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Jeder macht einen Unterschied

Bäuchlings schlafendes Babyauf rosa Decke mit weißer Wollmütze (Bildquelle: Fotolia.de)

Wir Menschen sind nicht gleich. Babys auch nicht. Nicht mal eineiige Zwillinge. Tiere sind auch nicht gleich. Blumen auch nicht. Nicht mal Steine. Ganz offensichtlich beruht die Natur, das Leben, auf Einzigartigkeit. Auf Individualität. Ist es da nicht erstaunlich, dass so viele Menschen trotzdem eine so starke Neigung haben, alles gleich zu machen? Oder das, was nicht gleich ist, entweder anzuhimmeln oder zu verwerfen?

Immer noch tun sich viele Menschen schwer, Menschen einer anderen Hautfarbe, einer anderen Kultur oder Religion zu integrieren. Und mehr noch Menschen, die anders als der Durchschnitt in die Welt (ge- ) kommen (sind): Wie beispielsweise Menschen mit Down-Syndrom.

Das Interessante ist doch, dass jeder Mensch, so wie er ist, in der Welt und für die Welt einen Unterschied macht. Da wir nicht gleich sind, macht jeder einzelne Mensch, jedes einzelne Lebewesen einen anderen Unterschied. Einen, den nur dieses Lebewesen, dieser Mensch machen kann, kein anderer. Es ist ganz offensichtlich: Jedes Lebewesen soll durch seine Einzigartigkeit einen spezifischen Unterschied machen – das ist der Grund, warum jedes einzelne Lebewesen in dieser Welt ist.

Bei einer Veranstaltung sagte einmal eine mir sehr teure, leider schon verstorbene Freundin:

„Wir müssen uns an den Punkt entwickeln, an dem wir über einen anderen sagen: der ist so. Nicht in der Weise von na ja, der ist halt so sondern voller Respekt und Neugier auf dieses Anders-sein und im Bestreben, sich mit diesem Anders-sein auszutauschen. Auf Augenhöhe.”

Heute ist Welt-Down-Syndrom-Tag … Glauben Sie es oder nicht, Menschen mit Down-Syndrom sind nicht deshalb anders, weil wir einen Weg gefunden haben, ihr offensichtliches Anders-sein mit einem Wort zu belegen (Aha: Downsyndrom) und eine scheinbare Ursache damit zu verknüpfen (ja klar, Gendefekt). Menschen mit Down-Syndrom sind in dieser Welt, weil sie nur auf diese Weise das geben können, was sie uns und dieser Welt geben können und wollen. Und sie geben, was sie zu geben haben! Vorbehaltlos und zur Gänze. Weil es ein Teil ihres Anders-seins ist. Sie sind nicht in diese Welt gekommen, um uns zu zeigen, wie ein Down-Syndrom entsteht und welche Wirkungen das hat. Sie sind gekommen um uns das zu geben, wonach wir so sehr hungern: Liebe. Vorbehaltslos und ganz.

Jedes Kind ist etwas ganz besonderes. Ohne Ausnahme. Wie Juwelen. Und Kinder mit Downsyndrom sind diese ganz seltenen Juwelen. Sie kommen nicht um des Mitleids wegen, sondern um ihres ganz besonderen Strahlens wegen.

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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