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Arbeitsteilung nicht nur während der Schwangerschaft

Schwangere beim Kochen, mit Kind auf dem Arm und Telefonhörer am Kopf (Bildquelle: Fotolia.de)

Im Jahrhundert der Frau, klar, werden Frauen immer selbstständiger und unabhängiger. Das ist gut – birgt aber auch ein paar Gefahren.

Wenn Sie schwanger sind, ist es vielleicht eine gute Idee, sich ab sofort helfen zu lassen. Vor allem im Haushalt und vor allem von Ihrem Mann. Wir Menschen funktionieren hauptsächlich über Gewohnheiten – kleine Gehirnprogramme, die sich selbstständig wiederholen. Sich im Haushalt helfen zu lassen, hat gar nichts damit zu tun, nicht selbstständig zu sein, oder die Schwache zu mimen. Es hat damit zu tun, dass Sie der Denk-Gewohnheit vorbeugen, dass derjenige, der zu Hause ist, halt zu Hause ist und nichts zu tun hat (schließlich ist er ja zu Hause …) und jeder, der nicht zu Hause ist, über dessen Zeit frei verfügen kann.

Wäsche waschen ist heutzutage ja nicht wirklich ein Problem, bügeln schon eher. Ist nicht schwer, aber man steht sich die Beine in den Bauch, der Rücken freut sich und – vor allem – es kostet Zeit. Wenn das an Ihnen alleine hängen bleibt, dann ist es Ihre Zeit …

Aufräumen geht viel schneller, wenn Sie Ihrem Partner früh beibringen, Dinge an ihren Platz zurückzulegen (sofern er das nicht schon macht). Auch der freitägliche, bzw. samstägliche Kurz-Großputz (Bad, Hausgang und was weiß ich noch alles) geht schneller und leichter, wenn man das zu zweit macht: Er das, Sie jenes.

Je früher und länger Sie das durchziehen, desto weniger werden Sie nach der Geburt Stress haben, denn es ist immer noch so, dass man davon ausgeht, dass Sie Zeit haben, weil Sie zu Hause sind. Aber glauben Sie mir: Sie werden keine Zeit haben. Gerade die ersten drei bis sechs Monate können mörderisch sein … und danach beginnt das Leben erst wieder neu. Es ist sehr verführerisch, Aufgaben ganz selbstverständlich an Sie zu delegieren, weil sie ja sowieso zu Hause sind. Was glauben Sie, wie Ihr Mann staunte, wenn Sie ihm sagten, morgen käme ein Paket für Sie, er möge doch zu Hause bleiben, damit er das entgegennehmen kann … Warum dann umgekehrt? Weil Sie zu Hause sind? Sehen Sie, die Logik ist schon bestechend – sie geht aber zu Ihren Lasten. So manches mal wird aus einer Schwangerschaft und einer Geburt noch eine zweite – und schnell werden aus dem geplanten Elternjahr drei …

Eine Schwangerschaft kann vieles verändern, aber wenn Sie nicht auf sich Acht geben, wird der Alltag Sie zu einer Sklavin machen, die immer für alle da zu sein hat, ohne wirklich selbst zu sich zu kommen. Glauben Sie’s mir: Das wollen Sie nicht …

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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