Warum nicht zu Hause?

by rk-f

Warum muss eine Schwangere eigentlich unzählige Diskussionen bestehen, nur weil Sie ihr Kind zu Hause kriegen will?

Warum muss eine Schwangere eigentlich unzählige Diskussionen bestehen, nur weil Sie ihr Kind zu Hause kriegen will?

Was mich immer wieder erstaunt, sind Berichte von Schwangeren die ihr Kind gerne zu Hause bekommen möchten – und erst mal einen Parcour von Diskussionen durchlaufen müssen:

  • warum sie denn nicht in die Klinik gehen wollen,
  • ob ihnen denn nicht klar ist, wie gefährlich das ist,
  • ob sie noch alle Tassen im Schrank haben,
  • was sie denn machen wollen, wenn “was ist“,
  • ob sie sich nicht vorstellen können, dass es doch gute Gründe geben müsse, wenn Ärzte da nicht mitmachen,
  • ob sie sich denn gar nicht ihrer Verantwortung gegenüber dem Kind bewusst seien,

und so weiter und so fort. Entsetzlich!

Was ist eigentlich, mal ganz menschlich gesehen, daran so schwierig, den umgekehrten Weg zu gehen und einer Schwangeren in Ihrer Intuition erst mal ganz grundsätzlich zuzustimmen? Ist das nicht das Naheliegendste? Und Hilfreichste?

Warum muss eine Schwangere allem und jedem erklären, was im Grunde nur sie angeht? Wieso spinnt sich ein Frauenarzt da was zusammen, statt zu helfen, alles so vorzubereiten, damit die Geburt auch zu Hause optimal über die Bühne gehen kann? Würde sein hippokratischer Eid nicht genau das von ihm verlangen? Vorsorge zu tragen, dass es seiner/ihrer Patientin gut geht, wenn sie denn zu Hause gebären möchte? Dort wo tausende von Generationen vor ihr auch ihre Kinder bekommen haben? Dort wo noch heute überall auf der Erde viele Frauen ihre Kinder bekommen?

Nur weil die meisten Frauen – was auch ihr Recht ist – heute ihre Kinder in der Klinik bekommen, bedeutet das doch nicht, dass man Kinder nicht mehr zu Hause bekommen kann oder soll oder darf! Ein Kind zu Hause zu bekommen, ist das Normalste der Welt. Immer schon gewesen.

Die meisten Menschen verwechseln normal mit durchschnittlich. Tatsache ist, dass das durchschnittliche Gebiss eines Europäers heute kariös ist – aber normal ist das überhaupt nicht!

sagt Dr. Herbert Fritsche, ein deutscher Biologe.

Wir haben kollektiv verdrängt was normal ist und durch das ersetzt, was der Durchschnitt ist. Es gibt gute Gründe dafür, sein Kind in einer Klinik zu bekommen, sicher, aber es gibt keinen vernünftigen Grund, sein Kind nicht zu Hause zu bekommen. Wenn wir uns das klar machen, kommen wir vielleicht wieder an den Punkt, einer Schwangeren Unterstützung darin zu geben, ihrer Intuition zu folgen. Verdient hätte sie es allemal …

Genießen Sie die Zeit … :-)

Dieser Artikel stammt von ...

– Autor von 572 Artikeln auf Das Schwangerschafts-Erlebnis.

Meine wichtigsten Themen sind Spiritualität im Alltag, spirituelle Freiheit und persönliche Entfaltung. Schwangerschaften sind für mich schon deshalb von besonderem Interesse, weil sich für die Dauer der Schwangerschaft zwei Wesen einen Körper teilen. Daraus ergeben sich immer wieder sehr spannende Erlebnisse, die den Schwangeren selbst oft gar nicht wirklich bewusst sind.

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