≡ Menu

Fehlentwicklungen im Mutterleib?

Jedes Jahr werden rund 4.000 Kinder mit Fetalem Alkoholsyndrom (FAS) geboren: Ein kleiner Drink während einer Schwangerschaft kann katastrophale und unheilbare Folgen für das Kind haben. Und natürlich auch für die Eltern.

Ein Erwachsener fiele tot um!

Alkohol in der Schwangerschaft ist die häufigste vermeidbare Ursache für körperliche und geistige Fehlentwicklungen im Mutterleib. Rund 10.000 Babys kommen laut Schätzungen der Bundesdrogenbeauftragten jedes Jahr in Deutschland mit Alkoholschäden zur Welt, 4000 davon leiden an FAS – das heißt, Sie bleiben ihr Leben lang körperlich und geistig zum Teil schwer behindert. Unheilbar!

Eine Studie der Berliner Charité (Quelle: Monalisa-Magazin, ZDF, 2009) ergab, dass 58 % der befragten Frauen bis zur 26. Schwangerschaftswoche Alkohol getrunken hatten. 8,4 % aller werdenden Mütter haben einen starken bis riskanten Alkoholkonsum. Dabei reicht bereits eine tägliche Menge von 15 Gramm Alkohol aus, also ein Glas Wein oder eine Flasche Bier, um das Wachstum des Embryos zu beeinflussen und einen deutlichen Minderwuchs zu verursachen.

58 % der befragten Frauen blieben bei ihrem gewohnten Alkoholkonsum bis zur 26. Schwangerschaftswoche …

Unterstellen wir, dass das durchschnittliche Gewicht einer Frau 70 kg beträgt, dann entsprechen 15 g Alkohol 0,02 % des Gesamtgewichtes. Nicht allzu viel. Beim Baby aber ist das fünfzig mal so viel! Wenn nur ein Zehntel(!) des Blutalkoholgehaltes über die Plazenta zum Baby vordringt, entspricht das immer noch einem Blutalkoholwert, bei dem ein Erwachsener tot umfiele!

Alkohol: Ein uraltes Problem!

Schauen Sie sich um, wieviele Regalmeter Aldi oder Lidl oder wer auch immer für alkoholische Getränke wie Schnaps, Wein und Bier im Vergleich zu Obst und Gemüse vorhält, dann sehen Sie sofort, welchen Stellenwert der Alkohol in unserem Leben hat.

Gesellschaftlich denken wir schon nicht mehr über den Konsum an sich nach, sondern nur noch über einen vernünftigen Konsum – und sagen vielleicht erst Stopp, wenn eine Schwangerschaft im Spiel ist.

Interessant ist auch, ganz nebenbei bemerkt, dass zwar viele Schwangere bewusst auf alkoholische Getränke verzichten, ihre Männer es ihnen keineswegs immer gleichtun …

Die innere Stimme

Viele Frauen nehmen schon sehr früh ihre Schwangerschaft instinktiv oder intuitiv wahr. Manche wissen sofort, dass sie schwanger sind, bei anderen dauert es ein paar Tage, aber, wie gesagt, viele Frauen nehmen das sehr früh war – wobei instinktiv wahrzunehmen bedeutet, der Stimme des Körpers, und intuitiv wahrzunehmen bedeutet, der inneren Stimme zu lauschen … und es ist, glaube ich, keine wirkliche Überraschung, wenn ich sage, dass Frauen ihre Körper deutlich genauer studieren und wahrnehmen, als Männer.

Der Punkt ist aber, dass nicht nur Alkohol und Drogen – egal in welchen Mengen! – sondern auch unsere Lebensweise diese Fähigkeit der feinfühligen Wahrnehmung deutlich vermindert.

Das führt dazu, dass die Schwangerschaft oft erst durch das Ausbleiben der Regelblutung zunächst einmal nur für möglich gehalten wird, und bis dann ein Test die Schwangerschaft bestätigt, vergehen oft nochmal ein paar Wochen, vor allem, wenn die Regelblutungen nie so regelmäßig kamen. Kann also gut sein, dass man erst am Anfang des dritten Monats weiß, dass man schwanger ist – und bis dahin sorglos Parties feiert und das Leben in vollen Zügen genießt … mit eben manchmal katastrophalen Folgen wie FAS.

Karma …

… verwechseln viele mit Schicksal, aber es ist nichts anderes als das Gesetz von Ursache und Wirkung … und hat so gar nichts mit Schuld zu tun.

