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Tagträumer

Schwangere, sitzend gegen einen Baum gelehnt und träumend. Quelle: Fotolia_34008522_XS_© the rock - Fotolia.com

Wir sind alle Träumer! Sie, ich, Ihr Partner, Ihre Eltern – wir alle sind es. Auf unterschiedlichen Ebenen. Und die Ebene, die Ihnen wohl am vertrautesten ist, ist die des Tagträumens.

Tagträume sind das, was man hat, wenn man gedanklich wegdriftet, ohne deshalb zu schlafen: Im Auto beispielsweise, nachdem man gerade das Ergebnis des Schwangerschaftstests bekommen hat oder bei der Arbeit, wenn sich ganz plötzlich ein Gespräch mit ihrem Baby im Bauch anbahnt oder zu Hause, wenn Sie mitten im Lesen gedanklich ganz woanders hin fliegen.

Tagträume sind fluffig, wenn sie mit positiven Gefühlen verbunden sind – wenn Sie beispielsweise gedanklich beschwingt und fröhlich zum Vorabend zurück fliegen, als Sie und Ihr Partner im Katalog Babysachen angeschaut oder überlegt hatten, wie sie das Kinderzimmer einrichten. Sie sind nervig, wenn sie mit negativen Gefühlen kommen, wenn Sie meinetwegen gedanklich mit jemanden streiten und richtig die Meinung geigen. Fluffige Tagträume verflüchtigen sich (leider) schnell wieder, während sich nervige durchaus immer und immer wieder aufdrängen.

Will sagen: Tagträume sind unterschiedlich intensiv.

Wirklichkeit und Fantasie

C.G.Jung sagte, die einzige Definition der Wirklichkeit, die er akzeptieren könne, sei die, dass Wirklichkeit alles ist, was wirkt.

Auf das Tagträumen bezogen bedeutet das zweierlei:

  1. Tagträume können tatsächliche Ereignisse widerspiegeln oder völlig frei erfundende
  2. Tagträume wirken! Sie sind Teil der Wirklichkeit

Der Haken beim Tagträumen

Fluffige, heitere, wohlige, schöne Tagträumereien öffnen das Herz und bejahen die Schwangerschaft, das Baby, die Beziehung und, natürlich, die Zukunft, aber, und genau das ist der Haken am Tagträumen, solche mit negativen Gefühlen haben fast immer größere und auch länger andauernde Wirkung – auf den Tagträumer ebenso, wie aufs Baby! Und mittelbar natürlich auch auf alle(s) drum herum.

Nervige Tagträume, solche, die sich regelrecht aufdrängen und immer wieder von vorne anfangen, sind meist mit Ärger und/oder Angst verbunden. Das ist auch der Grund, warum sie sich selten einfach abschütteln lassen. Wenn man sich beispielsweise vom Chef ungerecht behandelt fühlt, kommt es oft dazu, dass man ihm gedanklich und während vieler Tagträumereien mächtig die Meinung geigt – halt leider nur in Gedanken.

Was hat das jetzt mit Ihrem Baby im Bauch zu tun? Alles!

Gefühle bilden sich über Hormone auch im Blutbild ab und nehmen auf diese Weise Einfluss auf Ihr Baby im Bauch. Das gilt für positive wie negative Tagträume bzw. den damit verbundenen Gefühlen und ist gar nichts Tragisches. Schwierig sind aber nervige Endlostagträumereien, die sich über lange Schleifen über Stunden und Tage in Ihrem Kopf fortsetzen, bzw. immer wieder von vorne anfangen. Vor allem in den ersten Monaten der Kindsentwicklung im Bauch kann das ein Problem sein, in der Zeit, in der sich das limbische System Ihres Babys herausbildet, das nur mit Gefühlen zu tun hat und nicht mit Sprache.

Was machen mit nervigen Tagträumen?

Haben Sie schon mal über eine Strategie nachgedacht, wie Sie mit solchen nervigen Tagträumerein umgehen? Es lohnt sich – für Sie selbst, für Ihr Baby, für Ihre Partnerschaft und für alle um sie herum – wenn Sie sich ein paar Werkzeuge zurecht legen, die Ihnen entweder dabei helfen, sich von solchen Gefühlen zu lösen, oder, das geht auch, sie über einen gewissen Zeitraum mit positiven Gefühlen beschäftigt sein lassen.

Nehmen Sie sich Zeit für sich! Pflegen Sie nicht nur Ihren Körper, sondern auch Ihre Gefühle und Ihren Geist. Treiben Sie Sport und rennen Sie sich, wenn Sie wollen, Ihren Zorn aus dem Bauch – das ist viel besser, als ihn in Ihrem Kopf kreisen zu lassen. Nehmen Sie sich Zeit mit Ihrem Partner und erzählen Sie ihm Ihren Kummer oder was Sie wütend macht. Nehmen Sie sich Zeit für Ihr Tagebuch und notieren Sie sich, was Ihnen heute an Positivem begegnet ist.

Es gibt tausend Möglichkeiten, sich immer wieder positiv einzustimmen – sie zu kennen, ist nicht so wichtig, wenigstens eine davon tatsächlich anzuwenden schon, denn spätestens seit Ihrer (ersten) Schwangerschaft geht es nicht mehr nur um Sie …

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