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Schwanger? In guter Hoffnung? Geburt?

Genießen Sie Ihre Schwangerschaft - sie geht so schnell vorbei. Genießen Sie jeden Augenblick mit Ihrem Baby - sie werden so schnell groß!

Genießen Sie Ihre Schwangerschaft - sie geht so schnell vorbei. Genießen Sie jeden Augenblick mit Ihrem Baby - sie werden so schnell groß!

Wenn Sie jemandem sagen, dass Sie schwanger sind, weiß jeder sofort, was gemeint ist: Sie tragen ein Kind unter dem Herzen (ich weiß, das klingt schnulzig, aber so sagten das noch meine Eltern und deren Generation).

Schwanger sein bedeutet also, ein Kind zu bekommen. Aber wo kommt dieser Begriff eigentlich her? Tatsächlich stammt schwanger aus dem Mittelhochdeutschen und meinte eigentlich schwerfällig. Interessant, nicht wahr? Welchen Grund mag es gegeben haben, dass die Sprachgemeinschaft kein Wort dafür entwickelt hatte, dass eine Frau ein Kind bekam?

Das Wort Geburt hingegen, hat sich kaum verändert. Es entstammt dem germanischen gi-burta und das widerum ist eine Art Substantivierung zu gebären, was widerum von geberan abstammt: austragen, zu Ende bringen

Das Lateinische praegnans bezog sich nicht wirklich auf den Zustand der Schwangerschaft. Vielmehr zielte es auf das im Bauch der Mutter lebende Kind und meinte den Zustand „vor dem geboren werden“ – auch interessant.

Haben Sie eine Vorstellung, warum das so ist?

Eine Rolle dürfte ganz sicher die gesellschaftliche Entwicklung gewesen sein hin zu einer männerdomierten Gesellschaft – vielleicht zwei oder dreitausend Jahre vor unserer Zeitrechnung. Exemplarisch dafür mag die Frage sein, wer für die Zeugung des Kindes wichtiger ist: Mann oder Frau. Und es setzte sich tatsächlich die Vorstellung durch, dass die Frau mit der Zeugung eigentlich gar nichts zu tun hat. Ihr Schoß war praktisch nur ein Acker, in den sich der Samen ergoß und aufging. Sie war nur ein Gefäß, das das ausbrütete, was der (viel wichtigere) Mann ihr eingepflanzt hatte. Es war also gar so nicht wichtig, sprachlich einen Begriff für die Schwangerschaft zu entwickeln …

In guter Hoffnung zu sein – geht auf König Salomon zurück und wurde mit der Zeit als Synonym für schwanger sein verwandt. Immerhin …! 🙂

Auch, klar, die Umgangssprache hat sich ein paar Sachen in Bezug auf die Schwangerschaft einfallen lassen. Da spricht man beispielsweise davon, einen Braten in der Röhre, oder einen Betriebsunfall gehabt zu haben

Wie auch immer, ich dachte, es könnte auch mal Spaß machen, in Sachen Schwangerschaft einen kleinen Ausflug in die Sprache zu machen … :-

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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