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Essen Für Zwei – richtige Ernährung in der Schwangerschaft

Foto des Bucheinschlags

Du bist was du isst – sagen zumindest die Werber von Wasa-Knäckebrot. Aber es ist völlig unstrittig, wie wichtig ausreichendes und vor allem richtiges essen in der Schwangerschaft ist.

Ich wollte Ihnen hier ein kleines (rund 120 Seiten), aber wie ich finde sehr feines Büchlein vorstellen – das, zugegeben, schon ein bissel älter ist. Nichts desto trotz halte ich es für sehr gut: Essen für Zwei, von Inge Kelm-Kahl (Mit ein bissel Glück bei Amazon für um die € 15). Inge Kelm-Kahl, selbst Mutter von sechs Kindern, Ärztin und Medizinpublizistin, gibt Ihnen ein ganzes Bündel von handfesten und guten Informationen mit auf den Weg, handelt häufig gestellte Fragen ab, stellt Rezepte und einen kleinen Ernährungsplan vor. Die Autorin propagiert Vollwertkost, was in der heutigen Zeit eher normal als ungewöhnlich ist.

Kleine Kostproben aus dem Buch:

Frage: Wie muss ich mich nun ernähren? Ab wann?

Antwort: Schon wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, sollten Sie Ihre Ernährung umstellen. Essen Sie mehr. Nehmen Sie häufige und kleine Portionen zu sich […]

Frage: Warum sollte ich schon zu Beginn der Schwangerschaft „soviel essen“?

Antwort: Gerade in den ersten Wochen entsteht die Plazenta, der Mutterkuchen. Jetzt entscheidet sich, wie viele Gefäßverbindungen als Versorgungsverbindungen zwischen Mutter und Kind entstehen und wie groß diese Gefäße werden. Je mehr Gefäße (Spiralarterien) wachsen, um so größer wird meist auch die Plazenta. Sie bestimmt auch die Menge der schwangerschaftserhaltenden Hormone, die von ihr produziert werden. Dieses Wachstum kann nur dann optimal erfolgen, wenn genug Nährstoffe im Blut der Mutter gelöst sind.

Frage: Was ist dran an dem Satz „Das Ungeborene nimmt sich, was es braucht“?

Antwort: Es stimmt nicht. Mutter und Kind stellen zwei physikalische Systeme dar, wobei die Mutter den Pool bildet, aus dem das Kind schöpft. Die Bedürfnisse des Kindes werden nicht zuerst befriedigt.

Es ist ein tolles kleines Büchlein. Die Rezepte sind vielleicht nicht jedermanns Geschmack, Hirsebrei mag vielleicht nicht jede(r) oder Haferbrei zum Frühstück. Aber die Rezepte kommen auch nicht so daher, als dass sie ein „Muss“ darstellen. Sie sollen eher zum Experimentieren inspirieren. Schließlich finden Sie ja auch eine ziemlich umfassende Nährstofftabelle.

Aus meiner Sicht ein guter Kauf.

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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