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Wir-Zeit

Foto einer auf dem Rücken liegenden Schwangeren © Hannes Eichinger - Fotolia.com

Ich weiß nicht, wie das bei Ihnen war, aber vielleicht waren Sie auch mal (während der Pubertät?) mit der Einsicht konfrontiert, gar nicht die/der oder so zu sein, der oder die Sie dachten? Auf irgend eine Weise haben, glaube ich, ziemlich viele Menschen – früher oder später – diese Erkenntnis!

Manchmal möchte man annehmen, „wir” kämen mit einem bestimmten Auftrag in diese Welt und würden uns dessen plötzlich wieder bewusst.

Allerdings wissen wir natürlich noch lange nicht, was für ein Auftrag das ist – oder sein könnte. Wir fühlen nur: es ist Zeit, die Spur zu wechseln.

Irgendwie fühlt es sich vielleicht an, als hätten wir etwas vergessen …

Als Eltern wird eines der größten Probleme darin liegen, immer Ihr Kind zu sehen – nicht das, was Sie für Ihr Kind halten! Nicht das, wie es sein sollte und auch nicht das, wie es nicht sein sollte. Das Wesen Ihres Kindes ist vollkommen – Ihres übrigens auch.

Wenn Sie durch die kulturelle Brille schauen, wenn Sie versuchen werden, Ihr Kind in eine Rolle zu drängen, von der Sie glauben, sie wäre die beste für Ihr Kind, wird das genau dazu führen, dass es sich selbst vergisst und früher oder später an den Punkt kommt, an dem es sich sagt: So bin ich eigentlich gar nicht – und so will ich auch nicht sein!

Es kommt darauf an, mit den Augen der Liebe zu betrachten!

Ihr Kind muss sich entwickeln und sich als Wesen in dieser Welt entfalten. Es muss lernen – und wird ein paar Fehler machen. Aber es wird auf seinem Weg sein. Auf seinem! Sie sind auf Ihrem. Sie gehen ein Stück weit miteinander: mit Ihrem Kind, mit Ihrem Partner, mit Ihren Freunden. Aber jeder ist auf seinem eigenen Weg in der eigenen Entfaltung.

Die Kunst wird darin liegen, zu wissen, wann Sie bei Ihrem Kind eingreifen müssen und wann nicht – und das geht nur, wenn man mit den Augen der Liebe schaut.

Mein Tagebuchtipp:
Mit den Augen der Liebe schauen.

Man kann üben, das eigene Kind mit den Augen der Liebe zu betrachten und damit beginnt man am besten schon in der Schwangerschaft!

Nehmen Sie sich eine regelmäßige Auszeit und schnappen Sie sich Ihr Tagebuch. Machen Sie es sich bequem und entspannen Sie sich. Streicheln Sie ein bisschen über Ihren Bauch und lassen Sie Ihre Gedanken um Ihr Baby kreisen. Lassen Sie sich fallen – ich bin ziemlich sicher, dass Sie schon sehr bald damit beginnen, mit Ihrem Baby zu sprechen. Fragen Sie Ihr Baby, ob Sie ein bisschen miteinander reden können – und dann fragen sie, warum es in dieses Leben kommen will. Lassen Sie diesem Gespräch seinen Lauf …

Kommen Sie nach zwanzig, dreißig Minuten „wieder zurück” und notieren Sie, woran Sie sich erinnern können.

Wenn Sie diese Übung ein paar Mal gemacht haben, werden Sie sehen, dass ihr Baby vielleicht klare Vorstellungen davon hat, was es in diesem Leben will. Lernen Sie, Ihrem Baby zuzuhören, so lange es noch nicht vergessen hat!

PS: Wirklich grandios ist es, wenn Sie diese Übung gleichzeitig mit Ihrem Partner machen – und dann vergleichen! Anfangs wird das wahrscheinlich ein bischen komisch sein. Bleiben Sie dran! Es wird nicht allzu lange dauern, bis sie Übereinstimmungen finden! Aber selbst wenn nicht, eine solche regelmäßige „Wir-Zeit” hat definitiv positive Auswirkungen sowohl auf die Gehirnentwicklung Ihres noch ungeborenen Babys als auch auf Ihre Beziehung! Kann es etwas besseres geben?

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