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Und nochmal: Kind und Karriere

Mutterschaft und Karriere: Das muss einfach zusammenpassen!

Mutterschaft und Karriere: Das muss einfach zusammenpassen!

Eigentlich wollte ich dieses Thema heute nicht noch einmal aufgreifen, aber dann fand ich einen wirklich interessanten Kommentar von Frank Wiebe im aktuellen Handelsblatt, der im Web leider nur für Premium-Nutzer zugänglich ist.

Folgendes Zitat aus diesem Artikel, sei uns allen hier gestattet:

Die härtesten Gegnerinnen berufstätiger Mütter sind Mütter, die nicht berufstätig sind. Das können die eigenen Mütter sein, Schwestern, Schwägerinnen oder Freundinnen.

Und, ja, da ist was dran! Sicher gibt es auch noch einige andere Gegner, die eigenen Männer zum Beispiel, aber wahrscheinlich trifft einen die Kritik aus den Reihen des eigenen Geschlechts härter.

Ich will aber gerne einräumen, dass ich mich da selbst auch nicht immer mit Ruhm bekleckert habe! Als in unserer Familie eine Frau unbedingt Mutter werden wollte, auf Grund ihrer gesundheitlichen Disposition sogar durch künstliche Befruchtung, und von vornherein gesagt hatte, unbedingt so schnell wie möglich wieder arbeiten zu wollen, hab ich (lautstark) mit dem Kopf geschüttelt – etwa: Wozu denn dann ein Kind? …!

Aber das ist altes Rollenverständnis und sonst nix! Beides geht! Selbstverständlich geht beides, warum denn nicht! Was aber nicht gleichbedeutend ist mit „das ist einfach“ – das ist es nämlich nicht!

Schon alleine die furchterregenden Scheidungsraten in Großstadtgebieten sprechen eine deutliche Sprache und eine Frau muss früh wissen, worauf sie sich einlässt, wenn sie ein Kind haben will und obendrein auch noch berufstätig sein will. Andererseits: gerade diese hohe Trennungswahrscheinlichkeit verlangt ja regelrecht von einer Frau, auf ihre eigene Unabhängigkeit zu achten. Wenn sie sich darauf verlassen will, was ihr in ein paar Jahren von einem Scheidungsrichter an Unterhaltsansprüchen zugerechnet wird, ist sie schon verloren!

Aber auch wenn die Beziehung hält, sind hammerharte Qualifikationen und sogenannte Soft-Skills gefragt: Selbstdisziplin, Durchhaltevermögen, Organistionstalent, Zeitmanagement – alles Fähigkeiten, die man kaum in der Schule lernt, aber im Leben und in der Aufgaben lernen kann. Übrigens: Ein wunderbares Blog zu der Thematik Mama und Beruf findet sich auf 7-Jobs, den Sie unbedingt lesen sollten … finde ich jedenfalls.

Aus meiner persönlichen Erfahrung ist es allerdings so, dass es am einfachsten ist, wenn Sie schon so früh wie möglich klären, was Sie wollen … noch mal: was Sie wollen! Es ist Ihr Leben, Ihre Verantwortung, Ihre Entscheidung! Und je früher Sie diese Entscheidung treffen, desto leichter lässt sich das umsetzen. Schwierig ist es vor allem dann, wenn Sie selbst nicht so Recht wissen, ob so oder so. Sie können sich heute vielleicht gar nicht Recht vorstellen, wie schnell drei oder fünf Jahre verschwinden – aber diese Zeit wird viel schneller verschwinden, als Sie glauben und je länger Sie zwischen den Welten von zu Hause und im Beruf festhängen, desto schwerer wird es Ihnen fallen, in der Berufswelt wieder Fuß zu fassen.

