das?” ich bin irritiert …

„Na ja,” sagt sie, „ich hab mich gefragt, ob ich mir das leisten kann! Ich hab mich gefragt, wie ich das finanziell hinkriegen soll. Das war mir ganz wichtig.“

Um es offen auszusprechen: Sie hat versucht, sich das vorzustellen, wie das geht, wenn ich wieder verschwunden sein werde … sie hat erst mal ohne mich geplant!

Wenn Sie zum ersten Mal schwanger sind und grade verheiratet – oder eben noch unverheiratet, und darüber hinaus noch in einer Großstadt leben, stehen die Chancen ziemlich gut, dass Ihre Beziehung auseinander brechen wird: Zwei von drei Ehen in Großstädten werden geschieden!

Wenn Sie also die o.g. Kriterien erfüllen und darauf hoffen, dass Ihre Beziehung hält, haben Sie ziemlich schlechte Karten! Übrigens, wenn Sie auf dem Land leben oder in einer kleineren Stadt, stehen Ihre Chancen nicht so viel besser!

Was fangen wir nun an mit dieser Erkenntnis?

Vor gar nicht allzu langer Zeit hab ich gelesen, dass man in Deutschland kein Haus kaufen kann, ohne vorher zum Notar gehen zu müssen, aber heiraten, was Sie am Ende viel teurer zu stehen kommen kann, nicht nur finanziell, das können Sie einfach so. Will heißen: Verschließen Sie nicht die Augen vor dem drohenden Risiko, sondern gehen Sie das ganz bewusst und aktiv an: Machen Sie einen Plan B

Machen Sie das am besten gemeinsam, damit jeder verstehen kann, was dem anderen wichtig ist, aber jeder macht einen Plan für sich. Jeder darf seine Meinung sagen und jeder darf eine andere haben!

  • Erste Frage: Können Sie ohne das Einkommen Ihres Partners überleben?

    Egal wie schmerzhaft diese Frage ist, stellen Sie sich dem Schmerz.Ich weiß, dass das hässlich ist, Geld an die erste Stelle zu setzen, aber wenn Sie diesen Punkt (vor allem für sich) geklärt haben, steigen Ihre Chancen, eine starke und langfristige Beziehung zu haben beträchtlich! Und wäre es nicht schön, wenn Sie noch in zwanzig oder dreißig Jahren sagen werden: „Gott, bin ich froh, dass ich diesen Mann/diese Frau getroffen habe!“ …? Eben

  • Zweite Frage: Wie werden Sie im Falle eines Falles in Sachen Sorgerecht verfahren

    Da kommen so Sachen wie Aufenthaltsbestimmung auf Sie zu, oder Sorgerecht.  Letzteres fällt in aller Regel beiden Eltern zu, aber eben nur letzteres. Wie also wollen Sie verfahren?

    Bedenken Sie:  Ihr Kind hat Anspruch auf Vater und Mutter – was, wenn einer von Ihnen die Idee hat, weit wegzuziehen? Oder gar auszuwandern?

    Sie haben vielleicht nicht gleich auf jede Frage eine Antwort, aber es schadet nicht, sich verschiedene Szenarien anzuschauen und Gedanken zu machen.  Sie werden ein Kind haben – große Verantwortung!  Mit der Erarbeitung eines Plan B üben Sie schon mal Elternzeit.

  • Noch eine wichtige Frage: Wer nimmt wann Elternzeit? Und: Wie lange?

    Nicht unbedingt ist dabei die Frage entscheidend, wer von Ihnen beiden das bessere Einkommen hat.  Vielleicht will einer von Ihnen beiden die Elternzeit nutzen, um eine Weiterbildung oder eine Zusatzausbildung zu machen. Das kommt am Ende dann beiden zu Gute.

    Und an dieser Stelle noch ein kleiner Tipp: Auch wenn Sie sich beide entschieden haben, wie sie das handhaben wollen, klären Sie das ruhig in drei Monaten noch einmal.  Meinungen ändern sich …

  • Nächste Frage: Unterhalt – wie steht es damit?Schon wieder Geld, ich weiß, aber es ist wichtig!

