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Wer weiß schon, was wird?

Foto von Babyfüsschen in Frauenhänden (Bildquelle: Fotolia.de)

„Junge oder Mädchen ist egal. Hauptsache gesund!“ ist ein Satz, den man vor allem von werdenden Vätern häufig zu hören kriegt. Er bringt eine Sorge zum Ausdruck, die darauf gerichtet ist, dass es dem Kind gut geht. Aber … wer kann schon wissen, was gut für ein Kind ist?

Ich bin dieser Tage über einen Bericht gestolpert, den ich absolut bemerkenswert finde und ihn deshalb unbedingt hier teilen möchte:

Eine Krankenschwester wird schwanger. Es ist ihre erste Schwangerschaft, und sie und ihr Mann sind sehr glücklich darüber. Sehr gewissenhaft geht sie zu allen Vorsorgeuntersuchungen, Ultraschall, das ganze Programm. Alles läuft gut, keine Komplikationen, nichts Außergewöhnliches und doch hat sie ein Gefühl, irgend etwas könnte falsch sein.

Dann kommt die Geburt. Sie und ihr Mann, beide sind im Kreißsaal – und dann geht alles sehr schnell: Der Mann wird hinausgeschickt, es wird ein bisschen turbulent. Als das Baby geboren ist, gilt die erste Frage ihrem Kind: „Ist alles in Ordnung?“ fragt sie und bemerkt sofort, das etwas nicht gut gegangen sein könnte, denn statt einer Antwort bekommt sie eher nervöse Blicke.

In der Zwischenzeit geht ihr Mann draußen vor dem Kreißsaal auf und ab. Er weiß nicht, ob das, was er gerade gesehen zu haben glaubt, wahr ist, oder ob er nur nicht richtig hat sehen können. Aber dann kommt der Arzt und sieht en wenig betroffen aus, also fragt er bestürzt: „Hab ich das richtig gesehen? Unserem Kind fehlt ein Arm?“ So ruhig es eben geht antwortet der Arzt: „Um ganz offen zu sein, Ihr Kind hat weder Arme noch Beine …“

Als die Mutter im Kreißsaal immer nervöser wird und bemerkt, dass das Kind in der einen Ecke des Entbindungsraums untersucht wird, ist erst erleichtert, als sie den gesunden Schrei eines kräftigen Kindes bemerkt, aber als der entbindende Arzt schließlich vor ihr steht, schreit sie es geradezu heraus: „Was ist mit meinem Kind?“

„Phokomelie“

Foto des Titelbildes: Mein Leben ohne Limits

Mein Leben ohne Limits, Amazon, € 16,99

Als man ihr das Kind zeigt, ist es, als schneide ein Messer mitten durch ihr Herz. „Bringt es weg!“ schreit sie verzweifelt und unter großem Schock. „Bringt es weg, ich kann es nicht sehen!“

Man kann sich das nicht vorstellen, was das für ein Augenblick ist, durch den Eltern in einer solchen Situation gehen müssen. Und in den Wochen danach werden sich quälende Fragen durch den Kopf zwängen: „Wie soll das gehen? Wie soll dieses Kind jemals ohne uns alleine leben können? Können wir das aushalten? Ist es nicht besser, das Kind in ein Heim zu geben.“

Alle diese Fragen und noch mehr sind sehr sehr menschlich und alle sind berechtigt. Dieser Fall passierte am 4. Dezember 1982 und es brauchte seine Zeit, bis die Mutter die Situation annehmen konnte. Das aber tat sie dann und beide Eltern gaben ihr bestes, um ihr Kind aufzuziehen. Und, ganz offen, wir alle können von Glück sagen, dass sie das getan haben, denn das, was aus dem Jungen wurde, ist mit keinen Worten zu schildern und „beeindruckend“ kommt noch nicht mal in die Nähe!

Der Junge, der ohne Arme und Beine geboren wurde, ist Nic Vujicic und bereist heute die ganze Welt. Mit seinen Vorträgen begeistert und inspiriert er Menschen aller sozialen Schichten, und regt sie dazu an, ihr Leben als ein Geschenk Gottes zu betrachten – auch dann, wenn nicht gleich verständlich ist, was Gott gerade mit dieser Art von Leben, mit dieser Situation oder womit auch immer vor hat.

Dieses Buch ist nicht wirklich ein Schwangerschaftsbuch, aber die geschilderte Situation stammt aus dem Buch Leben ohne Limit, dass erst vor ein paar Tagen in deutscher Sprache erschienen ist. Ich hab es gelesen und alles, was ich dazu sagen kann ist: Lesen Sie es! Es ist ohne wenn und aber eine Bereicherung!

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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