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Mikronährstoffe Teil 2: Eisen

Grafik des Eisenmetabolismus

Folsäure war das Thema des letzten Artikels – heute ist Eisen das Thema. Wussten Sie, dass die Hälfte aller Frauen zum Zeitpunkt der Empfängnis einen Eisenmangel haben? Ist tatsächlich so.

Der tägliche Bedarf an Eisen liegt bei ca. 10 mg – sind Sie schwanger geworden, brauchen Sie aber gleich so um die 30 mg …

Eisenmangel erhöht sofort das Risiko einer Fehlgeburt, weil der Körper mehr Blut bilden muss, als er kann. Im Gegensatz zu Folsäure jedoch, das vor allem während der ersten Wochen der Schwangerschaft am meisten gebraucht wird, steigt der Bedarf an Eisen langsamer an, da sich die Plazenta und der Embryo Schritt für Schritt entwickeln.

Und doch kann es sein, dass die Unterversorgung mit Eisen erst mal unentdeckt bleibt!

Das hat damit zu tun, dass der Körper einen Eisenspeicher hat. Etwa drei bis fünf Gramm. Wenn Sie zu wenig Eisen aufnehmen, wird erst mal dieser Speicher leer geräumt. Jetzt kommt der Haken an der Sache: Ein einfacher Bluttest wird nur zeigen, dass im Blut genügend Eisen zirkuliert, sagt aber nichts über den Zustand des Eisenspeichers. Sie könnten also längst den Eisenspeicher bedrohlich leergeräumt haben, obwohl der Bluttest zeigt, alles sei in Ordnung. Bei Ihrem Gynäkologen sollten Sie auf jeden Fall Ihren Eisenspeicher messen lassen – mit einem Serum-Ferritin-Test.

Hier das Problem: Das Eisen, dass bei der Verdauung im Darm freigesetzt wird, kann nur zu 10 % verwertbar ins Blut übernommen werden – alles weitere verlässt den Körper wieder. Das bedeutet, dass der Körper, wenn der Eisenspeicher leer ist, nicht so rasend schnell Eisen aufnehmen und einlagern kann, als er müsste, um mit der vermehrten Blutbildung nachzukommen. Eine mögliche Folge wäre zum Beispiel eine zu kleine Plazenta. Oder sogar eine Fehlgeburt. Sie müssen also dafür sorgen, dass die Eisenspeicher nicht leer werden.

In der Regel werden bei Bedarf Eisenpräparate gegeben, die aber nicht immer gut vertragen werden. Manchmal hilft es, der Übelkeit oder dem Schwindel, die gelegentlich als Nebenwirkungen auftreten, beizukommen, in dem man das Präparat zusammen mit einer ballaststoffreichen Mahlzeit oder vor dem Schlafengehen einnimmt.

Übrigens: Immer wieder gibt es von Seiten der Hebammen Einwände gegen ein Eisenpräparat, es hat sich aber gezeigt, dass Zugaben von unter 100mg relativ ohne Nebenwirkungen genommen werden können.

Übrigens – wenn Sie Apfelsinen während Ihrer Schwangerschaft vertragen: Ein Glas Orangensaft zum Essen hilft, das Eisen aus der Nahrung besser aufzunehmen.

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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