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Ein Blick von außen

Foto einer Schwangeren beim Yoga (Bildquelle: Fotolia.de)

Wissen Sie, was das Wesen, die Essenz von Spiritualität ist? Imagination!

Wir Menschen sind bildhafte Wesen. Unsere Gedanken drücken sich in Bildern aus. Unsere Ängste, unsere Hoffnungen, unsere Ideen und Visionen, alles Bilder. Die Macht der Religionen liegt im Anspruch der Deutungshoheit für (innere) Bilder. Die der Psychologie auch. Die Wissenschaft schafft Wissen, in dem sie das Wissen Bilder erzeugen lässt …

Wer sich mit der eigenen Spiritualität beschäftigt, beschäftigt sich mit der persönlichen Art und Weise, Bilder zu empfangen und zu verarbeiten. Gedanken sind Bilder. Die Hirnforschung hat gezeigt, dass es für das Gehirn selbst keine Rolle spielt, ob Sie sich etwas betrachten oder nur vorstellen. Je präziser Ihre Vorstellung, desto sicherer ordnet Ihr Gehirn diese Vorstellung einer Tatsache zu.

Es gibt einen zweiten Aspekt, der für die Arbeit mit der eigenen Spiritualität von großer Bedeutung ist: Ihr Atem! Und beides zusammen, Vorstellungen und Atem, spielen sowohl in der Spiritualität als auch bei der Geburt eine entscheidende Rolle.

Heute möchte ich Ihnen zwei, wie immer sehr einfache Übungen vorstellen, um sich ein bischen auf die Geburt vorzubereiten:

Atemübung

Als erstes eine ganz einfache Atemübung: Stellen Sie sich aufrecht hin, die Füße etwa hüftweit auseinander, die Arme hängen locker herunter. Entspannen Sie sich 🙂

Wenn Sie ein paar mal ganz normal aus- und eingeatmet haben, geht es mit dem Einatmen los: Atmen Sie langsam ein und während Sie einatmen, zählen Sie bis acht. Gleichzeitig führen Sie ihre Arme wie ein Hampelmann in Zeitlupe nach oben, so dass sich die beiden Hände der ausgestreckten Arme über dem Kopf treffen. Sie beginnen bei eins und wenn Sie bei acht angekommen sind, sind die beiden Hände zusammen und über ihrem Kopf. Jetzt halten sie die Luft an, bis sie wieder bis acht gezählt haben. Dann das ganze wieder umgekehrt: Ausatmen, die Arme dabei langsam sinken lassen und bis acht zählen. Achten Sie darauf, dass Ihre Lungen ganz leer sind. Bleiben Sie so, bis Sie wieder bis acht gezählt haben … 🙂 Machen Sie diese Übung vielleicht fünf bis zehn mal – wie Sie sich eben wohlfühlen damit. Erzwingen Sie nichts. Wenn Sie diese Übung täglich machen, werden Sie schon nach einem Monat ein messbar größeres Lungenvolumen haben 🙂

Sie brauchen genügend Luft, um mir Ihren Wehen besser klarzukommen.

Imagination

Wenn Sie mit dieser Übung fertig sind, ist es an der Zeit, sich bequem hinzusetzen und die Augen zu schließen. Beruhigen Sie sich. Entspannen Sie sich. Nehmen Sie sich Zeit.

Wenn Sie wieder ruhig geworden sind, richten Sie Ihre Aufmerksamkeit behutsam auf Ihren Schoß. Dann auf Ihren Scheideneingang. Gehen Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit hinein und dringen Sie langsam zum Muttermund vor. Betrachten Sie sich den Muttermund. Wie sieht er aus? Sehen Sie, wie er fest verschlossen ist? Gehen Sie wieder zurück durch die Scheide hindurch nach draußen. Das ist der Weg, den Ihr Baby bei der Geburt zurücklegen wird. Das ist der Geburtskanal.

Gehen Sie wieder nach innen und betrachten Sie sich diesen Weg genauer. Bleiben Sie ganz entspannt. Versuchen Sie, nicht hinzustarren. Es ist eher ein entspanntes Betrachten. Wie lang ist dieser Weg? Wie lange wird Ihr Baby etwa brauchen, ihn zurückzulegen? Sind Sie wieder am Muttermund? Dann gehen Sie jetzt langsam wieder nach draußen.

Machen Sie diese Übung immer wieder. So lange, bis Sie eine sehr klare Vorstellung über diesen Weg haben. Auf diese Weise werden Sie bei der Geburt in der Lage sein, Ihrem Baby bei seinem Weg nach draußen zu folgen. Von außen! Worauf es ankommt, und das ist der Sinn der Übung, ist, dass Sie nicht mit Ihrem Körper schauen, sondern in ihn. Sie sind nicht der Körper – Sie haben einen. Wenn Sie Ihren Körper auf die Geburt vorbereitet haben, ist es bei der Geburt an der Zeit, ihm aus dem Weg zu gehen und ihn machen zu lassen. Wenn Sie diese Übung gut beherrschen, ist dieses aus dem Weg gehen für Sie eine leichte Übung … 🙂

Genießen Sie die Zeit …

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