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Resonanz und Vergessen nach Fehlgeburt

Schwangeres Bäuchlein bei der Ultraschalluntersuchung (Bildquelle: Fotolia.de)

Wenn Frauen schon eine Fehlgeburt hatten, schreibt man ihnen einen Risikofaktor für die folgende Schwangerschaft zu. Hatten Sie zwei Fehlgeburten, wächst dieser Risikofaktor. Was ich von Statistiken halte, habe ich an dieser Stelle schon mehrfach zum Ausdruck gebracht, muss ich also nicht wiederholen. Trotzdem scheint mir ein Blick auf dieses Fehlgeburtsrisiko (nach der ersten Fehlgeburt etwa 20 Prozent, nach der zweiten etwa 30 Prozent Wahrscheinlichkeit für eine weitere Fehlgeburt) lohnend.

Schon mal was von Viktimologie gehört? Es ist das Fachwort für Opferforschung. Die Viktimologie bringt immer wieder erstaunliche Daten ans Licht: Wussten Sie, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Vergewaltigungsopfer dramatisch steigt, ein zweites Mal Opfer einer Vergewaltigung zu werden? Diese Wahrscheinlichkeit ist deutlich höher als für irgendeinen Menschen jemals Opfer zu werden. Erstaunlich nicht wahr? Sehen Sie die Parallele zu Fehlgeburten?

Der Mechanismus, der zwei negative, gleichartige Ereignisse zusammen bringt, sind intensive Gefühle in Kombination mit klaren Vorstellungen. Die Wirkung ist eine stärkere Anziehungskraft auf eben dieses gleichartige Ereignis. Das Prinzip, das hier am Wirken ist, nennt man im spirituellen Bereich „Resonanz“. Man könnte auch sagen:

Mein Unterbewusstsein kennt das Wort „nicht” nicht.

Wenn ein starkes Gefühl mit einer klaren Vorstellung ständig innerlich wiederholt wird, und das genau macht man ja, wenn man versucht, dieses Ereignis innerlich zu verarbeiten, entwickelt sich eine Anziehungskraft für eben dieses Ereignis. So bescheuert das klingt, aber es wirkt wie eine Bitte an das Unterbewusstsein, das Ganze noch einmal erleben zu wollen

Es stellt sich also die Frage, wie man ein negatives Ereignis wie eine Fehlgeburt, abschüttelt.

Prinzipiell ist das gar nicht so einfach, denn unser Gehirn, unsere Maschine, ist eher darauf ausgerichtet, Assoziationen zu bilden, als Dissoziationen – es lernt leichter, als dass es verlernt.

Wenn Sie schon mal eine Fehlgeburt hatten und jetzt wieder schwanger sind, sollten Sie auf jeden Fall eine Geburtsvorbereitung machen – eine, die Ihnen dabei helfen wird, Schwangerschaft und Geburt in Ihnen positiv zu besetzen. Klopfen könnte helfen, oder Hypnose. Oder ein Coaching.

In jedem Fall ist es ein leicht lösbares Problem, wenn Sie die Opferrolle verlassen, statt einfach nur zu hoffen … 🙂

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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