Nur Mut! Sie sind eine Frau und Kinderkriegen gehört zum Frausein. Und unabhängig sein, eigenes Einkommen zu haben, eigenen Erfolg zu haben, wird Ihnen gut stehen … auch wenn es erkämpft werden muss. Noch mal: Nur Mut! Sie können das! Sie werden das schaffen!

Genießen Sie die Zeit … 🙂

{ 3 comments… add one }
  • Frauen sind generell die härteren, weil emotionaleren Gegner, man muss es gar nicht auf Mütter einschränken. Allerdings möchte ich gerne ein kleines bißchen widersprechen 🙂 Für mich ist das Kinderkriegen keine Entscheidung, die nur die Frau treffen sollte. Für mich ist das eine gemeinsame Entscheidung, die dann auch von beiden Elternteilen getragen werden muss, egal wie das weitere Leben gelebt wird. Sobald ich ein Kind bekomme ist es leider nicht mehr nur „mein Leben“ und „meine Entscheidung“, sondern plötzlich ist es die Entscheidung von Elternteil1 Elternteil2 und Kind. Was ich aber voll unterschreibe ist: NUR MUT, Ihr schafft das!!!!

  • Für mich ist das Kinderkriegen keine Entscheidung, die nur die Frau treffen sollte. Für mich ist das eine gemeinsame Entscheidung, die dann auch von beiden Elternteilen getragen werden muss, egal wie das weitere Leben gelebt wird. Sobald ich ein Kind bekomme ist es leider nicht mehr nur “mein Leben” und “meine Entscheidung”, sondern plötzlich ist es die Entscheidung von Elternteil1 Elternteil2 und Kind.

    Ja, klar Petra, das ist schon etwas, was beide miteinander entscheiden … können 🙂 … nur, ich glaube, in den meisten Fällen wird es so sein, dass SIE plötzlich schwanger ist und man wohl schon vorher irgendwie darüber gesprochen hatte, was wäre wenn.

    Mir geht es vor allem darum, dass die Verantwortung, ein Kind zu bekommen oder nicht, nicht teilbar ist. Eine Frau sollte nicht schwanger werden, wenn sie das nicht will (aber vielleicht) „er„. Und sie sollte das Recht haben, eine Schwangerschaft abzubrechen, wenn sie das Kind nicht haben will, aber (vielleicht) er. Es ist ihr Körper, nicht seiner – es ist ihre Verantwortung, nicht seine. Mir geht es darum, Frauen, alle Frauen, in ihrem Recht zu bestärken, selbst über ihren Körper zu bestimmen – ohne wenn und aber … 🙂 Aber im Idealfall, klar, so wie du sagst: Es ist wunderbar, wenn sich alle einig sind und gemeinsam einstehen 🙂 Keine Einwände .-)

    Danke für den Kommentar! 🙂

  • Selbstverständlich sollte eine Frau nicht schwanger werden, wenn sie nicht will. Aber ich kann nicht damit einverstanden sein, wenn es heisst:

    Und sie sollte das Recht haben, eine Schwangerschaft abzubrechen, wenn sie das Kind nicht haben will, aber (vielleicht) er. Es ist ihr Körper, nicht seiner – es ist ihre Verantwortung, nicht seine.

    Die Verhütung sollte bitte schön im Vorfeld passieren. Das ist ein Menschenleben, dass daran glauben muss (beim Schwangerschaftabbruch). Es ist ihr Verantwortung — jawohl, alles, was mit ihrem Körper geschieht. Und sobald eine Eizelle befrüchtet worden ist, ist eine gewollte Abbruch (blos weil „jetzt nicht die Zeit ist“) völlig daneben. Wer schützt das werdende Leben? Vor allem, wenn sich zwei Erwachsene im Vorfeld Gedanken hätten machen können, sollen?

    Absolut einverstanden, dass Frauen über hren Körper selber bestimmen dürfen und sollen. Aber man darf das ansonsten NUR IM MUTTERLEIB geschützten Leben nicht minder bewerten, sondern eher höher erachten.

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