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Träumen Computer? Oder Babies? Oder Ungeborene?

Foto eines auf dem Bauch liegenden, schlafenden Babys (Bildquelle: Fotolia.de)

Einer meiner Jugendfreunde unterrichtet Mathematik und Informatik mit Schwerpunkt Künstliche Intelligenz an einer Uni in Hessen. Mathematiker können eine gewisse Verächtlichkeit gegenüber Psychologen entwickeln, weil ihnen deren Wissenschaft zu wenig mit Wissenschaft zu tun hat, zu unpräzise und daher zu vage ist. Auf meine Frage, ob denn Computer träumen, antwortete mein Freund mit einem (un-?)zweideutigen „selbstverständlich!” … 🙂 Computer, die zu Netzen zusammengeschaltet sind, entwickeln selbst dann immer wieder plötzliche Aktivitäten untereinander, wenn kein Mensch irgendwas an einem der Computer macht. Es ist eines dieser Netzwerkphänomene, die sich so schwierig erklären und noch schwieriger verstehen lassen (falls überhaupt …).

Träumen Babies? Oder Ungeborene?

Die Antwort auf diese Fragen hängt davon ab, was Sie unter „Traum“ verstehen. Wikipedia sagt dazu:

Ein Traum ist eine psychische Aktivität während des Schlafes und wird als besondere Form des Erlebens im Schlaf charakterisiert, das häufig von lebhaften Bildern begleitet und mit intensiven Gefühlen verbunden ist, woran sich der Betroffene nach dem Erwachen meist nur teilweise erinnern kann.

Wikipedia ->

Schlaf wiederum ist ein Zustand äußerer Ruhe. Es ist schwer zu sagen, ob Föten im Bauch schlafen. Noch viel weniger ist es möglich, zu sagen, ob sie träumen. Wie kann man wissen, ob ein Ungeborenes Baby träumt? Weil sich Hirnaktivitäten messen lassen? Weil sich REM-Phasen beweisen lassen? Vielleicht verstehen Sie jetzt, warum ich diesen Artikel mit der Aussagen meines Freundes eröffnet habe, dass Computer träumen , denn in Computernetzen lassen sich, wie schon gesagt, ebenfalls verstärkte (neuronale) Aktivitäten nachweisen, obwohl niemand an einem der Computer etwas macht (= äußere Ruhe). Alles was es braucht, ist Strom. Und würden Sie persönlich sagen, dass Computer träumen (können)?

Gerade am Thema Träume zeigt sich, wie entscheidend die Frage der Spiritualität ist: Ist ein Mensch eine Zusammenballung von Zellen, dessen Leben im Augenblick der Zeugung beginnt und dessen Leben endet, wenn diese Zusammenballung auseinanderfällt? Oder ist der Mensch ein Bewusstsein, dass sich selbst in und durch einen Körper erfährt?

Ich ganz persönlich bin davon überzeugt, dass der Mensch ein Bewusstsein ist, dass sich in und durch einen Körper erfährt. Ein Bewusstsein, dass nach der Geburt den Körper in Besitz nimmt. Deshalb glaube ich, dass Ungeborene Babys nicht träumen. Es sind funktionierende Einheiten. Und deshalb glaube ich, dass Babys sehr wohl träumen. Vom ersten Tag an. Allerdings, und das ist nicht unwesentlich: Meine Vorstellung davon, was Träume sind, weicht dann doch ganz erheblich davon ab, was sich dazu bei Wikipedia findet. Aber dazu ein anderes mal … 🙂

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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