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Wieder zurück aus dem Himmel

Foto eines auf dem Bauch liegenden Neugeborenen mit dunklen Augen und neugierigem Blick (Bildquelle: Fotolia.de)

Es ist nur allzu üblich, Babies als mein kleiner Engel zu bezeichnen und durchaus nicht ungewöhnlich, wenn man sagt, sie seien direkt vom Himmel gekommen. Aber … glauben Sie das wirklich? Ich meine, glauben Sie tatsächlich, sie seien direkt vom Himmel gekommen?

Die Antwort darauf hängt immer mit dem Religionssystem zusammen, in dem sich die befragte Person zu Hause fühlt – oder in dem sie aufgewachsen ist. Vor einiger Zeit hatte ich auf Facebook mal die Frage gestellt, wann denn das Leben eines Menschen beginnen würde. Für so manche werdende Mutter ist das der Augenblick, an dem die Eizelle befruchtet wird. Das macht die Themen Schwangerschaftsabbruch und Präimplantationsdiagnostik so heikel.

In einem Interview antwortete mir eine Buddhistin: „Als ich mit meiner Tochter schwanger war, hatte ich eine ganz lange Zeit das Gefühl – ja und irgendwie auch Träume – als ob sich zwei Wesen um den wachsenden Körper in mir streiteten.

Können Sie sich vorstellen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt? Und damit vor der Geburt?

In Carol Bowman’s Buch Return from Heaven (Bild) fand ich mehrere interessante Geschichten. Hier mal eine davon:

Carol Bowman: "Return from Heaven"

Carol Bowman: "Return from Heaven"

Brittany ist meine Enkelin. Als sie drei Jahre alt war, rief sie bei mir an und hinterließ eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter: „ Oma, komm! Mama und ich streiten!”

Ich rief meine Tochter, Karen, an. „Was‘ denn los?” fragte ich. „Brittany hat angerufen und mir aufs Band gesprochen.”

Meine Tochter antwortete: „Bist du sicher? Woher weiß sie denn deine Nummer?”

Also spielte ich die Nachricht für sie ab. Sie lachte ungläubig und bat mich dann, zu ihnen zu kommen.

„Was‘ denn los?” fragte ich Brittany, als ich bei ihnen angekommen war.

Sie kletterte auf meinen Schoß und jammerte: „Die Mama erinnert sich nicht!”

„Die Mama erinnert sich woran nicht?”

„Die Mama erinnert sich nicht dran, als ich in deinem Bauch war.”

Meine Tochter schaute mich an und sagte: „Ich hab versucht, ihr zu erklären, dass ich deine Tochter und sie meine Tochter ist, dass sie in meinem Bauch gewachsen ist, nicht in deinem!”

Brittany hörte ihrer Mutter geduldig zu, fügte dann aber dazu: „Aber davor! Davor war ich in Omas Bauch! Aber da konnte ich nicht bleiben, weil ich kein Junge werden wollte.”

Mir lief eine Gänsehaut über den ganzen Körper. Karen rannte aus dem Zimmer und begann, fürchterlich zu weinen – denn wir wussten beide, dass ich mit Zwillingen schwanger gewesen war und ihr Zwillingsbruder noch während der Schwangerschaft im siebten Monat gestorben war.

Nach ein paar Minuten kam Karen schniefend zurück, umarmte erst Brittany und dann mich.

„Oh, Gott, ist das schön. Nach so vielen Jahren ist mein Zwillingsbruder wieder da …”

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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