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„Schlecht“, Geschlecht, Scham und Scheide

Junge Schwangere, die von ihrem Partner geküsst wird (Bildquelle: Fotolia.de)

Ist es nicht erstaunlich, welche Wörter wir für unsere Sexualität und -organe in unserer Kultur hervorgebracht haben? Wir haben ein Geschlechtsteil – als ob es ein schlechtes Teil wäre. Noch dazu ein Teil – abgetrennt vom Ganzen.

Frauen haben Schamlippen – als ob sie sich dafür schämen müssten … oder sollten? Immerhin gestattet ihnen unsere Sprache einen Venushügel, aber schon wenn es um die Pforten der weiblichen Lust geht, verwissenschaftlicht, reduziert und desensibilisiert unsere Sprache das Ganze auf Scheide oder, noch schlimmer: Scheidenvorhof. Ab und an sprechen wir auch vornehm von der Vagina … wunderbar neutral …

Bild der Gewürzvanille im Blütenstand

Der Vanille werden verschiedene medizinische Wirkungen zugeschrieben – auch die, zu verführen

Immerhin entstammt der Begriff Scheide dem lateinischen Vagina, was zum einen die Schwertscheide ist, genauer der Wulst um den oberen Teil des Schafts herum, zum anderen aber verwandt ist mit der Vanille, die widerum, wenn Sie sich das nebenstehende Bild betrachten, eine erstaunliche Ähnlichkeit mit der Klitoris hat. Und nebenbei bemerkt, wenn sie medizinische Lehrbücher in die Hand nehmen, die schon, sagen wir älter als zwanzig Jahre sind, werden sie häufig feststellen, dass die Klitoris darin gar nicht vorkommt. Upps …

Machen wir uns nichts vor: unsere westliche Kultur ist sexualfeindlich, und je mehr sich Nacktheit über Titelseiten, Magazine, Werbung und Pornoindustrie verbreitet, desto mehr laufen wir Gefahr, Intimität und Erotik zu verlieren.

Die Erotik (altgr. eros ,Liebe’) bezeichnet ursprünglich die sinnlich-geistige Zuneigung, die ein Mensch einem anderen entgegenbringt. Sie wird von Sexualität und Liebe insofern unterschieden, als Sex die trieb- und körpergesteuerte, Liebe die emotional-seelische und die Erotik die psychologisch-geistige Anziehung zu einer anderen Person bezeichnet.

Wikipedia.de ->

Und sind Sinnlichkeit und Intimität nicht ganz eng verwandt mit wunderbaren Geburtserlebnissen? Und zwar in jedem möglichen Sinne?

Im Taoismus, s0 habe ich kürzlich gelesen, besteht die Vorstellung, dass die Angst, sich zu öffnen und das Bedürfnis, sich zu verbergen, in den Labien, den Schamlippen also, feststecken. Die Klitoris speichert Nervosität, Misstrauen, Ungeduld und Anspannung. Was für eine erstaunliche Idee! Es erzählt eine Menge darüber, warum Geburten so häufig von so vielen Frauen als schmerzhaft erfahren wird.

Wenn man diese Idee des Taoismus mit den Erkenntnissen der energetischen Psychologie zusammenbringt, sich also klar macht, dass sich sexuelle Traumatas der Vorfahren auch transgenerational vererben, mithin sich in uns gespeichert haben, wird klar, was das Problem ist: Es ist das gegeneinanderwirken der biologischen Kraft einerseits, das Kind bei der Geburt auszutreiben und den geerbten Mustern des sich Verschließens und nicht öffnen wollens andererseits.

Lassen Sie diesen Gedanken mal ein bisschen sacken – er bedeutet, dass es möglich ist, ein schmerzfreies und wunderbares Geburtserlebnis zu haben! Ja, es ist sogar möglich, ein absolut lustvolles Geburtserlebnis zu haben.

Nur leider gibt es dafür keine Garantie!

Frauen, die in ihrer Vererbung entspannte Sexualität und Aufgeschlossenheit mitbekommen haben, werden die Geburt ganz sicher entspannter und offener annehmen und erleben. Sie müssen ja nichts tun, außer sich selbst zu sein.

Bei Frauen, die in ihrer Veranlagung eher gegenteilig eingestellt sind, spielt die Geburtsvorbereitung eine wirklich entscheidende Rolle. Auch wenn es sicher viele Scharlatane gibt, die EFT, Emotional Freedom Technique, anbieten, so ist diese Technik mittlerweile doch schon recht gut entwickelt. Fragen Sie Ihre Hebamme nach Klopftechniken. Durch Klopfen, oder Massieren an den entscheidenden Akupunkturstellen, lassen sich durchaus viele leichtere Blockaden lösen. Bei schwerwiegenderen Blockaden sollten Sie einen Psychotherapeuten aufsuchen, der EFT anbietet. Und, nein, Sie sind nicht geisteskrank, wenn Sie einen Psychotherapeuten aufsuchen – sie haben nur tiefsitzende Blockaden, die sich lösen lassen! Bedenken Sie: Ein Training hier kann nicht nur Ihnen dabei helfen, ein wunderbares Geburtserlebnis zu haben. Es kann auch dabei helfen, diese Linie des Verspannens und sich Verschließens zu unterbrechen und nicht an ihre Kinder weiterzugeben. Wäre es das nicht wert?

Neben EFT kann auch Tiefenentspannung helfen, diese epigenetische Vererbung aufzulösen, aber dazu ein andermal … 🙂

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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