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Gefährliche Lebensmittel?

Stopschild (Bildquelle: Fotolia.de)

Und wieder mal geistert ein Skandal durch unsere Gesellschaft und wieder mal ist es wegen Dioxin-Belastung im Essen. Und das vielleicht auch noch ausgerechnet jetzt, wo Sie schwanger sind!

Aber Hand aufs Herz: Wissen Sie Bescheid über die Gefährdung in Sachen Dioxinbelastung? Oder über die Auswirkungen auf den menschlichen Körper? Oder auf Ihr Baby im Bauch? Wenn nicht, machen Sie sich nix draus: Im Grunde weiß niemand wirklich etwas Genaues – nicht über Konzentrationen, langfristige Wirkungen oder Alternativen.

Die erste Frage wäre vielleicht: Gibt es ein Lebensmittel, in dem keine Dioxinkonzentrationen vorhanden sind? Die Antwort: Wenn es kein Fett enthält gibt es eine gute Chance … oder andersherum: Wenn Fette drin sind, findet sich Dioxin. So einfach ist das.

Überall wo Fett in der Nahrung ist, findet sich sehr wahrscheinlich auch Dioxin

Überall wo Fett in der Nahrung ist, findet sich sehr wahrscheinlich auch Dioxin

Dioxin ist etwas, das wir nicht im Essen erwarten und doch findet es sich zum einen schon deshalb, weil unsere Messmethoden und -geräte sehr viel genauer geworden sind. Dioxinbelastung ist mindestens eine der Folgen alter Müllverbrennungstechniken, die ihren Feinstaub über die ganze Welt verbreitet haben und deren Inhalte über die Nahrungskette wieder bei uns angekommen. Darüber hinaus empfinden wir Gefahren aus künstlichen Quellen als gefährlicher als solche, die ganz natürlich vorkommen. Wieviele Menschen sind an dioxinbelastetem Essen gestorben? Wahrscheinlich kaum einer. Bei der letzten ganz großen Hitzewelle, ich glaube 2002, sind an den Folgen dieser Hitze europaweit wenigstens 90.000 Menschen gestorben …

Will sagen: Bleiben wir doch einf ach mal ein bisschen entspannt. Nicht tatenlos, nein, aber auch nicht hektisch oder über die Maßen aufgeregt. Fragen wir uns: Gibt es Gefahren, die viel größer sind und die wir eliminieren können?

Letzte Woche in SWR2-Kontext gab es auf diese Frage eine für mich verblüffende Antwort: Ja, man kann einen großen Beitrag zu einer langfristigen und nachhaltigen Gesundung der Bevölkerung beitragen, wenn man die beiden größten Gefahren eliminert: Rauchen und Alkohol! Hätten Sie das gedacht?

Jede neunte Schwangere in NRW raucht!

Jede neunte Schwangere in NRW raucht!

Und wie schockiert mich das, wenn ich lese (->), dass in Nordrhein-Westfalen (NRW) jede neunte(!) Schwangere raucht! Ich meine, ich will Ihnen nicht reinreden, aber wenn Sie grade schwanger sind und noch rauchen – isses wirklich das, was sie wollen?! Ich meine für Ihr Kind? Und wenn es Ihnen so schwer fällt, mit dem Rauchen aufzuhören, wenigstens während der Schwangerschaft, warum suchen Sie dann nicht nach Hilfe? Der erste Weg sollte Sie zu Ihrem Frauenarzt führen, dem Sie Ihr Problem schildern. Ich bin sicher, er kann helfen …

Nur KEIN Alkohol ist die richtige Menge!

Nur KEIN Alkohol ist die richtige Menge!

Und Alkohol? Das wird regelmäßig unterschätzt! Bei Alkohol ist das Problem, dass das Baby im Bauch keinen Stoffwechsel hat, der den Alkohol aus dem Blut filtern kann, gleichzeitig kann der Alkohol aber auch nicht mehr nach draußen in den Mutterkreislauf. Das heißt, dass der Alkohol Runde um Runde kreist, bis er sich selbst langsam abgebaut hat. Und während all der Zeit belastet er die Zellentwicklung, die Zellteilung, die Nährstoffversorgung ihres Babys und zwar auf sehr unfreundliche Weise. Nehmen Sie’s mir nicht übel, aber wenn Sie schwanger sind und es auch wissen, dass Sie schwanger sind, dann geht Alkohol gar ned! Gaaar ned!

Dioxinhaltige Lebensmittel mögen ein Problem sein, aber es ist im Augenblick eines, das Sie nicht lösen können. Rauchen und Trinken schon …

Genießen Sie die Zeit … 🙂 … ohne Alkohol und Nikotin … 🙂

{ 1 comment… add one }
  • Dieser Artikel findet meine volle Zustimmung. Nikotin und Alkohol sind nun einmal Nervengifte. Es wirkt irgendwie komisch, wenn sich jemand -zurecht- über die Dioxinbelastung in Lebensmittel beklagt, während man einen tiefen Zug aus der Ziarette nimmt und anschließpend ein Bier aufmacht.

    Und wie es im Artikel steht: in der Schwangerschaft „no go“!

    Gruß Rolf

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