Hühnersuppe für Schwangere

Frisch gekochte Hühnersuppe ist ein Erlebnis, das in Ihrem Herzen beginnt und Sie mit der Eisenbahn Ihrer Fantasie behutsam ins Glück bringt. Ihr Baby im Bauch kann dabei eine große Rolle spielen.

Eine Hühnersuppe heilt alles 🙂

… also könnten Sie Paste in eine Tasse schmieren, kochendes Wasser drüber gießen, umrühren und hätten eine Hühnersuppe. Jedenfalls wenn es nach dem geht, was auf Gläsern oder Tüten steht. Ob das irgend etwas hilft, weiß ich nicht. Aber wenn Sie durchgefroren und mies drauf sind, brauchen Sie etwas anderes!

Viel mehr als Suppe

Im Laufe eines Monats durchlaufen wir Höhen und Tiefen. Das ist unser ganz normaler Biorhythmus. Aber über die dunklere Jahreszeit kommen bei vielen noch Stimmungstiefs obendrauf.

Das kann u.a. an Lichtmangel liegen. Oder Sie mögen ganz einfach die niedrigeren Temperaturen nicht. Wenn dann noch der Downswing Ihres Biorhythmus‘ dazu kommt, kann das Loch schon ziemlich tief werden, in das man fällt.

Bei 10% der Leidenden sind diese Stimmungstiefs sogar ausgewachsene Depressionen, die ärztliche Behandlung brauchen.

Glücklicherweise aber lässt sich bei den anderen 90% vieles verändern: Besser, Sie werden aktiv und greifen zu Großmutters Geheimwaffe: Hausgemachte, frisch gekochte Hühnersuppe.

Sonne und frische Luft

Hühnersuppe ist viel mehr als nur eine Suppe, die man in sich hineinlöffelt. Es ist ein sinnliches Erlebnis, das lange vor dem Kochen beginnt: Nämlich mit dem Aufstehen und dem Rausgehen auf den Markt.

Gerade der Wechsel von warmer Wohnung zu der kalten Luft draußen regt Kreislauf und Immunsystem an und härtet ab gegen kleinere Erkältungen.

Selbst wenn keine Sonne scheint, lässt dieser kleine Spaziergang die Haut Sonnenlicht tanken, was zur Bildung von körpereigenem Vitamin D führt und nicht zuletzt vor Alterskrankheiten schützt.

Und überhaupt: Laufen, ganz beschwingt und ohne Eile, kurbelt die Ausschüttung von Oxytocin an, dem sogenannten Liebeshormon (oder dem Hormon der Nähe) – so kann auch gleich Ihr Baby ein Bad in einem wunderbaren Liebeshormon-Cocktail nehmen und hat also auch etwas von Ihrem Einkauf!

Also packen Sie sich warm ein, denken Sie an Ihren Wickelschal und dann ab zum Markt oder Obst- und Gemüsehändler: Frisches Gemüse ist gesund und tut gut.

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Zeit für einen Plausch

Bevor wir jetzt gleich über Zutaten und Kochen sprechen, ein letzter Gedanke:

Reden Sie auch mit sich selbst? Keine Sorge, das machen alle Menschen und ist vollkommen normal.

Was aber nicht so viele wissen, ist, dass diese Selbstgespräche im Grund Selbstsuggestionen sind. Selbsthypnose. Verborgen in endlosen inneren Dialogen. Und es ist erstaunlich, welche Macht von ihnen ausgeht. Der größte Teil Ihrer Welt – der Welt, wie Sie sie wahrnehmen – entsteht durch diese inneren Dialoge. Wenn Sie also wirklich Ihre Stimmung aufheitern wollen, sind diese inneren Dialoge der Ausgangspunkt.

Und hier kommt Ihr Baby ins Spiel: Auch wenn es noch nicht geboren wurde – oder gerade weil es noch nicht geboren wurde – kann es Ihnen helfen, Ihre Gedanken auf sehr viel positivere Ideen zu lenken, als darauf, Trübsal zu blasen. Sie müssen Ihrem Baby einfach nur zuhören … und der Weg zum Markt bietet dafür eine ideale Gelegenheit.

