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Der geplante Geburtstermin

Der geplante Geburtstermin ist im Grunde nur eine Daumenregel

Der geplante Geburtstermin ist im Grunde nur eine Daumenregel

Wie errechnet sich eigentlich der geplante Geburtstermin? Das wissen Sie sicher: Nehmen Sie den ersten Tag Ihrer letzten Regelblutung, addieren Sie 7 Tage und gehen dann im Kalender 3 Monate zurück; zählen Sie ein Jahr dazu, dann haben Sie den geplanten Geburtstermin.

Aber das mit dem geplanten Geburtstermin ist halt so eine Sache … Viele Frauen führen keinen Menstruationskalender. Woher sollen Sie also wissen, wann ihre letzte Blutung war? Darüber hinaus haben viele Frauen recht unregelmäßige Zyklen. Manchmal kommt die Regelblutung nicht alle 28 Tage, auch nicht jeden Monat, auch nicht alle sechs Wochen …

Und außerdem: Selbst wenn Sie den Tag Ihrer letzten Regelblutung notiert haben, wann wurde die Eizelle befruchtet? Selbst wenn Sie genau vermerkt hätten, wann Sie Sex gehabt hatten, können Sie keine Rückschlüsse daraus ziehen, wann die Eizelle befruchtet wurde. Problematisch ist für das Sperma des Mannes im Grunde nur das Vaginalmilieu. Verbleibt es dort, stirbt es schnell ab. Durchschwimmt das Sperma aber die Scheide und gelangt durch den Muttermund in die Gebärmutter und dann rein in die Eileiter, kann es dort lässig vier Tage überleben. Auch fünf. Manchmal sogar bis zu acht Tage lang …

Andererseits: So what? Wenn die Befruchtung und die Einnistung in der Gebärmutter über die Bühne gegangen ist, ist der Rest relative Formsache. Das Baby selbst gibt den Startschuss – dann, wenn es so weit ist. Gut, ist natürlich nur eine Redensart. Tatsächlich weiß man bis heute nicht, wie genau das vor sicht geht. Man weiß, dass der Fötus selbst über ein Hormon die Wehen einleitet, aber mehr weiß man auch nicht. Und, ja, es gibt auch Fälle, bei denen das nicht so ist, bei denen dieses Startsignal nicht ausgelöst wird. Auch das lässt sich nicht genau sagen, warum. Man nennt das halt eine Anomalie … wie immer eigentlich, wenn etwas vom statistischen Durchschnitt hoher Fallzahlen abweicht.

Tatsache ist, dass etwa zwei Wochen über den geplanten Geburtstermin hinaus regelmäßig die Geburt von außen eingeleitet wird. Aber auch das ist nicht immer notwendig. Ich habe von Hebammen gehört, die auch nach vier Wochen über Termin noch ganz normal dem Kind in die Welt geholfen haben.

So lange drinnen alles ok ist, das Baby munter und gesund ist, gibt es keinen Grund zur Sorge, wenn der geplante Termin schon vorbei ist. Aber auch umgekehrt, wenn noch ein bisschen Zeit ist, das Kind aber trotzdem raus will, gibt es wenig Grund zur Sorge. Die Frühchenversorgung kann man heute wirklich als exzellent bezeichnen.

Der geplante Geburtstermin ist also eher ein Pi-mal-Daumen-Wert … nichts in Zement Gegossenes … 🙂

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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