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„Hitzeverlust“ in der Schwangerschaft

Foto eines alten Filmplakates mit einem sich leidenschaftlich küssenden Liebespaares

Wenn man Biologen Glauben darf, dann ist die eigene Arterhaltung – sprich: Vermehrung – die stärkste Antriebskraft, weshalb Sex eine so wichtige Rolle in unserem Leben zu spielen scheint. Ich würde aber wenigstens eine zweite Energie noch hinzufügen wollen: Gewohnheit! Beides zusammen kann zu einem richtigen Problem werden. Oder einer Lösung.

Wenn man noch nicht sooo lange zusammen ist, wird man sicher häufiger miteinander schlafen, als ein Ehepaar nach fünfundzwanzig Ehejahren und zwei erwachsenen Kindern. Einzelabweichungen seien jetzt mal in die Ausnahmeschublade verbannt. Die Schwangerschaft spielt hier sicher eine wichtige Rolle.

In den ersten 10 bis 12 Wochen, also mithin rund 3 Monaten, wird die Schwangere ziemlich mit sich selbst beschäftigt sein, um Hormonveränderungen auszubalancieren. Sie wird eher weniger Lust haben – und runde drei Monate beginnen eine Gewohnheit …

Umgekehrt wird er sich entweder nach anderen Gelegenheiten umschauen (ja, Männer sind so) – oder aber damit beginnen, sich mehr und mehr mit seiner Vaterrolle auseinanderzusetzen (ja, und so sind sie eben auch!). Und drei Monate beginnen hier eben auch eine gute Gewohnheit. Sowohl für das eine wie das andere …

Wenn die Hormonumstellung weitgehend adaptiert ist, kommt es häufig vor, dass „sie” jetzt viel mehr und öfter will – während „er” immer öfter versucht, sich dem mit oder ohne Erfolg zu entziehen.

Ich will nicht, dass das erste, was mein Kind von mir zu sehen kriegt, die Spitze meines Penis ist,

so heißt es, sei eine gern gebrauchte Formulierung, mit der „er” sein Verhalten begründet – aber glauben Sie mir, wir Männer glauben das selbst nicht. Es ist nur so, dass wir selbst keine Erklärung haben und uns plötzlich unter Druck sehen. Unter Druck auf einem Feld, auf dem sich Kämpfe nicht fechten lassen …

Das ist der Punkt, an dem sich Biologie und Gewohnheit zu einer merkwürdigen Allianz verbünden: Nach drei Monaten hat man sich daran gewöhnt, als Mann, nicht mehr Nacht für Nacht seinen Mann stehen zu müssen und dass es durchaus angenehm sein kann, einfach nur miteinander einzuschlafen. Das ist toll – und einige Männer entwickeln in dieser Zeit sogar eine Neigung, figürlich auch schwanger zu sein … Dazu kommt: Der biologische Auftrag, das, was den Sextrieb in uns auslöst, lautet ja: Schwängern! Nun, unsere schwangere Partnerin IST schwanger …

Ich glaube, dass die Natur das schlau eingefädelt hat. Sie schafft über die Schwangerschaft und die ersten drei Monate eine interessante Gelegenheit, sich neu kennenzulernen – oder sich voneinander zu verabschieden! Egal ob über kurz oder lang!

Im Grunde ist es die Zeit, in der aus Verliebtheit Liebe werden kann. Ein wirklich partnerschaftliches Geben und nehmen. Ein sich vielleicht täglich (oder meinetwegen wöchentlich) neu Entdecken.

Eine sehr gute Freundin sagte mir dazu:

Erotik ist vor allem gutes Handwerk! Es braucht Übung, Geduld und vor allem viel Erfahrung …

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ganz viele wundervolle Erfahrungen …

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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