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Wozu eigentlich Geburtsvorbereitung? Teil 1

Sind Sie auf die Geburt vorbereitet?

Irgendwann im Februar hatte ich schon mal Vorbereitungskurse im Allgemeinen kritisiert – dann nämlich, wenn die Inhalte einfach zu langweilig ‚rübergebracht werden. Erst vor kurzem hat mir eine Bekannte von einem Party-Gespräch erzählt, bei der die eine von ihrer Schwangerschaft erzählte und nach Geburtsvorbereitung fragte, die andere „Expertin“ ihr darauf antwortete, man könne sich das schenken, das bringe nichts.

Das Bedauerliche daran ist, dass dieses Image leider auch auf die Geburtsvorbereiterinnen und Hebammen abfärbt, die ganz herausragende Kurse leiten – oder besser: veranstalten.

Aber zurück zum Punkt: Alle „Lehrveranstaltungen“, ganz gleich welcher Art, konkurrieren heute mit Videos (Youtube, kostenlos und in Überfülle vorhanden), Fernsehen/DVD und hervorragenden Shows oder Darstellungsangeboten. Es ist ganz einfach schwierig, da mitzuhalten, wenn man kein Profi in der Darbietung von Inhalten ist. Dazu kommt, dass die meisten Frauen heute ganz normal berufstätig sind, die Geburtsvorbereitung also nach der Arbeit stattfinden muss. Und es muss folglich eine Kunst sein, die Frauen da noch mal richtig „in die Gänge“ zu kriegen – obwohl es so wichtig ist.

Wozu braucht frau eigentlich eine gute Vorbereitung auf die Geburt?

Es zeigt sich immer wieder, dass Geburten bei Zweit- und Drittgebärenden leichter verlaufen – sehr wahrscheinlich, weil diese Frauen wissen, was auf sie zukommt und dass sie das können … sie also nicht so viel Angst haben oder angespannt sind. Es liegt also auf der Hand, dass für eine Erstgebärende eine Vorbereitung darauf hinauslaufen muss, ihr ein starkes Gefühl dafür zu geben, dass sie das hinkriegt.

Gefühle haben oft aber gar nicht so viel mit „Wissen“ zu tun … der gymnastische Teil muss also zum einen darauf hinauslaufen, die Schwangeren mit allen beteiligten Organen und Muskelgruppen vertraut zu machen – sie sie fühlen zu lassen, so dass sie damit auch umgehen können. Und natürlich muss es darum gehen, durch Training, Anspannung und Entspannung den Körper geschmeidig und flexibel zu machen, so dass bei der Geburt alles fließend und optimal zusammenarbeiten kann.

Gefühle haben auch eine Menge damit zu tun, ob man angespannt oder entspannt ist – aber beide Zustände sind nicht final. Wenn man angespannt ist, kann man dem entgegenwirken und entspannen (und natürlich umgekehrt). Das ist wichtig, denn das Öffnen des Muttermundes ist mit Schmerz verbunden und auf Schmerz reagiert der Körper automatisch durch Anspannung. Das aber wirkt dem Geburtsvorgang entgegen und beeinflusst zudem die Hormonausschüttung, die, umgekehrt, dabei helfen soll, den Schmerz auf ganz natürliche Weise zu mildern wenn nicht gar auszuschalten, um Raum für ein wunderbares Geburtserlebnis zu schaffen. Hier also ist der Umgang mit dem eigenen Atem(-rythmus) angesagt, der aufgespürt und ebenfalls trainiert werden kann.

Schließlich können durchaus auch Affirmationen eine beträchtliche Rolle spielen, also mit Worten verbundene geistige Bilder der persönlichen Stärke, um ein Beispiel zu nennen.

Geburtsvorbereitung ist, aus meiner Sicht, ein Muss – die einzige Frage, die sich stellt, ist, wie und wo finde ich einen wirklich erstklassigen Kurs?

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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