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Ist Ihr Mann ein Problem?

Foto eines Neugeborenen auf der Brust der Mama liegend, das von seinem Papa gestreichelt wird.

Männer und Frauen reagieren unterschiedlich in Stresssituationen.

Während Männer optimal von einer Begleitung und der Unterstützung durch ihre Frau profitieren, ist es bei Frauen genau umgekehrt. Nach einer Studie verdoppelte das den Stress der Frauen.

Das sollte man wissen, wenn man den Partner mit nimmt in die Geburt. Und vielleicht Vorsorge treffen.

So mancher Mann würde lieber den Kreißsaal meiden – geht aber dann doch mit in die Geburt, weil er sonst das Gefühl hätte, seine Partnerin im Stich zu lassen und zu enttäuschen, wenn sie sagt: „Du gehst doch mit in die Geburt, oder?”

Dabei kommen sich Männer bei der Geburt ihrer Kinder oft ziemlich deplaziert vor. Sie haben das Gefühl, eher im Weg zu stehen, als wirklich helfen zu können. Und gar nicht mal so selten erleiden sie ein Trauma, das anschließend niemand beachtet.

Aber unabhängig davon steht die Frage im Raum, ob denn die Begleitung durch den Partner wirklich (immer) sinnvoll ist.

Auf den ersten Blick würden sicher viele Frauen „ja” dazu sagen. Nicht zuletzt deshalb, weil sie sich dadurch sicherer fühlen.

Spiegelneuronen

Nur ist es aber so, dass werdende Väter, die ihre Frauen beim Gebären leiden sehen, mitleiden – was dann das Leiden wie einen Pingpongball zwischen der Gebärenden und ihrem Partner hin und her springen lässt und den Schmerz dabei eher verlängert, wenn nicht sogar vergrößert.

Es gibt Forscher, die Spiegelneuronen dafür verantwortlich machen obwohl sie im Menschen nur sehr vereinzelt nachgewiesen sind – meines Erachtens tut es deshalb aber auch der Gedanke an simples Mitgefühl: Welcher Mann kann es schon ertragen, dass seine Frau leidet?! Und welche Frau würde nicht leiden, wenn sie ihren Mann leiden sieht? Eben!

Aber dieses Mitgefühl kann es in sich haben!

Herzzentrum

Im spirituellen Bereich galt immer schon das Herz als Zentrum der Gefühle, der Intuition, der Stärke und der Weisheit und tatsächlich zeigt die Forschung, dass das Herz selbst an seiner Oberfläche über ein neuronales Netzwerk vefügt, das man als Gehirn des Herzens nennen kann.

Ohne jetzt darauf im Detail einzugehen, entscheidend für den emotionalen Zustand eines Menschen ist in erster Linie das Herz, auf das dann das Gehirn reagiert. Noch entscheidender aber ist, dass dieser emotionale Zustand des einzelnen sich innerhalb einer entsprechenden Reichweite wesentlich stärker über das Magnetfeld des Herzens mitteilt, als über Gesichtsausdrücke oder Laute!

Das Magnetfeld des Herzens ist hundertmal(!) stärker als das des Kopfes und kann noch in einer Entfernung von 10 Meter gemessen werden … wie weit weg wird Ihr Mann im Kreißsaal von Ihnen entfernt sein?

Oder einfach gesagt: Das Magnetfeld Ihres Herzens und das Ihres Partners synchronisiert sich und führt über die soganannte Herzschlag-Variablität dazu, dass sie auch beide das gleiche fühlen.

Noch einfacher gesagt: Wenn Sie Ihren Partner emotional nach unten ziehen, zieht er sie mit nach unten … mit sehr unangenehmen Folgen für Ihr Geburtserlebnis!

Oxytocin

… auch bekannt unter dem Namen Liebeshormon wirkt keineswegs bei Männern und Frauen immer gleich!

Ganz im Gegenteil kann es u.U. im Mann Aggressionen auslösen – was gar nicht so verwunderlich ist.

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Ein Ehepaar erhält Besuch von einem Mann. Sagen wir der Einfachheit halber von einem Mann, der ein heimliches Verhältnis mit der Frau hat. In dem Augenblick, in dem Sie Ihren heimlichen Liebhaber sieht, schüttet sie überreichlich Oxytocin aus, was wiederum bei ihrem tatsächlichen Mann dazu führt, in dem neu hinzugekommenen einen Nebenbuhler zu entdecken und entsprechend die Zähne zu fletschen.

Wenn Ihr Baby geboren ist – und noch bevor es abgenabelt wurde – schüttet Ihr Körper massenhaft Oxytocin aus … es ist nicht unwahrscheinlich, dass Ihr Partner in diesem Augenblick und sicher auch vollkommen unbewusst eifersüchtig wird, weil er vermeintlich teilen muss, was er nicht teilen will …

Sie sehen, auch wenn auf den ersten Blick Ihr Mann oder Ihr Partner eine gute Wahl ist, Sie in die Geburt zu begleiten, ganz so gut ist diese Wahl dann auf den zweiten Blick nicht mehr.

Geburtsvorbereitung kann vielleicht helfen

Wenn Sie aber Ihren Mann oder Ihren Partner dabei haben wollen oder er selbst will Sie unbedingt begleiten, dann sollte er sich auch auf die Geburt vorbereiten.

Es kommt zu einem guten Teil darauf an, während der ganzen Zeit der Geburt Stärke und Zuversicht auszustrahlen und beides auch (in einem wörtlichen Sinn) in seinem Herz zu fühlen. Er sollte im Vorfeld lernen, sich nicht beirren zu lassen, auch dann nicht, wenn die Geburt einen überraschenden Verlauf nimmt.

HypnoBirthing hat z.B. explizit den Partner in die Geburtsvorbereitung mit einbezogen. Vielleicht bietet Ihre Hebamme einen entsprechenden Kurs an …

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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