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Negative Erwartungen

Auf dem Rücken dösende Schwangere (Bildquelle: Fotolia.de)

In meinem letzten Artikel stellte ich am Ende folgende Frage: „Woher kommt eigentlich bei vielen Frauen die Angst vor der Geburt?” Was meinen Sie? Woher kommt diese Angst? Haben oder hatten Sie welche?

Ängste sind ein sehr umfangreiches Thema und Angst vor der Geburt sowieso. Tatsächlich lassen sich Ängste auf körperliche Ursachen ebenso zurückführen, wie auf emotionale und spirituelle.

Unser Verdauungssystem beispielsweise kann durch Blähungen über das Zwerchfell einen Druck auf das Herz ausüben und auf diese Weise eine Angstempfindung auslösen – und ballaststoffreiches oder sehr fettes Essen, oder auch hastiges essen, kann vor allem während der Schwangerschaft solche Blähungen auslösen.

Für Erstgebärende spielt sicher auch die Ungewissheit darüber eine Rolle, was bei der Geburt auf sie zukommt. Man hört dieses und liest jenes und irgendwie scheint sich das Gesamtbild nach und nach zu verdüstern. Es gab schon Untersuchungen zu der Frage, warum Zeitungen nur selten Postives berichten. Ergebnis: Einfach deshalb, weil Menschen sich mehr für Negatives interessieren! Der Ruf des Unbekannten ist nicht für jede ein Lockruf, sondern eher ein Alarm, sich auf Schlimmes einzustellen.

Bei allen Vorstellungen spielt die Erwartungshaltung eine große Rolle: Je klarer die Erwartungshaltung und je stärker das dazugehörige Gefühl, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Erwartung manifestiert. Das weiß, glaube ich, jeder und so lange man sich selbst seine Erwartungen ausgesucht hat, ist das ist der einfache Teil des Ganzen.

Viel schwieriger ist es, sich von negativen Vorstellungen zu lösen, die man sich nicht bewusst ausgesucht hat – von dunklen Ahnungen und Ängsten also, die einfach da sind. Sagen Sie mal Ihrem Kind, es brauche keine Angst zu haben … das können Sie sich auch sparen – und glauben Sie, wir Erwachsene sind anders? Viele Frauen bedrückt zum Beispiel der Gedanke, nicht vaginal gebären zu können und Ihr Kind statt dessen per Kaiserschnitt geholt werden muss – wie löst man sich von dieser Vorstellung? Durch Wissen etwa?

Statistisch betrachtet haben Kinder, die per Kaiserschnitt geboren wurden, häufiger Asthma als vaginal geborene. Das ist eine Tatsache. Wird dieses Wissen einer Frau dabei helfen, Ihre Furcht davor, nicht vaginal gebären zu können, lindern? Eher im Gegenteil. Und wenn ich dieser Frau jetzt sage, dass das Problem bei allen Statistiken darin liegt, dass sie zeitlich nur in eine Richtung empirisch sind – folglich also niemand sagen kann, ob diese Kinder aus der Kaiserschnittgruppe nicht jedem Fall Asthma bekommen hätten, Kaiserschnitt hin oder her – würde das diese Frauen beruhigen? Eher nicht! Nur selten lässt sich eine innere Furcht durch Wissen besiegen!

Negative Vorstellungen, die tief im Inneren liegen, haben eine spirituelle Ursache und lassen sich manchmal überhaupt nicht lindern! Da muss man nicht drum rum reden, das ist so! Das einzige, was sich machen lässt, ist, sie anzunehmen und das Beste draus zu machen! Bereiten Sie Ihren Körper auf die Geburt vor, lernen Sie, richtig zu atmen, lernen Sie, mit positiven Bildern Kontakt zu halten – und ansonsten akzeptieren Sie, dass die Zukunft ungewiss ist. Alles wird gut … 🙂

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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