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Alles zusammen?

Es ist schon einige Jahre selbstverständlich geworden, alles gemeinsam zu machen - aber ist das immer sinnvoll?

Es ist schon einige Jahre selbstverständlich geworden, alles gemeinsam zu machen - aber ist das immer sinnvoll?

Seit vielen Jahren schon ist es ganz selbstverständlich, dass sowohl „sie“ als auch „er“ vieles, wenn nicht gar alles gemeinsam machen: Man geht zusammen zum Frauenarzt, betrachtet miteinander die Ultraschallbilder, geht miteinander zur Geburtsvorbereitung und dann auch noch zusammen in den Kreißsaal. Und was soll daran falsch sein?!

Gar nix!

Die Frage lautet viel mehr: Muss es so sein?! Manchmal fühlen sich die Männer dort hin geschoben, wo sie eigentlich nicht sein wollen – sie sagen nicht „nein“, weil sie ihre Partnerinnen nicht verletzen, naja und auch nicht doof da stehen wollen. Manchmal isses auch umgekehrt, da isses er, der drängelt und sie mag nicht „nein“ sagen. Aber eigentlich sollte das ein lösbares Problem sein … oder?

Eine zweite Frage ist mir gestern durch den Kopf gegangen, als ich Hanna Fischers DVD Geburtsvorbereitung und Gebären angeschaut hab. Hanna Fischer vertritt die Meinung, dass es schön ist, wenn der Mann bei der Geburtsvorbereitung dabei ist, aber er sollte nicht bei jeder Stunde dabei sein. Als erstes hab ich da mal die Stirn gerunzelt – und mir dann ihre Begründung angehört. Und die wiederum fand ich sehr überzeugend. Wenn ich sie richtig verstanden habe, dann hält sie es für sehr wichtig, dass jede Frau ihr eigenes Tönen (=stöhnen oder lauten bei den Wehen) finden und ebenso, ihren eigenen Körper vor allem im Bereich des Beckenbodens erkunden soll – und beides sollte sie besser unter Frauen erkunden, geschützt vor dem Blick und den Ohren anderer Männer. Der eigene Mann sei ja da nicht das Problem, aber es seien in Paarkursen ja auch andere Männer dabei. Dann wird sich nicht jede Frau „hinein fallen lassen“ … und das scheint mir sehr plausibel.

Das bedeutet ja nicht, dass grundsätzlich keine Männer bei den Vorbereitungskursen dabei sein sollten. Vielmehr meint es, dass trotz allem auch dort eine Art intime Zone für die Frau sein soll, denn es ist ja die Frau, die das Kind bekommt. Die Männer sollen dabei sein, vor allem, wenn sie mit in den Kreißsaal wollen, damit sie verstehen, was ihre Aufgabe ist und sein kann, bzw. sein soll. Mir gefällt diese Haltung sehr.

Schließlich bleibt noch der gemeinsame Gang in den Kreißsaal. Das wird heute auch oft praktiziert, aber nicht immer ist das die ideale Kombination. Manchmal ist der Mann dabei einfach überfordert, manchmal will er ganz einfach nicht, manchmal manchmal manchmal … Reden Sie miteinander – ganz offen. Wenn „sie“ unbedingt will, dass er mitkommt obwohl „er“ da jetzt nicht hinzieht, sollte „sie“ überlegen, ob ihr das am Ende wirklich nutzt, wenn ihr Mann im entscheidenden Moment einfach umfällt …

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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