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Schwangerschaft und Macht

Schwangerschaften waren immer auch Spielball von Macht

Schwangerschaften waren immer auch Spielball von Macht

Zu allen Zeiten waren Schwangerschaften immer auch Teil von Spielen um Macht – auf allen Seiten der Beteiligten. Und manches davon ist tief ins Bewusstsein von uns allen eingedrungen.

Fangen wir mit Kleinigkeiten an: Das Spiel, jemanden an sich zu binden. In meinem Bekanntenkreis ist ein Mann, der zwei Kinder hat mit zwei verschiedenen Frauen – ohne mit einer von ihnen verheiratet zu sein. Beide Frauen wollten ihn an sich binden und haben ihm versichert, die Pille zu nehmen … tja …

Umgkehrt, wenn Frauen schwanger geworden sind, werden sie nicht nur physisch, sondern auch emotional weicher – und damit anfälliger für Drohung ihrer Partner, die Beziehung zu verlassen. Glücklicherweise ist der Status einer alleinerziehenden Mutter heute kein gesellschaftliches Ächtungsmerkmal mehr – und doch will man nicht um jeden Preis das Kind alleine großziehen …

Angst ist ein sehr starkes Motiv. Die Angst, das Kind zu verlieren oder eine Fehlgeburt zu erleiden, lässt die meisten Frauen heute eher einem Frauenarzt vertrauen als einer Hebamme. Und aus den gleichen Gründen gehen die meisten Frauen zur Entbindung ins Krankenhaus. Diese Angst in Verbindung mit dem Image, das verhindern zu können, verleiht Ärzten und Kliniken Macht.  Aber die normale Geburt ist das Normale und die Wahrscheinlichkeit, dass bei der Geburt ‚was schief geht ist ziemlich gering. Dennoch unterwerfen sich die meisten Frauen den Hausregeln einer Klinik – eine Folge von Macht …

Eine unerträgliche Steigerung von Machtmissbrauch haben wir nicht zuletzt im Bosnienkonflikt erleben müssen, wo man von massenhaften und geplanten Vergewaltigungen hören musste – einzig mit dem Ziel, Frauen zu schwängern, um über ihren Glauben und ihre Kultur einen Keil zwischen die Familien zu schlagen und so zu zerstören. Vergewaltigungen als Kriegswaffe – ungeheuerlich!

Aber nicht, dass ich auch nur von irgendeiner Kirche oder Religion eine vehemente Distanzierung gehört hätte – was zu einer anderen Stufe von Macht führt, die mit Schwangerschaften zu tun haben: Religionen. Im Christentum ist ein Schwangerschaftsabbruch Tabu. Vom Moment der Zeugung an. Die christliche Doktrin ist hauptsächlich eine von Männern geformte Doktrin, was historisch bedingt ist – der sich freilich alle Frauen unterwerfen müssen. Und umgekehrt ist die Überzeugung, dass das Embryo schon vom ersten Tag der Schwangerschaft ein Mensch ist, tief in die Überzeugungen vieler Menschen eingedrungen. So sehr, dass Glaube und Meinung mit Fakten verwechselt werden. Es ist, so gesehen, ein sehr starker Machtfaktor, Frauen in ihren Entscheidungsfreiheiten einzugrenzen. Schauen Sie nach den USA, zu welchen Auswüchsen das führen kann!

Im  Islam sind Schwangerschaftsabbrüche ab dem 40. Tag nach der Befruchtung verboten.Dafür wäre eine Schwangerschaft für eine unverheiratete Frau (oder von einem anderen als ihrem Ehemann) eine Katastrophe! Noch heute werden Frauen solcher „Vergehen“ wegen gesteinigt!

Interessanterweise hat das Judentum weder mit unehelichen Kindern (auch nicht mit den vorangehenden Schwangerschaften), noch mit Schwangershaftsabbrüchen ein Problem …

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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