    Für den Fall, dass Sie da nicht schon mal dran gedacht haben: Ein Kind kostet Geld.  Immer! Was ist, wenn Sie beide sich trennen wollen? Ich kenne Paare, die können sich gar nicht trennen, weil alle miteinander ins finanzielle Aus stürzen würden. Übrigens eine Entwicklung, die gerade im Jahr nach der weltweiten Finanzkrisen auffiel, nämlich dass Paare aus finanziellen Gründen auf eine Trennung verzichten mussten und stattdessen jetzt versuchen, sich irgendwie zu arrangieren. Aber, nur mal angenommen, er/sie hat eine(n) andere(n) Wird ein Arrangement tatsächlich funktionieren?!

Ihre Beziehung kann halten!  Lebenslang. Warum nicht? Und Sie können glücklich sein bis an Ihr Lebensende. Aber mit einem Plan B in der Tasche können Sie entspannter in die Zukunft schauen, denn Sie sind darauf vorbereitet, dass es anders kommen kann, als Sie anfangs gehofft hatten. Sie können gelassener in einen Streit gehen, weil sie mit jedem Ergebnis umgehen können.

Mit einem Plan B zeigen Sie Verantwortungsgefühl …

Genießen Sie die Zeit … 🙂

Gastbeitrag von Dipl. Psych. Roland Kopp-Wichmann

Dipl. Psych. Roland Kopp-Wichmann

Dipl. Psych. Roland Kopp-Wichmann

Ein Kind – und schon die erwartete Ankunft – kann einer Beziehung, neben allem Neuen und Schönem, auch Belastendes bringen. Das äußert sich oft darin, dass beide Partner vermehrt streiten. Wenn es dann mehr darum geht, dass jeder Recht haben will, kann ein Paar schnell in eine destruktive Spirale kommen.

Die folgenden Tipps verstehe ich als Experimente. Also einfach mal ein, zwei Wochen ausprobieren und schauen, ob und was sich in der Beziehung zueinander verändert.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel ->

Es gibt Dinge, die einen, wenn man sie nicht kennt, sprachlos zurück lassen.  Schauen Sie doch mal hier – Bauchtanz in der 37. Schwangerschaftswoche!

Hier hab ich nochmal ein Youtube Video, leider wieder nur in Englisch.  Allerdings kann man glaube ich, auch ohne den Text zu verstehen, ganz gut erkennen, was gemeint ist.  Viel Spaß:

Leider nur in Englisch, aber die Bilder, glaube ich, sprechen auch so für sich.  Schauen Sie mal hier (Übersetzung weiter unten):

Off-Text Übersetzung

Für den Fall, dass Sie kein Englisch können, habe ich Ihnen hier den Text übersetzt:

Ihre Bauch- und Beckenbodenmuskulatur sollte ganz entspannt sein.  Lassen Sie die natürlichen Muskelan- und entspannung Ihre Arbeit machen, und erlauben Sie Ihren Gedanken durch diese Bewegungen, die Sie machen, davon zu ziehen. Atmen sie ruhig und rythmisch entlang des Augenblicks.

Da Sie sich in einer aufrechten Position befinden, können Sie die Schwerkraft die Arbeit übernehmen lassen.  Diese Bewegung wird Anspannungen Ihrer Beckenbodenmuskulatur ausgleichen, Schmerzen im unteren Rückenbereich lindern und die maximale Öffnung ihres Beckenbodenbereichs bei der Geburt unterstützen.

Da stellt sich doch nur noch die Frage: Wo ist die nächste Tanzschule, bei der frau Bauchtanzen lernen kann.  Haben Sie Erfahrungen mit Bauchtanz gemacht?  Wenn ja, schreiben Sie doch einen Kommentar – dann können andere Schwangere auch von Ihrer Erfahrung profitieren!

Kleines Mädchen im Rüschenröckchen, dass sich beleidigt weggedreht hat (Quelle: Fotolia.de)

Schon mal über diese Frage nachgedacht, wie das für die Tochter oder den Sohn ist, wenn sich plötzlich noch mal Familiennachwuchs einstellt?

Unser Sohn rümpfte da die Nase, denn er musste befürchten, sein Zimmer werde sich verkleinern – und überhaupt: Wo wird das Kind dann sauber gemacht?!!  Eine Nichte findet das im Augenblick gar nicht komisch, denn sie hatte sich schon gut darauf eingerichtet, die Eltern nur noch mit einer Halbschwester zu teilen – und daraus wird nun erstmal nix.