Oh – und da wir gerade darüber sprechen: Wissen Sie eigentlich, ob Ihr Baby Hühnersuppe mag? Nein? Was mag es denn?

Ganz oft schicken ungeborene Babys ihre Lust auf bestimmte Nahrungs- oder Genussmittel (und noch ganz andere Sachen) in die Welt der Eltern. Vor allem in die Welt der Mütter. Dort kommen sie dann als sphärische Träume an – oder wie auch immer Sie das nennen wollen. Zu dieser Welt der Träume – eben auch zu den sphärischen Träumen – habe ich ein Büchlein geschrieben. Klicken Sie auf das unten stehende Bild, wenn Sie mehr dazu erfahren wollen.

Aber … lassen Sie uns endlich ans Kochen gehen, ok

Was in die Suppe muss

  • 1 Bio-Suppenhuhn,
  • Als Suppengrün:
    • ein gutes Stück Sellerieknolle
    • 1 Stange Lauch,
    • 2 – 3 Karotten
  • Zwiebeln
  • Schnittlauch (statt Petersilie)
  • Gewürze:
    • Nelken,
    • Lorbeerblätter,
    • Wacholderbeeren,
    • Pfefferkörner,
    • Piment,
    • Chilli-Schoten und
    • grobes Meersalz
  • Wasser
  • und Zeit!

Suppenhuhn!

Eine wirklich gute Hühnersuppe braucht ein Suppenhuhn! Nein, kein Hähnchen, sondern ein Suppenhuhn!

Wenn Sie mit dem Kochen von Hühnersuppe noch keine (oder nicht viel) Erfahrung haben: Je nachdem wo Sie wohnen kann es durchaus schwierig sein, eines zu finden – noch dazu eines, das Ihnen auch wirklich schmeckt … aber Sie brauchen eines für die Suppe!

Ich persönlich habe einen oder zwei Markthändler gefunden, bei denen ich Suppenhühner in höchster Qualität kaufen kann – aber auch nur, wenn ich rechtzeitig auftauche.

Suppenhühner werden wesentlich älter als einfache Brathähnchen. Deshalb werden eben nur ein paar Hühner bei der Zucht vom Schlachten zurückgehalten. Das hat den riesengroßen Vorteil, dass diese Tiere deutlich mehr Zink in ihrem Fettgewebe einlagern können – und Zink ist gerade während der kälteren und feuchteren Jahreszeit Ihr Freund! Es hat aber den Nachteil, dass es eben wesentlich weniger Suppenhühner gibt, als Hähnchen. Deshalb sind sie auch so knapp.

Folglich kaufe ich immer mal wieder Bio-Suppenhühner online.

Es gibt mehrere Anbieter. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit dem Biohof Struwe gemacht. Am besten kauft man drei Suppenhühner, dann fallen die hohen Versandkosten nicht ins Gewicht – und für 3 Suppenhühner haben Sie doch sicher Platz in Ihrer Tiefkühltruhe, oder?

Beachten müssen Sie lediglich, dass immer nur Donnerstags Lieferungen versandt werden.

Aber zurück zur Hühnersuppe:

Bei mütterberatung.de finden Sie übrigens eine recht interessante Beschreibung, was an der Hühnersuppe so heilend wirkt.

Suppengrün?

Als nächstes brauchen Sie Suppengrün – und wenn Sie mich fragen, pfeifen Sie auf fertig zusammengestellte Bündel in Plastikschalen! Kaufen Sie Gemüse ein! Dann haben Sie auch gleich ‘was für die nächsten Tage!

Als erstes natürlich Sellerie. Am besten Knollensellerie. Steckt voller Mineralien, Spurenelementen und Aromen und tut Ihrem Körper wirklich gut. Wenn Sie partout keinen Sellerie mögen, ginge zur Not auch Staudensellerie …

Dann brauchen Sie Karotten! Am besten Bio-Karotten. Die schmecken einfach besser! Und, natürlich Lauchstangen.

