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Traumsymbole für Schwangere

Foto einer Schlage aus Stein

Wenn schon im Grunde die Möglichkeit besteht, dass für jeden die Symbole im Traum eine eigene Bedeutung haben, läge es da nicht auf der Hand, dass man sich ein eigenes Lexikon zusammenstellt?

Vielleicht ist der Begriff Lexikon ein bisschen zu dick aufgetragen. Andererseits, Lexika werden von wirklichen Spezialisten verfasst und herausgegeben, und für Ihre eigene Traumwelt gibt es nun mal nur einen einzigen, weltweit agierenden Spezialisten: Sie selbst!

Ein solches Lexikon muss ja nicht gleich ganze Bände umfassen. Ein kleines Vokabelheft wird da schon für eine Weile reichen … 🙂

Beim Verfassen eines eigenen Traumlexikons geht es darum, aus den eigenen Träumen die Symbole herauszufiltern, die einem irgendwie wichtig oder merkwürdig scheinen und dann aufzuschreiben.

Eine Frau erzählte mir von folgendem Erlebnis: Sie war sich nicht sicher, ob sie schwanger war oder nicht, also besorgte sie sich einen Test und während sie darauf wartete, was sich auf dem Gerät zeigte, fing sie schon mal an, einen Kuchenteig herzustellen. Dazu füllte sie Mehl in eine Schüssel und schlug ein Ei auf. Aus dem Ei purzelten aber zwei Eidotter. Als sie die beiden Eidotter sah, musste sie lachen. Ihr war sofort klar, dass sie schwanger war.

„Seit dem,“ sagte sie mir, „wann immer ich plötzlich irgendwo zwei Eidotter aus einem Ei purzeln sehe, dann weiß ich, dass etwas Neues in mir beginnt – ein neuer Zyklus, eine Schwangerschaft, ein neuer Job … so ‚was in der Art.“

Das ist eine exzellente Idee, sich solche auftauchende Symbole nutzbar zu machen – und es ist dabei egal, ob sie ein solches Symbol in ihrem Traum, nachts, sehen, oder ob sie es während des Tages entdecken. Es muss Ihnen lediglich ins Auge fallen und mit Ihnen in irgendeiner Form erzählen. Wenn sich hinterher herausstellt, dass Ihre Annahme richtig war, haben Sie ein echtes, eigenes Traumsymbol gefunden.

Anderes Beispiel. Meine Nachbarin hatte einen Sohn zur Welt gebracht und man teilte ihr mit, dass Sie jetzt leider keine Kinder mehr bekommen könne. Sie wurde aber doch wieder schwanger – und bemerkte, dass bei dieser zweiten Schwangerschaft vieles ganz anders war, als bei der ersten. Sie hatte ein Gefühl, dass sie ein Mädchen bekommen würde, aber alle anderen um Sie herum, Mann, Mutter, Bruder – die ganze Schar der Freunde und Bekannte waren überzeugt, dass es ein Junge werden würde.

Eines nachts träumte sie von einer rosa Einkaufstüte, in der etwas nochmal eingepackt verborgen lag. Ihr erster Gedanke nach dem Aufwachen am morgen war: „Das wird doch ein Mädchen!“ Und, natürlich: es wurde ein Mädchen.

Als sie mir diese Geschichte erzählte hatte, frage ich sie: „Angenommen, diese rosa Einkaufstüte wäre ein Symbol. Wofür würde es stehen?“

Spontan und ohne groß nachzudenken antwortete sie: „Ich würde sagen, es wäre ein Hinweis, mehr auf meine eigenen Gefühle zu hören als auf das, wovon alle um mich herum überzeugt sind.

Und wenn wir noch mal auf den Traum mit der Schlange kommen würden, über den ich vorgestern geschrieben habe, dann böte sich vielleicht an, eine Schlange im Traum als eine „unbegründete Angst“ zu verstehen.

Das Prinzip ist einfach und umgesetzt ist es genauso einfach. Das einzige, was wirklich wichtig dabei ist: Ohne Träume keine Symbole. Sie müssen Ihre Traum-  oder Tageserlebnisse schon notieren, denn sonst gehen diese Symbole – ihre eigenen Symbole! – verloren.

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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