In der Physik ist dieses Prinzip die Norm und sagt, dass auf jede Aktion eine gleichwertige Reaktion folgen muss und Dr. A. Janov schildert die Wirkung dieses Prinzips in der Schwangerschaft und nach der Geburt in seinem Buch The Biology of Love.

Im Vorwort heißt es:

[…] Es geht darum, wie die Liebe unserer Eltern während der ersten Phase unseres Lebens jeden von uns beeinflusste, in dem sie buchstäblich unser Gehirn formte, was uns wiederum den Rest unseres Lebens bestimmt. […]

In diesem Buch werfen wir einen Blick darauf, wie die ersten Wochen und Monate des Lebens – nicht nur unseres Lebens nach der Geburt sondern unseres Lebens im Mutterleib – unser Gehirn formen; wie sich Gefühle und Erinnerungen einprägen und wie und warum sie den Rest unseres Lebens (im Gehirn) überleben.

Janov zeigt in seinem Buch, wie Gefühle der Mutter über Hormone Einfluss darauf nehmen, wieviele Rezeptoren sich z.B. im Gehirn des Ungeborenen bilden, welche neuronalen Schaltkreise sich entwickeln – oder eben nicht, usw.

Nicht nur Alkohol, sondern alles, also Ernährung, Erlebnisse, Stress – alles hat einen Einfluss auf das Ungeborene. Aktion – Reaktion … Ursache und Wirkung.

Reinkarnation

Glauben Sie an ein Leben nach dem Tod?

Ich ja!

Meine Kollegin und ich haben hunderte von Frauen nach spirituellen Erlebnissen befragt und dabei mehrmals mit Müttern gesprochen, deren Kinder sich angemeldet hatten und zwar lange bevor die Mütter schwanger geworden waren.

Ich bin davon überzeugt, dass das Leben des Kindes nicht im Mutterleib beginnt – und im Falle einer Fehlgeburt auch dort nicht endet, denn wir sind zuvorderst spirituelle Wesen und haben Körper. Dieses Leben in diesem Körper beginnt mit dem ersten Atemzug und endet mit dem letzten – aber eben auch nur dieses Leben.

Der Punkt ist, dass wir als spirituelle Wesen Körper bewohnen und die Welt durch diese Körper wahrnehmen – und dass wir uns manchmal diesen Körper aussuchen können und manchmal eben nicht. Es hängt davon ab, unter welchen Bedingungen wir in das jeweilige Leben starten.

Die Mormonen übrigens glauben, dass wir prinzipiell Engel sind, die um ganz bestimmte Erfahrungen zu haben als Menschen geboren werden müssen. Manche brauchen nur eine einzige oder ganz wenige Erfahrungen – und sterben dann früh. Andere brauchen ganz viele Erfahrungen – oder wollen ganz viele – und haben dann ein langes Leben, aber sie sterben nicht um tot zu sein, sondern um wieder das zu sein, was sie sind: Engel!

Interessanterweise lehnen Mormonen den Gedanken an Reinkarnation ab, weil sie glauben, es brauche nur ein einziges Leben …

Ich dagegen glaube, dass Karma und Reinkarnation ganz wunderbare Ideen des Lebens sind, um Kontinuität, Kreativität und Liebe zum Ausdruck zu bringen. Wiedergeboren zu werden, kann so vieles heilen …

Wir sehen oft nur die negativen Folgen, die zum Beispiel Alkohol in der Schwangerschaft haben kann – zum Beispiel, dass Kinder mit zum Teil schweren Behinderungen geboren werden.

Nick Vujicic

Nick Vujicic’ Mama war selbst Krankenschwester und als sie die Gesichter der Anwesenden im Kreißsaal nach der Geburt ihres Sohnes sah, wusste sie sofort, dass etwas ganz Schreckliches geschehen sein musste. Und als man ihr, nach schonender Vorbereitung, ihr Kind zeigte, war sie einem Zusammenbruch ganz nah: Ihr Sohn hatte weder Arme noch Beine …

Sie lehnte ihren Sohn sofort ab – und brauchte eine Zeit, um ihren Schmerz zu verarbeiten und ihr Kind eben doch anzunehmen.

