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Verliebt, verlobt, verheiratet …

Es mag seltsam erscheinen, den Beginn einer festen Beziehung mit Gedanken über deren Ende einzuleiten, aber es hilft!

Es mag seltsam erscheinen, den Beginn einer festen Beziehung mit Gedanken über deren Ende einzuleiten, aber es hilft!

Sie kennen sicher diesen alten Kinderreim … wie geht er zu Ende? Geschieden? Eltern? Glücklich?

Es gibt so viele Geschichten darüber, wie Beziehungen, wie Partnerschaften verlaufen. Es scheint trotzdem einen seit Jahren andauernden Trend zu geben, dass die erste Ehe nicht so gut hält. Ja, es gibt sogar Untersuchungen darüber, unter welchen Voraussetzungen eine Ehe am wahrscheinlichsten hält: „Er“ ist etwa zehn Jahre älter als „sie“ und zweimal geschieden, „sie“ ist einmal geschieden …

Interessante Aussichten, finden Sie nicht? Andererseits, es muss ja keineswegs auf Sie zutreffen 😉

Partnerschaften, Ehen oder Beziehungen zu entwickeln ist eine Kunst für sich – und eine „Ménage à trois“ (auch wenn dieser Begriff nicht ganz passt) noch mal eine Extra-Kunst. Wenn einmal ein Kind geboren wurde, ändert sich so manches. Und das will erst mal ausbalanciert sein.

Wenn Sie dieses Blog hier lesen, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie schwanger sind – und schwanger zu werden kann einem schneller passieren, als man zuvor gedacht hat. Es gibt viele Wunschschwangerschaften, klar. Aber es gibt ziemlich sicher wesentlich mehr … nennen wir sie mal „Upps-Schwangerschaften“ Bei vielen dieser Upps-Schwangerschaften kommt die Schwangerschaft nicht ungelegen und ist daher auch gewollt, aber sie begründet auf eine etwas andere Weise den Beginn einer neuen und wohl auch festeren Beziehung – zumindest eine, bei der wohl beide Partner davon ausgehen, dass sie sehr lange hält.

Heiraten ist heute vielleicht nicht mehr so in Mode. Trotzdem ist eine Schwangerschaft oft noch der letzte Anschubser für eine Eheschließung, und wäre ich Gesetzgeber, ich würde keine Eheschließung erlauben, ohne einen zuvor abgeschlossenen Ehevertrag! Eine Trennung kann beide Partein für eine sehr sehr lange Zeit an die Grenzen ihrer Möglichkeiten bringen – und gerne noch darüber hinaus! Schon deshalb ist es wichtig, sich vor einer Eheschließung, vor der Entscheidung „ja, wir wollen das Kind und wir wollen auch zusammen bleiben“ sich miteinander zu vereinbaren, unter welchen Voraussetzungen sie zusammen leben wollen und wie sie eine mögliche Trennung abzuwickeln gedenken – solche Modalitäten geregelt zu haben, ist nicht nur ein sanftes Ruhekissen, es kann durchaus auch helfen, sehr viel entspannter durch eine Schwangerschaft und eine Geburt zu kommen, denn sie werden während dieser Zeit ziemlich sicher die eine oder andere Streitigkeit erleben und auch das eine oder andere Paar im Freundes- oder Bekanntenkreis erleben, das sich trennt – und sich fragen, was wäre wenn Ihnen das passierte …

Ich weiß, es fühlt sich ziemlich blödsinnig an, eine Beziehung dadurch zu festigen, dass Sie sich Gedanken über ein mögliches Ende machen – aber alle Erfahrungen von Zivil- und Ehestandsrichtern zeigen, dass das die beste Lösung für alle Beteiligten ist. Und, falls das noch nicht reichen sollte: Alle Jahre wieder finden sich im Eltern-Heft Artikel über Trennungen und Versorgungsrechtsstreitereien. Sie werden ganz sicher in der Rubrik „Leserbriefe“ oder in den verschiedenen Foren giftige Einträge finden, dass zum Beispiel immer wieder Frauen zugeben, ihr Kind als Waffe einzusetzen – oder gar als Mittel der Vergeltung, weil sie nicht damit klarkommen, dass „er“ jetzt eine andere hat …

Tun Sie sich selbst einen Gefallen und sprechen miteinander darüber, wie sie das regeln wollen, wenn Ihre Beziehung vor der Geburt ihres gemeinsamen Kindes oder danach zu Ende geht. Und wenn Sie Klarheit darüber erzielt haben, dann fassen Sie das in Schriftform ab …

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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