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Transgenerationale Epigenetik

Grafik der Epigenese - Bildquelle: Wikipedia.de

Cooler Titel, oder? 🙂

Der Reihe nach:

Die Epigenetik ist ein Spezialgebiet der Biologie. Sie befasst sich mit Zelleigenschaften (Phänotyp), die auf Tochterzellen vererbt werden und nicht in der DNASequenz (dem Genotyp) festgelegt sind. Hierbei erfolgen Veränderungen an den Chromosomen, wodurch Abschnitte oder ganze Chromosomen in ihrer Aktivität beeinflusst werden. Man spricht infolgedessen auch von epigenetischer Veränderung bzw. epigenetischer Prägung.[1] Die DNA-Sequenz wird dabei jedoch nicht verändert.

Transgenerational ist die Epigenetik dann, wenn sich die Vererbung dieser Erinnerungen über Generationen hinweg erstreckt.

Transgenerationale Epigenetik ist, wenn Sie so wollen, ein Nachrichtensystem, das wie eine Welle sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft rollt. Sie können getrost davon ausgehen, dass die ganz tief in Ihnen verborgenen, oft nicht einmal bewusst bemerkten, Erwartungen, wie wohl die Geburt sein wird, schon vorgeprägt sind durch die Geburtserfahrungen Ihrer Mutter. Solche unbewussten Erwartungen können sehr starken Einfluss haben, die ganz plötzlich als reale Gefühle in dem Moment auftauchen, da beispielsweise der Wehenschmerz unmissverständlich die Geburt einläutet.

Es ist ganz erstaunlich, wie tief sich in die gesellschaftliche Vorstellung einer Geburt der Schmerz eingegraben hat. „Es ist klar, dass eine Geburt mit Schmerzen einher geht,“ ist eine der vielleicht gängigsten Aussagen auf jeder beliebigen Schwangerschafts-Website oder in Artikeln von Zeitschriften. Hatte ich erst heute morgen wieder gelesen. Aber tatsächlich zeigt das nur eine Erwartungshaltung … nicht mehr! Und noch erstaunlicher ist es, wie biestig Mütter werden können, wenn man den Gedanken einstreut, eine schmerzfreie Geburt müsse doch im Bereich des möglichen sein – es ist, als habe man gesagt, sie hätten etwas falsch gemacht … Aber darum geht es ja nicht! Es geht nicht um richtig und falsch machen. Es geht darum, dass aus Überzeugungen, zumal gesellschaftlich akzeptierte, gerne Wahrheit wird:

Wiederum sage ich euch: Wenn zwei von euch auf der Erde übereinkommen werden über irgend eine Sache, um welche sie auch bitten mögen, so wird sie ihnen werden von meinem Vater, der in den Himmeln ist. (Elberfelder Bibel)

Eine Bitte ist eine Überzeugung …!

Aber vielleicht ist der Schmerz oder die Schmerzvermeidung bei der Geburt überhaupt nicht der Punkt, sondern viel mehr wie man im Augenblick des Auftretens damit umgeht!

Kann eine wie auch immer geartete Geburtsvorbereitung hier eine solche Transgenerationale Epigenetik überwinden helfen?

Um ehrlich zu sein: Ich weiß es nicht! Aber angenommen, es wäre eine Chance: Würden Sie sie nicht ergreifen? Nicht schon um Ihrer Kinder willen?

Genießen Sie die Zeit … 🙂


Hier noch zwei Links zu interessanten Artikeln im Web:

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