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Es ist so weit

Neugeborenes auf der Brust der Mama: Quelle: Fotolia.de

Teil 1: Sein oder Tun?

Manchmal ist es die erste Wehe, ein anderes Mal das Platzen der Fruchtblase – was auch immer es ist, es ist das Signal, dass es los geht. Es ruft, vielleicht leise, vielleicht laut: „Es ist so weit!”

Wenn es nicht schon lange davor passiert ist, denn treffen Sie jetzt, in diesem Moment, bewusst oder unbewusst, eine Entscheidung darüber, ob Sie Kontrolle haben, oder nicht: Über die Wehen, die Geburtsentwicklung, die Geburt und die ersten Augenblicke danach … eigentlich über alles!

Wo Sie Ihr Kind zur Welt bringen werden, ist ziemlich nebensächlich. Gehen wir einfach mal davon aus, Sie haben vor, Ihr Kind in der Klinik zu bekommen, dann packen Sie Ihre Sachen zusammen (falls das nicht schon vorher geschehen war), rufen ein Taxi (wenn nicht Ihr Mann Sie fährt und/oder begleitet), fahren zur Klinik, melden sich an, bekommen Ihr Bett und haben Zugang zum Kreißsaal.

Werden Sie es sich schwer machen?

Werden Sie sich darauf konzentrieren, was zu tun ist oder darauf, was Sie sind? Für die Geburtsentwicklung ist das die vielleicht wichtigste Entscheidung!

Werden Sie Ihre Aufmerksamkeit darauf richten, ob Sie richtig atmen oder die richtige Geburtshaltung einnehmen? Werden Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Anzeichen von Verspannung und/oder Angst richten, um schnell wieder zu entspannen – so dass das denn geht? Wollen Sie unbedingt darauf achten, nur ja keinen Kaiserschnitt zu bekommen oder alles richtig zu machen, um nur ja ein schönes Geburtserlebnis zu haben?

Wenn ja: Schade! Sie sind auf dem besten Weg, es sich schwer zu machen!

Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, was das, was Sie tun, verursacht?

Ausgangspunkt jeder Handlung ist immer ein Sein:

  • Sie schreien vielleicht herum – weil Sie zornig sind.
  • Sie streicheln Ihr Baby – weil Sie gerade total von ihm hingerissen sind.
  • Sie schauen Ihrem Partner zärtlich in die Augen – weil Sie gerade richtig verliebt sind.

Bezogen auf die Geburt bedeutet das:

  • Sie sind entspannt, weil Sie glücklich sind oder
  • Sie sind angespannt, weil Sie ängstlich oder unsicher sind.

Glück oder Aufwand

Das Problem dabei ist, dass wir kulturell und in der Folge davon über eigene Erfahrungen „gelernt” haben, in ein Sein nur über Glück (= Zufall oder Schicksal) oder ein Tun zu gelangen, also einen Preis zu bezahlen – in etwa so:

Wenn ich Glück, habe ich ein tolles Geburtserlebnis, wenn nicht, muss ich wenigstens richtig atmen und gucken, möglichst entspannt zu sein, damit sich ein schönes Geburtserlebnis einstellen kann – wenn’s halt blöd läuft, reißt es mitten drin ab und ich krieg einen Kaiserschnitt.

Mit Verlaub: Das ist bullshit!

Aber darüber schreibe ich beim nächsten Mal 😉

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