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Wie es wohl ist, Papa zu werden?

Neugeborenes legt Köpfchen auf Papas Schulter und schläft (Bildquele: Fotolia.de)

Mamas fallen auch nicht vom Himmel, aber Papa wird man viel schneller als Mama … man wird es nämlich von jetzt auf nachher, denn zwischen Frau und Mama liegt schwanger, aber zwischen Mann und Papa gibt es kein Zwischenstadium.

Während die Frau sich Tag für Tag durch die ganze Schwangerschaft hindurch mit dem Wesen vertraut macht, das sich anschickt, aus ihrem Inneren in ihre äußere Welt zu treten, hat Mann kaum oder nur sehr eingeschränkt die Möglichkeit dazu.

Mit jedem Tag der Schwangerschaft wird die persönliche Erfahrung zwischen Mama und ungeborenem Kind intensiver und immer häufiger spricht sie mit ihrem Baby. Männer dagegen begegnen ihren künftigen Kindern bestenfalls gelegentlich während ihrer nächtlichen Träume … oder per Ultraschallbild …

Eine Schwangere kann innerhalb bestimmter Grenzen frei bestimmen, ob sie das Kind will oder nicht. Ein Mann hat nur die Wahl zwischen Verhüten oder nicht, aber wenn er verhütet hat und das nicht funktionierte, ist seine Wahl zu Ende: Er wird Vater oder nicht … darauf hat er kaum noch einen Einfluss. Und selbst wenn er den Verdacht hegt, das Kind sei gar nicht von ihm, selbst dann hat er fast keine Möglichkeit, sich dagegen zu wehren.

Grundsätzlich ist es auch ohne Einwilligung des Kindes möglich, einen Vaterschaftstest durchführen zu lassen. Dies schafft dann die gewünschte Klarheit über die Verwandschaftsbeziehung des Kindes zum (möglichen) Vater. Allerdings gilt hier: Ein heimlicher Vaterschaftstest, d.h. ein Test auf Vaterschaft ohne ausdrückliche Erlaubnis des Kindes bzw. des gesetzlichen Vertreters, ermöglicht keine Durchsetzung von Ansprüchen aus einer rechtlichen Perspektive. Vor Gericht oder dem Jugendamt ist ein solcher Test schlichtweg wertlos. Etwaige Ansprüche des Kindes auf Unterhalt bzw. das Erbe bleiben also erhalten, selbst wenn durch den Test die Vaterschaft ausgeschlossen ist. (Gentestratgeber ->)

Sie sehen, es ist deutlich etwas anderes, Vater zu werden, als Mutter …

Und doch ist die Schwangerschaft unbestreitbar eine besondere Zeit im Leben einer Paarbeziehung – unabhängig davon, ob man verheiratet ist oder nicht. Und natürlich freuen sich die meisten Männer auf ihren Sohn oder ihre Tochter – wenn auch äußerlich durchaus verhalten … oder eben so, wie man es von ihnen zu erwarten scheint.

Auch wenn ich es für ein Vorurteil halte, dass Männer nicht über ihre Gefühle reden, so ist es doch häufig so, dass sie sich gerade eben in Bezug auf die Schwangerschaft ihrer Partnerin gegenüber bedeckt halten. Was aus meiner Sicht vor allem damit zu tun hat, dass sie sich selbst gegenüber klären müssen, was das für sie bedeutet. Übrigens, wenn ein Mann auffallend viel über die bevorstehende Geburt seines Kindes redet, würde ich annehmen, dass er einfach ziemlich unter Druck steht, das zu verarbeiten und deshalb plappert wie ein Wasserfall.

Wie auch immer, ich möchte von heute an auch den werdenden Vätern mehr Raum in diesem Blog einräumen – denn die Schwangerschaft unserer Frau oder Freundin kann auch für uns Männer ein grandioses Erlebnis sein … 🙂

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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