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Tore in Ihr Innerstes

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Es gibt eine Traumkategorie, die kaum bekannt ist und die auf den ersten Blick rein theoretisch – ja sogar durchgeknallt erscheint. Auf den zweiten Blick aber sieht man, dass diese Kategorie nicht nur sehr spannend ist, sondern wie wichtig es ist, sie zu kennen: Eindringungsträume!

Unter Eindringungsträumen versteht man Träume, in die ein Außenstehender (ohne Erlaubnis) eindringt und dort was auch immer treibt. Vielleicht haben Sie vor ein paar Jahren Inception → gesehen, mit Leonardo Di Caprio? Was in diesem Film eher wie Science Fiction wirkt, sind tatsächliche Erkenntnisse aus der Traumforschung, nur eben in eine fiktive Handlung gegossen. Vielleicht werfen Sie mal bei PM einen Blick auf den Artikel Alarm in der Traumwelt →. Der verschafft Ihnen schon mal einen ganz brauchbaren Überblick.

Zwei Bedingungen müssen erfüllt sein, damit das mit dem Eindringen funktionieren kann. Zum einen braucht die Person, die eindringen will, eine konzentrierte Aufmerksamkeit: Gedanke und Gefühl. Zum anderen muss die Person, in deren Traumwelt eingedrungen werden soll, offen dafür sein.

Wenn Sie dafür offen sind (dazu kommen wir gleich) braucht jemand, der in Ihre Traumwelt eindringen will, nichts weiter, als eine starke Überzeugung: einen Gedanken also und ein Gefühl. Eifersucht wäre zum Beispiel etwas, in dem ein Gedanke und ein Gefühl mit großer Wucht zusammenkommen. Die Ex Ihres Partners, beispielsweise, die nicht verwinden kann, dass er jetzt mit Ihnen zusammen ist und Sie von ihm ein Kind bekommen – das wäre ein klassisches Eindringungsszenario. Neid wäre auch ein Beispiel für ein starkes Gefühl mit einem klaren Gedanken.

Aber so negativ und/oder so dramatisch muss das gar nicht sein! Viel beiläufiger und kaum erkennbar sind Überzeugungen, die sich auf persönliche Erfahrung stützen, wie beispielsweise ein sehr unangenehmes Geburtserlebnis. Das sind Menschen, die dieses Erlebnis wie ein Mantra vor sich hertragen und alles und jeden davon überzeugen wollen, dass Geburten brutal sind und man gar nichts dagegen tun kann und dass jeder, der etwas anderes behauptet keine Ahnung habe.

Trifft ein solcher Vortrag – der ja noch dazu in eine kollektive kulturelle Vorstellung eingebettet ist – auf z.B. Angst, öffnet sich die Tür zu Ihrer Traumwelt. Die Überzeugung dessen, der in Ihre Traumwelt, in Ihr Innerstes, eindringt, wird hier abgelegt und beginnt zu wachsen. Man könnte sagen, dass die Angst des Träumers Nahrung bekommen hat, in dem sich diffuse negative Gefühle auf diese implantierte Vorstellung richten und daraus gedankliche Endlosschleifen bilden, die man schließlich selbst wie ein Mantra im Kopf immer und immer wiederholt … bis daraus eine eigene Überzeugung geworden ist, die Ihr bevorstehendes Gebärerlebnis sehr negativ beeinflusst.

Sie sehen, derjenige, der in Ihre Traumwelt eindringt, muss weder eine Absicht dazu gehabt haben, noch sich dessen bewusst sein – es geschieht einfach deshalb, weil Sie dafür offen sind – weil Ihre Tore in Ihre Traumwelt offen stehen.

Angst, Unsicherheit, Sorgen, emotional schwierige Zeiten: Das alles sind die möglichen Tore in Ihr Innerstes, die es zu bewachen gilt.

Wie macht man das? Wie sorgt man dafür, dass niemand mit Überzeugungen in Sie hineinspazieren kann, wenn Sie das nicht wollen?

Im Grunde ist das viel einfacher, als man vielleicht denkt. Angst ist nicht so sehr das Problem, sondern latente Angst. Ärger ist ebensowenig das Problem, sondern fortgesetzter Ärger. Sorgen sind nicht so sehr das Problem, sondern fortdauernde Sorgen, für die es scheinbar keine Lösungen gibt. Wenn Sie also Ihre Tore nach Innen bewachen und beschützen wollen, müssen Sie vor allem verhindern, dass Sie sich zu lange Sorgen machen, zu lange über irgend etwas oder irgend jemanden ärgern, oder sich zu lange mit dem beschäftigen, was Sie beunruhigt. Wie macht man das?

Am einfachsten durch Routinen! Sorgen Sie für regelmäßige Unterbrechungen Ihres Alltags(-Gedanken-)Flusses, in dem Sie kurze Pausen einlegen, in denen Sie sich auf etwas Positives konzentrieren oder sich mit etwas beschäftigen, das witzig oder toll ist. Sorgen Sie für Zeiten der Zweisamkeit, in der Sie weniger auf Probleme konzentriert sind, sondern darauf, was Sie an sich so wunderbar finden.

Seien Sie ein wenig kreativ und denken sich viele schöne Sachen aus, die Ihr Herz zum klingen bringen – immer wieder! Es ist Ihr Leben und Sie alleine entscheiden darüber, ob es ein schönes Leben ist – da Sie aber Ihrem Baby vorausgehen, wäre es nicht schlecht, wenn Sie Ihrem Baby aus Überzeugung heraus sagen könnten: „Komm in diese Welt, es lohnt sich!” 🙂

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