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Streben nach Glück

Schwangere, die Wäsche in den Wäschekorb wirft (Bildquelle: Fotolia.de)

Anfang letzter Woche gingen mehrfach Meldungen durch die unterschiedlichsten Medien, dass heute Kinder immer häufiger unehelich zur Welt kommen. Demnach mehr als verdoppelte sich die Anzahl unehelicher Geburten in den letzten 20 Jahren. Ist das nun gut oder schlecht?

Die Ärztezeitung schrieb Anfang August, dass das Durchschnittsalter der Frauen, die in Nordrhein-Westfahlen ihr erstes Kind zur Welt gebracht hatten, bei 28,5 Jahren lag. Und ist das jetzt gut oder schlecht?

Die Gesellschaft ändert sich. Und immer haben Veränderungen ihr Gutes und ihr weniger Gutes. Aber ist es nicht wunderbar, dass die Natur es so eingerichtet hat, dass hier sehr große Flexibilität möglich ist?

Es ist ganz offensichtlich, dass die Natur Antworten auf gesundheitliche, ernährungsbedingte, kulturelle und spirituelle Veränderungen wenn nicht gewollt, so doch wenigstens ermöglicht hat: Den Höhepunkt der Zeugungsfähigkeit zum Beispiel erreichen Männer schon zwischen ihrem 16. und 18. Lebensjahr und wenn Sie sich für einen Moment lang vorstellen, dass es Zeiten gab, in denen Menschen Mitte dreißig starben, war das eine gute Sache, um das Überleben der Menschheit zu sichern. Aber wer wollte heute in unserer hochkomplexen und extrem schnelllebigen Zeit Väter, die kaum erwachsen sind?

Und es ist sicher richtig, dass der weibliche Körper Geburten leichter bewältigt, wenn er zwischen 18 und 25 Jahre alt ist. Wenn man sich aber vor Augen führt, dass mehr Paarbeziehungen scheitern als, wie in früheren Tagen üblich, lebenslänglich fortzudauern, ist es da nicht absolut wünschenswert, wenn eine Frau nicht zuerst dafür Sorge trägt, dass Sie nicht nur ihr(e) Kind(er) groß kriegt, sondern dabei nicht auch gleichzeitig auf der Strecke bleibt? Es ist also gut, dass die Natur dafür gesorgt hat, dass Frauen auch noch Kinder bekommen können, wenn sie schon viel älter sind als zwanzig.

Ich kann, ehrlich gesagt, den süffisanten Unterton nicht nachvollziehen, wenn es in Foren heißt, heutzutage müssten ja die Frauen erst noch sich selbst verwirklichen, statt Kinder zu kriegen. Tatsächlich ist es doch wohl so, dass jeder von uns, Männer, Frauen, ältere und jüngere nach Glück streben. Wir tun das, von dem wir glauben, dass es uns glücklich macht. Wir tun das alle! Immer!

Eine Frau, die sich dazu entscheidet, mit einem Kind erst mal noch zu warten und lieber so zu leben, wie sie es gerade tut, entscheidet sich dazu, weil sie glaubt, dass sie so im Augenblick glücklicher ist. Und eine andere Frau, die unbedingt jetzt ein Kind haben will, auch! Es ist das gleiche  Streben nach Glück, nur wählt sich jede für ihr Glück einen jeweils anderen Weg. Und keine(r) von beiden ist besser als der andere.

Mir gefällt es außerordentlich gut, dass Frauen ganz selbstverständlich heute mehr Lebens-Optionen haben, als Hausfrau und Mutter zu sein, wobei ich ausdrücklich betonen möchte, dass Hausfrau und Mutter zu sein eine absolut gleichwertige Option ist! Jedem das Seine … 🙂

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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