Verwenden Sie vom Lauch den hinteren, grünen Teil und halten Sie den vorderen weißen Teil für später zurück. Und sparen Sie nicht am Lauch, denn der gibt der Suppe dieses feine Aroma und den weichen Geschmack.

Natürlich brauchen Sie Zwiebeln – je nachdem, wie groß die sind (und natürlich auch Ihr Topf) brauchen Sie zwei oder drei davon (und, hej, das ist Ihre Suppe – Sie können da so viele reinschmeißen, wie Sie wollen!) 🙂

Ingwer kann helfen, übermäßige Blähungen zu lindern

Blähungen können Angstgefühle verursachen und Ingwer kann Blähungen lindern.

Was ich persönlich für unverzichtbar halte, ist ein schönes Stück ! Ingwer ist zusammen mit Oliven das einzige natürliche Lebensmittel, dass Zellen vor Strahlungsschäden schützt. Außerdem zaubert Ihnen Ingwer weitere, sehr gesunde Inhaltsstoffe in die Suppe – glauben Sie mir, die wollen Sie … 🙂

Außerdem frischen Schnittlauch – aber den bitte bis ganz zum Schluss zurückhalten. Nicht mitkochen!

Dann brauchen Sie noch Lorbeerblätter, Pfefferkörner, Pimentkörner, Wachholderbeeren, Nelken und ein bischen Kümmel.

Früher steckte man die (drei) Nelken eine Zwiebel und nannte das Spickzwiebel. Besser ist es aber, alle Gewürzkörner und die Nelken im Mörser aufbrechen. Wenn Sie keinen haben, legen Sie alles zwischen eingeschlagenes Papier und rollen mit einem Nudelholz oder einer Flasche drüber.

Die Körner müssen nur ganz grob gebrochen sein, aber so geben sie ihr Aroma besser in die Suppe ab. Stecken Sie die Gewürze in eine. Dann kann alles in der Suppe mitköcheln und lässt sich später ganz einfach entnehmen.

Das Huhn salzen, nicht die Suppe

Von Christian Mertes (Mudd1 12:26, 18 April 2007 (UTC)) - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1965354

Meersalz enthält sehr geringe Mengen Jod, die Sie und Ihr Baby brauchen

Suppenhuhn innen und außen abspülen und am besten mit grobem Meersalz gut salzen. Und dann ab damit in den großen Topf.

Grobes Meersalz oder feines ist gleichgültig, aber gerade in der Schwangerschaft ist Meersalz ein bisschen besser als Steinsalz. Es enthält das Spurenelement Jod, das ihr Körper ebenso braucht wie der Ihres Mitbewohners im Bauch.

Wikipedia sagt in seinem Artikel über Meersalz, dass kaum Jod enthalten ist – was zutrifft. Aber Jod ist ein Spurenelement – was ist wohl mit dem Wortteil „Spur-” gemeint …? Nehmen Sie Meersalz.

Wieviel Wasser Sie in den Topf geben, hängt von der Größe des Suppenhuhnes ab. Ich gieße über den Daumen gepeilt 2 Liter frisches, kaltes Wasser dazu.

Noch Suppengemüse und Gewürze zum Suppenhuhn in den Topf und – Achtung! – ein kleines bisschen Meersalz. Die Hühnersuppe wird ein Weilchen kochen – und dabei Wasser verdampfen. Wenn Sie die Suppe von Anfang an salzen, ist sie am Schluss versalzen. Darüber hinaus geben ja Huhn, Gewürze und Gemüse Aromen in die Suppe ab – wieviel Salz als wirklich gebraucht wird, entscheiden Sie ganz zum Schluss, vor dem Essen – ok?

Herd einschalten … und es wird nicht lange dauern, bis der Duft durchs ganze Haus zieht.

Wenn Sie den Artikel über die heilende Wirkung von Hühnersuppe bei Mutterberatung gelesen haben, wissen Sie ja schon, wie wichtig auch der Duft ist, den die Suppe verströmt.

