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Fehlgeburten sind immer wieder ein Problem

Machen Sie sich keine Sorgen: So wie Sie sind, sind Sie in Ordnung!

Machen Sie sich keine Sorgen: So wie Sie sind, sind Sie in Ordnung!

Gestern hatte ich mich mit dem Thema Schwangerschaftsabbruch beschäftigt. Das muss vor allem für solche Frauen schwierig zu verstehen sein, die schwanger sind und fürchten, ihr Kind zu verlieren. Sie würden alles dafür tun, es behalten und gesund zur Welt bringen zu können! Und nicht immer gelingt das …

Fehlgeburten sind auch ein schwieriges Thema. Sehr schwierig. Während es bei Schwangerschaftsabbrüchen um religiöse Ansichten geht, gehts es bei Fehlgeburten um Selbstwertgefühl, um Verlust und Trauer, um persönliche Fehlbarkeit. Frauen definieren oft ihre persönliche Identität über Schwangerschaft und Geburt. Es ist, als bräuchte es einen Beweis für ihre wirkliche Weiblichkeit. Für Männer ist das anders. Sie definieren einen Teil ihrer Männlichkeit über ihre Fruchtbarkeit, über ihre Fähigkeit, ein Kind zu zeugen. Das ist einfach.

Frauen, die ihre Identität über Schwangerschaft und Geburt mitdefinieren, und das sind viele, müssen über einen ziemlich langen Zeitraum die Frucht ihres Leibes behüten, ernähren und schließlich auch noch auf die Welt bringen – möglichst unbeschadet! Eine ungleich schwierigere Aufgabe. Wenn Sie misslingt, diese Aufgabe, stellen sich viele Frauen die Frage, was sie denn falsch gemacht haben – dabei grenzt es aus biologischer Sicht schon an ein Wunder, dass am Ende der Befruchtung tatsächlich ein Kind geboren wird!

Während wissenschaftlich oder medizinisch von einem Abort, einem Abgang, gesprochen wird, kommen mit dem Wort Fehlgeburt noch ein paar andere Ideen, andere Wertvorstellungen mit ins Haus. Fehlen und Verfehlen hat mit einem Mangel zu tun, mangelhaft zu sein oder gar damit, gesündigt zu haben. In unserer Sprachen schleppen wir viel Kulturgeschichte mit und das Mittelalter war nicht wirklich frauenfreundlich und die Kirche nicht menschenfreundlich … und so schleppen wir tief in uns verborgene Wertungen mit, wenn wir von einer Fehlgeburt sprechen. Es ist also kein Wunder, wenn sich Frauen nach einer Fehlgeburt entweder Vorwürfe machen oder, schlimmer, sich selbst als mangelhaft, als keine richtige Frau wahrnehmen.

Was man auf jeden Fall in Betracht ziehen muss, ist, dass auch nach einer Fehlgeburt das Hormonlevel zusammenbricht und vom Körper wieder auf einen Nicht-Schwanger-Pegel gebracht werden muss. Das ist, wenn Sie so wollen, eine postnatale Depression im Kleinen – aber verknüpft mit derselben Ursache. Will sagen: Diese Selbstvorwürfe gehen vorbei – schon weil sie nichts mit Wahrheit zu tun haben. Sie sind nicht verantwortlich für eine Fehlgeburt! Niemand ist das. Wenn biologisch nicht wirklich alles passt, kommt es zu einer Fehlgeburt. Das hat die Natur so gewollt. Sie hat es so eingerichtet, dass Mäuse Mäuse bekommen, Katzen Katzen und Menschen eben Menschen und wenn nicht wirklich alles passt, wird die Entwicklung unterbrochen und der Zellverband ausgestoßen. Das ist alles.

Wenn Sie eine Fehlgeburt hatten und es schwierig für Sie war, damit fertig zu werden, lassen Sie sich Zeit, ehe Sie versuchen, erneut schwanger zu werden. Und behalten Sie Ihre Zuversicht! Alles ist gut!

Vor ein paar Jahren war in einer Frauenzeitschrift die Geschichte einer Frau veröffentlicht, die schwanger geworden war, aber eine Fehlgeburt erlitt. Sie wurde erneut schwanger, hatte aber eine zweite Fehlgeburt. Sie wurde ein drittes Mal schwanger und erlitt eine dritte Fehlgeburt. Was sollte sie denn machen? Es war einfach schrecklich! Sie wurde ein viertes Mal schwanger und verlor auch dieses vierte Kind – und dann gab sie auf. Es war offensichtlich, dass sie keine Kinder bekommen konnte, obwohl sie es doch so sehr wollte. Schließlich hatte sie einen Traum. Im Traum kam ein kleiner Junge auf sie zugerannt, lachte und freute sich wie ein Schnitzel: „Mama,“ sagte er, „jetzt ist es bald soweit, jetzt bin ich bald da!“ Verwundert wachte die Frau auf … und besorgte sich später einen Schwangerschaftstest. Und, klar, der war positiv. Das war eine interessante Art, von ihrer Schwangerschaft zu erfahren! Aber nach vier Fehlgeburten ist das so eine Sache, da ist die Angst gern der direkte Nachbar. Wie auch immer, sie sagte sich, wenn es denn so sein sollte, dass sie eine weitere Fehlgeburt erleben musste, dann war das halt so … sie ließ das einfach los. Und sie bekam ihr Kind. Und es ist wahrscheinlich überflüssig, zu erwähnen, dass das Kind, das sie bekam, ein Junge war … der drei Jahre später genau so aussah, wie sie ihn schon im Traum gesehen hatte.

Genießen Sie die Zeit … 🙂 … und machen Sie sich bitte keine Sorgen! So wie Sie sind, sind Sie in Ordnung!

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