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Der Wehenschmerz

Schwangere mit schmerzverzerrtem Gesicht von einer Wehe überrascht (Bildquelle: Fotolia.de)

Vor ein paar Wochen hatte ich folgendes Statement bei Facebook abgesetzt:

Wie ich es auch drehe und wende, ich sehe keine physische Grundlage für die tief drinnensitzende Überzeugung, dass Geburten schmerzhaft sind … eher glaube ich, dass die dann schmerzhaft erlebte Geburtsentwicklung mehr mit selbsterfüllender Prophezeiung zu tun hat.

Eigentlich war das viel mehr ein Stoßseufzer, denn Provokation, aber schon auch ein Versuch, einmal eine Diskussion darüber anzuregen, ob nicht auch etwas anderes denkbar ist, als eine Geburt unter Schmerzen.

Natürlich war zu erwarten, dass es Kommentare im Sinne von: „So was kann doch nur von einem Mann kommen!” geben würde – und, die gab es natürlich auch. Dennoch fand ich am Ende interessant, dass

  1. viele Frauen ganz offensichtlich ein Problem damit haben, ein bestimmtes, vor allem kulturell geprägtes Denken, wenigstens in Frage zu stellen (warum eigentlich?), und
  2. immerhin dieses Mal schon zwei Frauen innerhalb dieses Facebook-Kreises Erfahrungen mit HypnoBirthing gemacht haben und bestätigen konnten, dass die Sache mit dem Wehenschmerz tatsächlich nicht in Stein gemeiselt ist.

Zunächst mal: schon die Frage, was Schmerz eigentlich ist, ist alles andere als einfach zu beantworten. Schon auch, weil es je nach Blickrichtung etwas anderes bedeutet. Für einen Biologen meint Schmerz etwas anderes, als für einen Psychologen, für einen Hirnforscher meint es wieder etwas anderes und für Mediziner oder Pharmazeuten sowieso.

Dazu kommt, dass Schmerzempfinden etwas Individuelles ist. So gesehen ist doch wenigstens denkbar, im Jahr 2012 auf die Frage, ob sich eine Geburt auch ohne Wehenschmerz vorstellen lässt, andere Antworten zu bekommen, als meinetwegen 1955. Und, ja! Eine Geburt ohne Wehenschmerz ist absolut denkbar! Selbstverständlich ohne Medikamente, Kaiserschnitt oder PDA!

Selbst die Frage, wo etwas weh tut, ist missverständlich – denken Sie nur an den sogenannten Phantomschmerz: da kann einem die Hand schmerzen, die man vor Jahren bei einem Unfall verloren hat … Wenn einem also etwas weh tun kann, was man gar nicht hat, dann ist auch das Umgekehrte vorstellbar: Das einem etwas nicht weh tut, was sonst immer weh getan hat.

Wenn wir darüber hinaus noch die Erkenntnisse der Bioenergetiker, und die der energetischen Psychologen dazu holen, kommen wir sogar auf einen gewissen Grad an Gewissheit, dass das möglich ist.

Nach der eingangs erwähnten Diskussion bei Facebook habe ich mich auf den Weg gemacht, um mir das genauer anzuschauen – darüber morgen mehr 😉

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