Bildquelle: Fotolia_181624867_XS@oksix.jpg

Beim Kochen geht es auch um Sinnlichkeit

Er befeuchtet Ihre Schleimhäute und lässt Ihnen das Wasser im Mund zusammenlaufen – wenn Ihnen die Hormonumstellung nicht die Lust auf den Duft der Hühnersuppe verleidet hat.

Wenn Sie aber diesen Duft genießen können und Ihnen das Wasser dabei im Mund zusammenläuft, schafft das beste Vorraussetzung für eine spätere gute Verdauung! Gleichzeitig führt die Vorfreude auf die Suppe zu einer weiteren Hormonschwemme und damit Glücksgefühle, an denen auch wieder Ihr Baby teil hat!

Glücksmomente zu erschaffen kann so einfach sein!

Langsam und leise

Bleiben Sie ein bisschen bei der Suppe stehen, bis sie zu kochen anfängt.

Wenn Sie merken, dass der Siedepunkt gleich erreicht ist, schalten Sie auf die kleinste Stufe. Deckel auf den Topf – und fertig. Die Suppe wird am besten, wenn sie nur leise vor sich hin simmert. Ganz sanft.

Anfangs bildet sich oben auf der Suppe ein wenig Schaum – kümmern Sie sich nicht darum. Der verschwindet wieder. Wenn er Sie aber doch stört, schöpfen Sie ihn mit einer Schaumkelle ab.

Wenn die Suppe wirklich sanft bis zum Ende wallt, werden Sie eine absolut klare, leicht goldene Brühe im Topf finden … großartig!

Suppenhühner können zäh sein

Denken Sie dran: in der Suppe badet ein altes Huhn – das braucht seine Zeit: Rechnen Sie lässig 90 Minuten – gerne auch länger, da passiert nix.

Wenn Sie das Gemüse essen wollen, nehmen Sie es vorher raus. Ich selbst lasse es drin und püriere es später … mit Pfeffer und Salz und vielleicht einem winzigen Flöckchen Butter gehört das zu meinen most favorites!

Jetzt kommt der spannende Teil – für mich: Wenn die Suppe fertig ist, nehmen Sie das Huhn raus und lassen es ein bisschen auskühlen, ehe Sie es zerteilen. Es kann passieren, dass das Fleisch beim Kochen zäh bleibt. Das ist manchmal so.

Ich esse das Fleisch trotzdem …

Was soll’s denn sein?

So – jetzt, da die Brühe gekocht ist – welches Süppchen soll es denn sein?

Kohlgemüse sind in der Schwangerschaft ein wenig problematisch, deshalb vielleicht ein paar Kartöffelchen in Würfel und ein paar Karotten in Scheiben schneiden und mit der entsprechenden Menge Brühe zum köcheln bringen. Später vielleicht noch ein bisschen Brokkoli und das Hühnerfleisch dazu. Sanft garen lassen – fertig ist eine wunderbare Hühnersuppe.

Macht nicht viel Arbeit, dauert ein bisschen, aber macht – und bringt – so viel Freude.

Dazu, wenn Sie mögen, ein bisschen Dinkelbrot oder, auch nicht schlecht, ein paar Flädle von Dinkelpfannkuchen.

Zum Schluss den Schnittlauch

Ganz am Schluss streuen Sie den frisch gehackten Schnittlauch über die Suppe – und fertig.

Für den Fall, dass Sie doch abgepacktes Suppengrün gekauft haben, weil anderes nicht verfügbar war, dann haben Sie keinen Schnittlauch sondern Petersilie – was auch ganz wunderbar ist.

Die Petersilie kochen Sie bitte nie mit! Die wird ebenfalls erst ganz zum Schluss fein gehackt und über die Suppe gestreut. Sie hat nämlich ein ganz feines, leider aber auch sehr flüchtiges Aroma. Wenn Sie sie mit in die Suppe zum kochen geben, ist dieses Aroma nach ein paar Minuten auf Nimmerwiederriechen verschwunden … schade drum!

Übrigens: Petersilie sollten Sie in der Schwangerschaft nur in kleineren Mengen genießen. Es heißt, es könne im Übermaß eine Fehlgeburt auslösen.

Guten Appetit … und genießen Sie die Zeit … 🙂

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