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Weißt du noch …?

Wäscheleine, an der Babyfotos hängen (Bildquelle: Fotolia.de)

In einem meiner Fotoalben, das leider verloren gegangen ist, war mal das Bild eines Krebses aus nächster Nähe, geschossen am Strand von Barbados. Jeder, der dieses Foto sah, zuckte mit den Achseln und fand es halt nett. Es war ja auch nur dieser Krebs zu sehen, auf Sand, vor dem Hintergrund heranrollender Wellen. Ach ja: Blauer Himmel noch.

Aber für mich war dieses Foto etwas ganz Besonderes! Entstanden war es, als ich mit der Kamera am Strand auf dem Bauch lag und sich direkt vor meiner Nase, wie aus dem Nichts, plötzlich ein Krebs ausbuddelte. Wann immer ich mir dieses Foto ansah, fiel mir dieser Augenblick ein. Es erinnerte mich an das Rauschen der Brandung, an die stechende Sonne, den menschenleeren Strand (auf der Ostseite der Insel gibt es kaum Tourismus, weil das Meer dort so rauh ist). Das alles sieht man nicht im Foto, aber wenn ich das Foto in der Hand hielt, sah ich es in mir – glasklar – und fühlte das ganze Drumherum! Das alles kann ein Foto auslösen!

Ihre Schwangerschaft wird definitiv vorbei gehen und die Erinnerung an diese Zeit wird mit den Jahren verblassen – also: Sammeln Sie Erinnerungsstücke aus dieser Zeit! Führen Sie ein Tagebuch! Elektronisch oder von Hand oder beides parallel. Und natürlich: Machen Sie so viele Fotos wie möglich 🙂

Knipsen Sie sich, lassen Sie sich selbst ablichten, Ihren Bauch, Ihr Lachen – was immer Ihnen vor die Linse kommt.

Fotos sind Symbole, die eine Menge der Gefühle dieses Augenblicks speichern, in dem sie gemacht wurden. Das macht sie so wertvoll – nicht das, was sie zeigen oder wie gut sie geworden sind.

Sie rufen die Gefühle in uns wach, die uns damals begleiteten. Und wenn Sie sie dann noch mit einer Notiz versehen, vielleicht sogar mit einem Datum …

Sammeln Sie die Ultraschallbilder, machen Sie Fotos von der Erstausstattung, von der Wickelkommode. Notieren Sie Träume und Erlebnisse. Sammeln Sie Zeitungen vom Tag der Geburt – was immer Ihnen in den Sinn kommt, sammeln Sie es!

Und, wer weiß, vielleicht in zehn Jahren, vielleicht in zwanzig – ja vielleicht in dreißig Jahren kramen Sie alles heraus und schwelgen in Erinnerungen – dann zusammen mit Ihren Enkeln, die mit staunenden Augen lernen, dass auch ihre Eltern einmal ganz klein gewesen waren. Ein Augenblick, der große Bedeutung haben kann …

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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