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Geburt ist mörderisch!

Die Geburt sollte etwas Wunderbares und Schönes sein ...

Die vielleicht am weitesten verbreitete Vorstellung ist, dass die Geburt mörderisch ist, brachial weh tut und jede Frau fast um den Verstand bringt. Als kleines Gewürz noch oben drauf heißt es, dass viele Frauen Ihre Männer nach (oder schon während) der Geburt dafür hassen, was sie ihnen angetan haben.

Aha.

Fangen wir mit dem schlechten Teil des Ganzen an: Ja, das kann passieren, dass sich die Geburt hinzieht, von unbeschreiblichen Schmerzen begleitet wird, die bis hin zu einem Schock führen, der vielleicht auf der Intensivstation landet. Ja. Das gibt es! Aber es gibt auch Zebras ohne Streifen. Albino-Zebras. Die haben eine Pigmentstörung und prägen keine schwarzen Streifen aus. Sind aber so selten, dass es nur deshalb lohnt, darüber zu reden, weil es so selten ist. Bei solchen Geburtsszenarien, wie oben geschildert, ist es ebenso: Sie passieren so selten, dass es nur deshalb lohnt, darüber zu reden, weil es so selten passiert. Es kann Sie auch dann treffen, wenn Sie sich optimal auf die Geburt vorbereitet haben. Aber, wie gesagt, es ist die Ausnahme von der Regel und bestätigt, das keine zwei Geburten gleich sind.

Das ist die Regel: keine zwei Geburten sind gleich!

Keine zwei Frauen haben ein identisches Schmerzempfinden, und für keine zwei Frauen bedeutet die Geburt dasselbe. Klingt platt, ich weiß, aber es ist wichtig, sich das ins Bewusstsein zu holen.

Es gibt nämlich auch die Frauen, die in die Klinik fahren, Ihr Baby bekommen, Ihre Sachen packen und wieder nach Hause fahren. Nicht oft, aber gibt es. Es gibt auch die sogenannten Spontangeburten, bei denen die Schwangere vielleicht mit Wehen in den Fahrstuhl steigt und oben angekommen auch das Kind schon hat. Gibt es. Nicht oft, aber gibt es.

Wo also wollen Sie sich einordnen?

Dr. Marsden Wagner

Dr. Marsden Wagner

Dr. Marsden Wagner, ein Pionier in Sachen Geburt und Geburtsentwicklung, ein glühender Unterstützer des Hebammenberufes ist davon überzeugt, dass es von großer Wichtigkeit ist, sich auf die Geburt vorzubereiten. Dazu gehört zum einen, den Körper als Ganzes und die an der Geburt beteiligte Muskulatur durch Übungen entsprechend vorzubereiten. Ein bischen Sport und natürlich einen Geburtsvorbereitungskursus sind da schon mal sehr wichtig. Als zweites ist es wichtig, die Atmung unter Kontrolle zu bekommen, denn es ist die Atmung, die Ihnen dabei hilft, den Wehenschmerz durchfließen zu lassen, statt sich zu verkrampfen und dagegen zu halten.

Tatsache ist, dass die Geburt auch hormonal gesteuert ist. Der Wehenschmerz, also das sich Öffnen des Muttermundes, sorgt unter anderem für die Ausschüttung von Hormonen, die, umgekehrt, dazu führen, dass sich ein Gefühl des Glücks, von Stolz, Wohlbehagen – bis hin zum Orgasmus in der Gebärenden ausbreitet. Die Hormone, und das sollte man sich auch klarmachen, helfen am optimalsten, wenn sie vom Körper selbst und damit in der auf genau diesen Körper zugeschnittenen Dosis zur Ausschüttung und zur Wirkung kommen. Wenn Sie den Saft einer Zitrone aufnehmen, schmeckt das zwar ziemlich genauso, als würden Sie aus der Flasche einen Spritzer Citronella benutzen, es ist aber nicht das gleiche! Es ist auch ein Unterschied, ob Sie Vitamin C als Tablette oder über Zitronensaft aufnehmen. Die Proportion spielt eine nicht unwesentliche Rolle.

Es gibt aber noch einen weiteren Punkt, der die Wirkung der Hormone im Körper während der Geburt maßgeblich beeinflusst: Die tief verborgene Idee, was eine Geburt für die jeweilige Frau bedeutet – oder, um es eher psychologisch auszudrücken: Welche Erwartungen im Sinne von tief verborgenen Überzeugungen die konkret bevorstehende Geburt bei einer Frau auslöst. Das kann im einen Falle eine totale emotionale Befriedigung sein, im anderen die schiere Panik. Für die Esoteriker unter Ihnen geht es hier um die Frage: welche karmischen Voreinstellungen bei der jeweiligen Schwangeren vorliegen, durch welche Erfahrung sie durchgehen wird, durchgehen muss. Das hat einen ganz wesentlichen Einfluss auf die Wirkung der Hormone bei der Geburt.

Wie also Ihr persönliches Geburtserlebnis aussehen wird, lässt sich nicht präzise vorherbestimmen. Sie können so gut vorbereitet sein, wie sie wollen, wenn die Geburtsentwicklung plötzlich anders verläuft als gut für Sie ist, wird man heute das Ganze nicht als Schicksal betrachten, sondern einen Kaiserschnitt machen – und alles ist gut!

Wenn Ihre Furcht gar zu groß ist, lässt sich mit Periduralanästhesie vieles aus dem Geburtserlebnis herausnehmen, was im Einzelfall gar zu belastend sein könnte, und auch ein Wunschkaiserschnitt ist eine Option – eine, die nur Sie etwas angeht. Insofern haben Sie eine Menge Möglichkeiten, auf ihr Geburtserlebnis Einfluss zu nehmen!

Vielleicht ein Wort noch in Sachen Geburtsvorbereitung: Eine gute Vorbereitung auf die Geburt garantiert Ihnen noch nicht, dass Sie auch eine wundervolle Erfahrung machen werden, aber es wird Ihnen spätestens bei der Rückbildung gute Dienste leisten … 🙂

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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