Kinder sind in ihren Reaktionen viel ursprünglicher als Erwachsene, die ja alle schon eine Erziehung durchlaufen, und kulturelle Erfahrungen gemacht haben.

Erstgeborene fühlen sich durch die Geburt eines neuen Babies von ambivalenten Gefühlen hin und her gerissen. Rivalitäts-, Neid- und Eifersuchtsgefühle treten in dieser Situation in unterschiedlicher Intensität auf. Es lohnt sich also, darüber nachzudenken, wie Sie Ihrem Kind beim Bewältigen dieser negativen Gefühle helfen können.

Wenn Ihr Kind starke Abneigung gegen das Baby entwickelt, versuchen Sie am besten, nicht dagegen anzugehen. Üben Sie keinen Druck auf Ihr Kind aus, dass es seinen Bruder oder seine Schwester lieben soll.

Lassen Sie Ihr Kind seine Gefühle zeigen!

sagt jedenfalls ein Artikel bei kinder.de (der leider nicht mehr aufrufbar ist). Demnach fühlten Erstgeborene sich durch die Geburt eines neuen Babies von ambivalenten Gefühlen hin und her gerissen. Rivalitäts-, Neid- und Eifersuchtsgefühle träten in dieser Situation in unterschiedlicher Intensität auf.

Es lohnt sich also, darüber nachzudenken, wie Sie Ihrem Kind beim Bewältigen dieser negativen Gefühle helfen können. Wenn Ihr Kind starke Abneigung gegen das Baby entwickelt, versuchen Sie am besten, nicht dagegen anzugehen. Üben Sie keinen Druck auf Ihr Kind aus, dass es seinen Bruder oder seine Schwester lieben soll. Lassen Sie Ihr Kind seine Gefühle zeigen.

Die Reaktion auf die Ankündigung, „Hey, stell dir vor, du bekommst noch einen Bruder“ muss aber keineswegs negativ ausfallen.  Das kann auch ganz anders sein – und manchmal hat man den Eindruck, als wären die Kinder gar nicht überrascht.

Wie auch immer, jenseits der Gefühle von Eifersucht oder Vorfreude spielt natürlich auch die kindliche Neugierde eine Rolle, wie denn das so ist mit dem Baby im Bauch.  Sie wollen den Bauch anfassen, vielleicht auch mal am Bauch hören und natürlich werden sie Fragen haben:  Wie kriegt das Baby denn da Luft?  Kann es mich hören? Und so weiter.

Ganz gleich, ob Sie nun ein unangenehmes Gefühl haben, sich bestimmten Fragen ihres Kindes zu stellen oder dabei völlig entspannt sind, es ist sicher eine gute Idee, viel Zeit mit ihren Kindern oder ihrem Kind zu verbringen.  Wie immer gilt: soviel wie möglich zu genießen!

Übrigens:  Laden Sie doch Ihre Kinder/Ihr Kind dazu ein, auch einen Namen für den Nachwuchs zu finden … es wäre keine Überraschung, wenn die Kinder schon wissen, ob es ein Junge oder Mädchen wird – bevor das die Eltern wissen!

Babyhand, die einen Finger umgreift (Quelle: Fotolia.de)

Was einem durch den Kopf geht, wenn man plötzlich und ohne Vorwarnung erfährt, dass man Vater wird?  Ehrlich?  Erst mal nix …!

Das ist so eine Botschaft, die erst mal ankommen muss, sozusagen.  Nur weil Mann sie gehört hat, heißt das noch nicht, dass er das auch schon überrissen hat.  Es muss gewissermaßen noch ein bisschen – ämmm – reifen!

Nachdem die Botschaft das Gehirn erreicht hat, wird Mann wahrscheinlich in rasender Eile versuchen, ihren Blick zu verstehen.  Das ist so ein Moment, als hätte sie gefragt, ob er nicht auch finde, ihr Busen sei zu klein … nur schlimmer! Es hängt viel mehr von der Antwort ab – das zumindest ist sofort klar.  Männer brauchen ein bissel länger, um sich darüber klar zu werden, ob sie sich jetzt freuen sollen …

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