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Glück, Pech, Verantwortung und Schuld

In Flauschedecken eingehülltes, schlafendes Neugeborenes (Bildquelle: Fotolia.de)

Eine Frau trinkt während ihrer gesamten Schwangerschaft Alkohol. Nicht viel, nicht mehr jedenfalls als sonst auch. „Was man so alles liest,” denkt sie, „… das meiste ist doch eh nur Quatsch – ich trinke nicht mehr als alle anderen auch, also was soll schon passieren? Ich glaube das alles nicht.” Am Ende wird sie von einem gesunden Jungen entbunden, alles bestens. Hat Sie nur Glück gehabt?

Eine andere Frau isst nur Gesundes, trinkt keinen Alkohol, treibt ein bisschen Sport und sorgt für ausreichenden Schlaf … und erleidet eine Fehlgeburt in der Mitte ihrer Schwangerschaft. Hat sie nur Pech gehabt?

Was ich immer wieder zu hören bekomme, ist die Frage, nach der Verantwortung dem ungeborenen Kind gegenüber, so als müsse man das Recht der Selbstbestimmung gegen das Recht eines nicht geborenen Kindes abwägen – eine Situation, in der die Frau immer den Kürzeren zieht! Es ist eine Sache, wenn eine Frau sich selbst dieses oder jenes auferlegt, weil es ihr dabei besser geht, sie dabei ein besseres Gefühl (sich selbst gegenüber) hat. Es ist etwas ganz anderes, wenn man ihr das von außen aufzwingt, nach dem Motto: Du musst das so oder so machen, sonst handelst du veranwortungslos.

Verantwortung bedeutet die Möglichkeit, für die Folgen eigener oder fremder Handlungen Rechenschaft abzulegen. Sie drückt sich darin aus, bereit und fähig zu sein, später Antwort auf mögliche Fragen zu deren Folgen zu geben. Eine Grundvoraussetzung hierfür ist die Fähigkeit zur bewussten Entscheidung. Eine Verantwortung zieht immer eine Verantwortlichkeit nach sich, d. h. dafür Sorge zu tragen, dass die Entwicklung des Verantwortungsbereichs im gewünschten Sinne verläuft.

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„… dass die Entwicklung im gewünschten Sinne verläuft …” als ob eine Schwangerschaft ein Wunschkonzert wäre! Wer kann schon mit Bestimmtheit sagen, in welcher Richtung die Entwicklung einer Schwangerschaft verläuft? Da Sie tatsächlich keinen wirklichen Einfluss auf diesen Verlauf haben, tragen Sie dafür auch keine Verantwortung – es sei denn, Sie wollen teilnehmen an diesem Spiel namens Glück und Pech.

Sie müssen das tun, was Sie für richtig oder falsch halten – und mit dem leben, was sich daraus ergibt. So oder so. Das ist Ihre Verantwortung. Und darin sind wir alle gleich. Vom hl. Paulus heißt es in der Bibel:

… denn ich habe gelernt, ungeachtet aller Umstände glücklich zu sein …

Befreien Sie sich von der lähmenden Angst, vielleicht etwas falsch zu machen und dadurch das Leben Ihres ungeborenen Babys zu gefährden. Konzentrieren Sie sich darauf, was Sie glücklich macht. Hier und jetzt. Achten Sie auf Ihre innere Stimme und lassen Sie dem Leben seinen Lauf. Sie werden sehen: Alles wird gut – auch wenn es vielleicht im ersten Augenblick ganz anders aussieht.

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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