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Täglich!

Schwangere in Wehen © Jyn - Fotolia.com

Gelegentlich hört man Vergleiche wie „eine Geburt sei wie ein Marathon” – und diesbezüglich habe ich dieser Tage in Facebook geschrieben, dass wohl niemand auf die Idee käme, sich gänzlich unvorbereitet in einen Marathon zu stürzen. Was so viel heißen sollte wie: Warum sollte jemand in eine Geburt gehen wollen, auf die man sich nicht vorbereitet hat?

Aber greifen wir doch nochmal diesen Vergleich auf, eine Geburt sei wie ein Marathon: Jemand der einen Marathon läuft, läuft ja nicht so, dass es so lange dauert wie irgend möglich. Viel eher so, dass man so schnell wie möglich im Ziel ist, oder? Umgekehrt, auf die Geburt bezogen: Wer will schon so lange wie möglich in der Geburtsentwicklung bleiben?

So lange wie möglich will man das, was man genießen kann … sollte das möglich sein? Die Geburt zu genießen? Zumindest sagen viele Frauen, die Geburtserfahrung sei wunderschön gewesen …

Aber selbst wenn man die Geburtsentwicklung genießt ist es so, dass das Kind ins Leben will – und soll. Und nimmt irgend wer an, das Kind würde es genießen, möglichst lange im Geburtskanal zu verweilen? Weil’s die Mama grad gar zu schön findet? 🙂

„Die Geburt dauert, so lange sie eben dauert” – auch das eine Redensart, die man immer wieder hört. Wenn ich das richtig verstehe, soll sie sagen, die Kreißende solle sich nicht unter Druck setzen.

Soll sie auch nicht. Aber weshalb sollte sie eine Geburtsentwicklung wollen, die zwanzig Stunden oder sogar noch länger dauert?

Bemühen wir doch noch mal den Marathon-Vergleich: Wenn man anfängt, auf einen solchen Lauf zu trainieren, stellt man fest, dass es viele Stellschrauben gibt:

  • Kondition,
  • Lauftechnik,
  • Körpergewicht und Ernährung, etc.

Und, ja, für die Geburt gilt das ziemlich gleich:

  • Kondition (= Umgang mit dem Atem),
  • Gebär- und Ruhepositionen,
  • Körpergewicht und Ernährung, etc.

Und ebenso wenig wie jemand nur ein oder zwei Mal trainieren würde, um sich auf einen Marathon vorzubereiten, reicht es aus, ein paar Stunden in einem Geburtsvorbereitungskurs zu sitzen und es damit gut sein zu lassen. Andererseits würde man auch nicht täglich einen Marathon laufen … pardon: die ganze Geburtsvorbereitung täglich wiederholen. Vielmehr sollte man sich täglich ein bisschen Zeit nehmen, um die einzelnen Teile konzentriert zu verbessern.

Sie sollten täglich etwas tun, was Ihre Freude auf die Geburt vergrößert. Täglich!

Und weil ich Sie darin unterstützen will, sich gut auf die Geburt (und hoffentlich auf ein wirklich schönes Geburtserlebnis) vorzubereiten, werde ich in den nächsten drei Monaten hier in diesem Blog täglich eine kleine Inspiration veröffentlichen, die Sie (hoffentlich) dazu verführen wird, sich täglich, wirklich täglich zu trainieren.

Happy Birthing! 🙂

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