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Hilfe im Kreißsaal – wer braucht sie?

Wen Sie bei der Geburt dabei haben wollen, bestimmt nicht unwesentlich die Atmosphäre dabei.

Wen Sie bei der Geburt dabei haben wollen, bestimmt nicht unwesentlich die Atmosphäre dabei.

Eine gemeinsame Bekannte wollte nicht stationär entbinden, sondern nur ambulant. „Keine große Affaire,“ sagte sie, „ist ja schließlich nicht das erste mal …“

So machte sie es dann auch. Die Wehen kamen, Sie ging zur Klinik, bekam ihr Kind und ging ein paar Stunden später wieder nach Hause. Währenddessen betreute ihr Männe den Junior, der da knapp zwei Jahre alt war.

Sie hatte also alleine entbunden. Als sie wieder zu Hause war, räumte sie ein, doch das eine oder andere vergessen zu haben – sie wäre im Nachhinein lieber nicht alleine in den Kreißsaal gegangen …

Diese Fragen stellen sich immer: „Geh‘ ich alleine? Und wenn nicht, wen nehme ich mit?“ Vor ein paar Tagen habe ich diese Frage „Wen nehmt ihr mit in den Kreißsaal,“ auf der Facebook-Page gestellt und wirklich interessante Antworten bekommen:

Zu erwarten war, dass fast immer der Partner mitkommt. Der gesellschaftlichen Mode entsprechend, hat sich die eine oder andere werdende Mama getrennt und geht jetzt alleine zur Entbindung. Immer mal wieder hört man auch, dass die Mama mitkommt, seltener, dass die beste Freundin einen begleitet. Ganz selten, sicher auch, weil es Geld kostet, ist die Begleitung durch eine Doula.

Für uns Männer ist das eine merkwürdige Situation – wir können uns so gar nicht in eine Schwangere hineinversetzen.

Würden wir unseren besten Freund mitnehmen? Never! Oder unsere Mutter? Noch neverer! Würden wir nackig in einem Kreißsaal genannten Raum etwas zu erledigen haben, dann eher noch alleine … oder doch besser gleich zu Hause.

Aber umgekehrt: Natürlich kommen wir mit, wenn unsere Frau (sagt man heutzutage nicht: „Lebensabschnittsgefährtin“? …) einer Delinquentin gleich eine Art letzten Gang antritt! Wir wissen natürlich nicht, was wir dort sollen, im Kreißsaal. Und noch viel weniger, wie wir das sollen. Wir erleben (durchaus erschüttert), wie immer mal wieder eine Hebamme kommt und ihren Arm in unsere Frau rammt, um dort nach einem Köpfchen zu suchen – wir haben da auch schon mal gesucht, aber nicht gleich mit dem ganzen Arm und schon gar nicht nach einem Köpfchen! Wir wissen nicht, ob wir dabei betreten wegschau’n, oder mit ernster Miene den Eindruck erwecken sollen, rein medizinisch und nicht sexuell dreinzuschau’n. Oder ob wir der Hebamme die Arme brechen sollen, weil sie nichts in unserer Frau verloren hat.

Und schon gar nicht wissen wir, ob wir uns jetzt schnell mal einen Kaffee holen können, weil das sonst aussieht, als würden wir abhauen …

Es ist nicht immer ganz klar, wer im Kreißsaal mehr Hilfe braucht … 🙂

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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