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Vielleicht ist Bauchtanzen ‚was für Sie?

Bauchtanzende Schwangere (Bildquelle: Fotolia.de)

Auf den Ursprung des Bauchtanzens hatte ich schon einmal hingewiesen:

Im alten Orient kamen die Frauen anlässlich einer Geburt zusammen und suchten den Kontakt zu der inneren Musik, zum Rythmus des Lebens, der sich auch in den Bewegungen des Körpers beim Gebären zum Ausdruck bringt. So umkreisten die Helferinnen die Kreißende mit tänzerischen Bewegungen, auf die sie sich in ihrer Intuition einließen – aus zwei Gründen: Zum einen, weil sie diesem Rythmus, dieser inneren Musik und den eigenen Geburtserfahrungen folgten, zum anderen, um die Kreißende zu animieren und inspirieren, sich ähnlich zu bewegen und zu entspannen, so dass sie sich immer mehr auf ihren eigenen Körper, auf ihre eigenen Bewegungsmuster einlassen und ihr Kind zur Welt bringen konnte … im Rythmus der Musik.

Das genau war der Ursprung einer Bewegungsform, die sich über die Jahrhunderte verselbstständigte, Trommeln und andere Instrumente dazu holte und zu dem wurde, was heute als Raqs Sharki, die erste Wiege des Lebens – oder als Bauchtanz bekannt wurde. 

Aus: Leben ist Tanz – Leben schenken auch!

Wenn man sich mal von der überlicherweise dargebotenen Form des Bauchtanzens löst und sich einfach nur die Bewegungen des Beckens selbst betrachtet, ist der Zusammenhang mit dem Gebären gar nicht zu übersehen. Bauchtanzbewegungen – oder sollte man besser von Hüftschwingen sprechen? – ergeben so viel Sinn, dass man sich ganz von selbst fragt, warum diese Form des Gebärens nicht viel verbreiteter ist.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es seine Zeit braucht, zu lernen, sich so zu bewegen – vor allem, sich so entspannt zu bewegen. Deshalb glaube ich auch, dass es eine hervorragende Idee ist, so früh wie möglich in der Schwangerschaft damit zu beginnen. Darüber hinaus macht es sicher Spaß, Sie treiben Sport und tun damit etwas für Ihr Wohlbefinden.

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Bauchtanz-Videos zur Geburtsvorbereitung, so dass es da Auswahl gibt. Heute bin ich über eines gestoßen von Elisa Llamido, die ihr Kind in vier Stunden zu Welt brachte.

Der Punkt beim Bauchtanzen während oder zu den Wehen ist: Zum einen hilft es, sich zu fokusieren, sich auszurichten. Man hat eine Aufgabe, man hat einen Plan und man hat eine Reihe von Ideen, die man gerne durchführen möchte. Man hat nicht nur eine Bewegung, die man machen kann, sondern viele. Wenn man seine Position verändern muss, sagen wir in die Hocke gehen, kann man diese Bewegung machen, wenn man, sagen wir in den Vierfüßlerstand gehen möchte, kann man jene Bewegung machen.

Elisa Llamido

Das Video oben rechts zeigt Elisa Llamido bei der Geburt ihres Sohnes.

Ich dachte, vielleicht ist Bauchtanzen ‚was für Sie? 🙂

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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