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Traumatisierung von Neugeborenen

Eine optimale Vorbereitung auf die Geburt kommt auch Ihrem Baby zu Gute.

Eine optimale Vorbereitung auf die Geburt kommt auch Ihrem Baby zu Gute.

Es gibt einen Aspekt der Geburt, bzw. der Geburtsvorbereitung, den ich bislang noch gar nicht auf dem Plan hatte, der aber bei einem kürzlichen Telefonat mit Ubald Hulin in meine Aufmerksamkeit rückte, als ich mit ihm über Stressbewältigung in der Schwangerschaft sprach: Die Traumatisierung des Neugeborenen.

Die Geburt, das Geburtserlebnis als Ganzes, wirkt nämlich keineswegs nur auf die Gebärende, sondern ebenso auf das Ungeborene!

Negative Gefühle können von Säuglingen und kleinen Kindern noch nicht objektiviert und hinterfragt werden. Massive Überforderungen wie Stress und Angst lernen Kinder erst zu bewältigen, wenn sie Konzepte und Verhaltensmuster in der Weise übernehmen, wie sie von ihren Bezugspersonen praktiziert werden.

Und wer würde bezweifeln, dass noch nicht ganz oder gerade neugeborene Babys Gefühle haben?! Das Zitat entstammt einem Radio-Feature von HR 2 zum Thema Opfer psychischer Traumatisierung, das Sie hier -> finden.

Die Auswirkungen dieses Stress‘ werden schließlich auch physisch manifestiert:

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass auch das Erbgut auf schweren psychischen Stress reagiert, indem es seine Genaktivität verändert. Das geschieht durch Anlagerung sogenannter Methylgruppen, einfachen chemischen Markierungen, an die Bausteine der DNA. Diese Änderungen können dann zum Beispiel dazu führen, dass mehr Stresshormone produziert werden, schreiben die Forscher um Dietmar Spengler in der Zeitschrift „Nature Neuroscience“ vor.

schreibt Spiegel online Wissenschaft zum Thema Als Kind traumatisiert, als Erwachsener depressiv.

Es ist also leicht erkennbar, dass das während der Geburt im Körper der Gebärenden ablaufende Hormongeschehen auch auf genau dieses Problem abzielen soll, denn wenn die Gebärende ein tiefgreifendes und wunderbares Geburtserlebnis hat, wirkt sich das ebenso auf die Veranlagung des Babys aus. Und um wiederum die größten Chancen auf ein schönes Geburtserlebnis wahren zu können, sollte jede Schwangere intensive Geburtsvorbereitung betreiben. In jeder Hinsicht. Sie sollte wissen, was auf sie zukommt, wie sie damit umgehen kann, wie sie Ruhe bewahrt und sich nicht von der Panik wegreißen lässt, wie sie mit ihrer Atmung Einfluss auf ihre Gefühle nehmen kann.

Denken Sie also auch an Ihr Baby, wenn Sie über Geburtsvorbereitung nachdenken … 🙂

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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