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Sex, no drugs and rock’n roll – die erste

Schwangere, umarmt vom Partner, mit Rose (Bildquelle: Fotolia.de)

Ich hatte gerade ein Telefonat mit einer Künstlerin, die ich in der nächsten Zeit hier noch vorstellen werde. Wir hatten bei unserem Austausch von Ideen beide den Eindruck, dass viele in der heutigen Zeit sexuell viel verklemmter sind als noch vor zwanzig oder dreißig Jahren. Erstaunlich, weil man sich fragt, was denn eigentlich aus der sexuellen Befreiung geworden ist!

Sex in der Schwangerschaft ist ein Thema! Ein wichtiges. Eines, das Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten.

Je nachdem, wie alt Sie sind, werden Sie unterschiedliche Erfahrungen mit Sex gemacht haben. Die ersten sexuellen Erfahrungen sind häufig geprägt von Unsicherheit, Gehemmtheit und Ängsten. Klar. Man weiß nicht, ob man selbst einen unangehmen Geruch hat, man muss sich auf den Geruch des anderen einlassen, darauf, wie er oder sie schmeckt, man hat eigene körperliche Sehnsüchte, der andere auch, man weiß nicht, wie man sich so intim aufeinander einlässt. Woher sollte man das auch wissen?!

Je nach dem entwickeln sich aus diesen ersten Erfahrungen „Techniken“, mit Unsicherheit, Gehemmtheit und eigenen Präferenzen umzugehen. Frauen erfahren ihre Sexualität anders als Männer und Männer neigen auf andere Weise zur gleichen Unsicherheit wie Frauen: Ist er groß genug? Kann ich lange genug? Fand sie mich toll? Hab ich sie kommen lassen oder war das nur vorgespielt – denn nicht nur erfahren Frauen ihre Sexualität anders als Männer, sie erfahren sie noch dazu individuell. Es gibt Frauen, die schreien sich beim Sex die Seele aus dem Leib und andere, die dabei ganz still bleiben. Es gibt Frauen, die schütteln sich wie Herbstlaub, wenn  sie kommen, und andere, bei denen jeder Mann eine Wette abschließen würde, sie sei gar nicht gekommen, etc.

Frauen sind unsicher, ob sie ihm auch wirklich gefallen haben, ob es ihnen gefallen hat, also ob sie gut genug im Bett waren oder ob sie vielleicht einen unangehmen Körpergeruch haben. Es sind die gleichen Unsicherheiten, wie bei Männern, nur auf weibliche Art wahrgenommen. Männer menstruieren nicht, wissen also nicht, wie das an einem riecht, Frauen schon. Männer tragen ihr Geschlechtsteil außen, Frauen sind dafür an dieser Körperstelle offen, so dass sich das Körperinnere über Geruch nach außen verströmen kann oder könnte.

Die Gefahr ist groß, dass es beim Sex immer mehr um ficken geht, als um lieben – aber wenn Sie wirklich eine tragfähige Beziehung haben wollen, entwickeln wollen, müssen beide Partner vom ficken zum lieben übergehen. Bei einem schnellen Fick, der durchaus seinen Platz haben kann und soll, geht es um die persönliche Befriedigung, beim lieben geht es um die Erfahrung der Liebe des anderen durch dessen Körper – um das Spiel mit Körpern. Beim lieben geht es darum, sich gegenseitig zu erleben, was endlos lange dauern kann und an keine Form gebunden ist. Bei einem Fick um die schnelle Befriedung.

Das Risiko beim ficken besteht darin, auf Dauer den Partner zu einem Selbstbefriedigungsgerät verkommen zu lassen, was eine Beziehung auf kein gutes Gleis schiebt. Es geht dann immer mehr darum, den Partner dazu zu bringen, das zu machen, was die eigene Gier am meisten befriedigt – und dabei sind alle Mittel recht: Zärtliches Drängen, beleidigt spielen, Verweigerung, billige Vergleiche („mit der/dem war das nie ein Problem …“) etc. und es ist immer ein Spiel um die Macht – und je mehr die Macht in einer Beziehung eine Rolle spielt, desto sicherer wird die Beziehung destruktiv.

Was Sie brauchen, ist Würde. Es ist nicht wichtig, was Sie im Bett alles brauchen oder wollen oder machen. Das geht nur Sie und Ihren Partner an. Aber ohne Würde degradiert sie alles zu einer Nutte, die noch nicht mal dafür bezahlt wird. Bleiben Sie bei sich, bleiben Sie entspannt, spielen Sie, fließen Sie mit der Welle mit, probieren Sie sich aus, probieren Sie etwas aus, aber achten Sie auf Ihre Würde, denn die zu verlieren wiegt schwerer, als ein Idiot, der mal ihr Lover war, und in der ganzen Welt ‚rum erzählt, was Sie im Bett für eine Schlampe (oder wie prüde) Sie sind.

Morgen mehr … 🙂

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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