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Geburtsvorbereitung – Teil 4

Je mehr Sie die Geburt planen und vorbereiten, desto sicherer und ruhiger werden Sie sein, wenn es denn losgeht.

Je mehr Sie die Geburt planen und vorbereiten, desto sicherer und ruhiger werden Sie sein, wenn es denn losgeht.

Im letzten Teil ging es um die Frage, sich die Geburt vorzustellen und entsprechende Vorbereitungen und Entscheidungen zu treffen. Eine Sache, die vor allem für Erstgebärende wichtig ist: Woher beziehen Sie Ihre Vorstellungen in Sachen Geburt? Neigen Sie eher zu Gruselberichten von Frauen, die „bei der Geburt fast gestorben sind“?

Die Fälle gibt es – vielleicht werden Sie einer sein. Aber die normale Geburt ist eine normale Geburt! Das heißt, dass die größte Wahrscheinlichkeit für Sie genau dort liegt: eine normale Geburt zu haben! Und normale Geburten können etwas sowohl Heftiges als auch Superschönes sein.

„Als ich das erste Mal bei einer natürlichen und medikamentenfreien Geburt dabei war, vollzog sich gegen Ende der Entbindung eine Verwandlung der Frau! Ihr Gesicht begann zu leuchten, während sie gleichzeitig allen, die in der Nähe waren, Brüller der Entschlossenheit entgegenschleuderte. Sie würde es schaffen! Und während Sie ihr Baby herauspresste, schrie sie triumphierend: ‚Ich hab’s geschafft!‘ Dann beugte sie sich vor, nahm ihr Neugeborenes in die Arme und während sie sich stolz im Raum umsah, trug sie einen engelhaften Ausdruck im Gesicht, der einen Michelangelo beschämt hätte. Es war umwerfend! Jede Frau sollte diesen Stolz und diese Freude am Ende der Entbindung haben.“ (Dr. Marsden Wagner)

Das ist doch mal ein Ausblick, finden Sie nicht? 🙂

Wie sieht eigentlich Ihr Dreamteam aus, das Sie zur Geburt begleitet? Schon darüber nachgedacht? Mit wem wollen Sie die Entbindung erleben? Wer soll Ihnen beistehen?

Vielleicht Ihr Mann oder Ihr Partner? Sicher eine sehr gute Wahl. Besprechen Sie vorher, ob er wirklich mit in den Kreißsaal will – und lassen Sie ihm auf jeden Fall den Raum, „nein“ zu sagen, denn wenn er sich nicht wohlfühlt dabei, wird er Ihnen keine Hilfe sein. Als nächstes die Frage: Wenn er mitkommt, wenn er mit Ihnen zusammen die Geburt erleben soll – welche Rolle haben Sie ihm dabei zugedacht? Soll er einfach nur da sein? Soll er Ihnen beim Atmen helfen? Oder Sie unter Umständen an das eine oder andere aus der Geburtsvorbereitung erinnern? Soll er Ihre Rechte waren, wenn die Dinge nicht so laufen oder gar kompliziert werden? Was können Sie ihm da zutrauen?

Aber vielleicht haben Sie eine Hebamme – und die kann bei der Geburt dabei sein, eine Beleghebamme vielleicht? Was aber, wenn die ausgerechnet zu Ihrer Geburt bei einem anderen „Frühfall“ gebunden ist? Haben Sie auch das bedacht? Wie soll es dann sein? Vielleicht haben Sie auch an eine Doula gedacht? Doulas sind Geburtsbegleiterinnen, selbst Mütter und ausgebildet, den werdenden Müttern sowohl vor als auch während der Geburt beizustehen und für sie da zu sein. Doulas sind in den USA ziemlich verbreitet, in Deutschland allerdings entwickelt sich das erst noch.

Aber vielleicht haben Sie auch eine wirklich gute Freundin? Vielleicht eine, die selbst schon ein Kind hat? Vielleicht möchten Sie die (auch) dabei haben? Und, wenn dem so ist, auch in diesem Fall gelten die gleichen Fragen: Welche Rolle haben Sie ihr zugedacht? Trauen Sie ihr das auch zu? Will sie das auch? Reden Sie mit ihr darüber …

Bereiten Sie alles für die Geburt vor! Je mehr Sie das alles planen und vorbereiten, desto ruhiger und sicherer werden Sie sich fühlen wenn es dann soweit ist – das ist vielleicht noch nicht die halbe Miete, aber so weit es eben geht ruhig und gelassen zu sein, ist eine wichtige Voraussetzung, ein wirklich schönes Geburtserlebnis zu haben … 🙂

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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