Tatsächlich aber war die Geburt ihres Kindes der Beginn einer unbeschreiblichen Geschichte eines Menschen, der seine fehlenden Gliedmaße zum Ausgangspunkt einer einzigartigen Erfolgsgeschichte machte und heute weltweit anderen Menschen hilft, ihr Glück im Leben zu finden. Er ist verheiratet und hat einen Sohn …

Wie gesagt, wir kommen aus unterschiedlichen Gründen in diese Welt und deshalb braucht es unterschiedliche Körper … das Leben selbst macht keine Fehler, erlaubt aber jedem einzelnen, Fehler in allem zu entdecken.

James und Chad

Carol Bowman berichtet in ihrem Buch Return from Heaven u.a. von James und Chad.

Kathy war gerade 16, als Sie ihren Sohn James zur Welt brachte. Kurz nach der Geburt trennte sie sich von ihrem Partner und da sich auch ihre Familie von ihr abwandte, zog sie mit James in eine andere Start und probierte es auf eigene Faust.

Zwei glückliche Jahre lang.

Dann erkrankte James an Krebs und starb als er drei geworden war.

In diesem einen Jahr ging Kathy durch die Hölle! Manchmal wenn sie ihren kleinen Jungen unter neuen Krebsattacken leiden sah und es nicht mehr aushielt, rannte sie aus dem Zimmer, um zu weinen, ohne dass ihr kleiner James es sehen sollte. Aber er sah es. Und bat sie, nicht mehr zu weinen. Immer wieder. Und am Abend seines Todes, kurz bevor er drei wurde, musste sie ihm versprechen, seinetwegen nicht mehr zu weinen.

Sie wusste, dass sie ihn gehen lassen musste – und hielt ihr Versprechen. Sie sperrte den Schmerz tief in ihrem Inneren ein.

Zeit heilt alle Wunden, heißt es, aber manchmal muss wirklich viel Zeit vergehen, ehe etwas heilt und manchmal muss jemand zurück kommen, damit es heilen kann …

Ein paar Jahre vergingen, ehe sich Kathy wieder verlieben konnte. Diesmal fand sie einen guten Mann und bekam ein Töchterchen von ihm. Zwei, drei Jahre später einen Jungen. Und noch mal ein paar Jahre später bekamen sie ihr drittes Kind. Wieder einen Jungen. Sie tauften ihn Chad.

Als Chad zur Welt kam und sie ihn zum ersten Mal sah, wusste sie sofort, dass sie mit diesem Kind etwas etwas Besonderes verband.

Sie war keineswegs überrascht, dass er von Geburt an auf dem rechten Auge blind war. Und auch ein seltsames Muttermal am Hals, das sich wie eine lange, schmale und gerade Linie von der Schulter zum Kinn hin ausbreitete schien ihr sehr vertraut. Sie hatte zwar noch nie von Reinkarnation gehört, aber sie fühlte, dass sie dieses Kind anders kannte, als die beiden anderen.

James, ihr erstes Kind, hatte hinter dem rechten Auge einen Tumor entwickelt und sein Sehvermögen deshalb verloren, und als man versucht hatte, ihn intravenös zu ernähren weil er sein Essen nicht bei sich behalten konnte, hinterließ ihm das eine lange, schmale Narbe am Hals – genau da, wo Chad jetzt dieses seltsame Muttermal hatte. Waren das Zufälle?

Etwa im Alter von vier fing Chad an, von der Zeit als James zu erzählen. Immer nur kleine Bruchstücke, aber signifikante Bruchstücke. Irgendwann fing er damit an, ob sie wieder in die alte Wohnung zurück könnten. Kathy brauchte eine Weile, um sich zu sortieren, aber Chad fing immer wieder mal damit an. Eines Tages fragte sie ihn, warum er denn in die alte Wohnung wollte und ob er dort nach alten Spielsachen schauen wollte. Aber das war nicht der Grund. Er schaute sie an und sagte: „Weil ich dich da zurückgelassen habe …”

Es dauerte seine Zeit, bis Kathy nach und nach loslassen und sich darauf einlassen konnte … und vor allem, bis sie den tief im Inneren eingesperrten Schmerz loslassen und heilen konnte.

Manchmal muss eben jemand zurück kommen, damit der Schmerz in einem anderen heilen kann …

Genießen Sie die Zeit … 🙂

{ 0 comments… add one }

Leave a Comment

Passwort aendern
Bitte Deine Email-Adresse eingeben. Ein neues Passwort wird Dir per Email zugeschickt.