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Erstens kommt es anders …

Ob da noch die Welt in Ordnung ist?

Ob da noch die Welt in Ordnung ist?

Sie kennen dieses Sprichwort sicherlich: Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

Vor ein paar Wochen wurde in meiner Familie nach langem Sehnen und einigem an Überzeit endlich das Baby zur Welt gebracht. Ein kleines Mädchen. Per Kaiserschnitt. Nach über dreißig Stunden schien ein längeres Zuwarten nicht mehr sinnvoll. Mama und Baby sind wohl auf, alles gut verlaufen und natürlich schon zurück im wohlbehüteten Familienkreis.

Nach der Planung (es ist schon ihr zweites Kind, weshalb sie ein bisschen einschätzen konnte, was auf Sie zukommen würde) wollte die junge Mutter nach drei bis vier Monaten wieder arbeiten gehen. Klugerweise hatte sie vorgesorgt und eine Tagesmutter geheuert, die selbst zum Zeitpunkt der Abmachung kurz vor der Entbindung stand. Das hatte natürlich gepasst, zwei ziemlich gleichaltrige Babys. Finanziell stand unterm Strich ein kleines Plus, aber das war nicht wirklich das Ausschlaggebende. Vielmehr der Umstand, dass die Arbeitsstelle, die sie hat, noch nicht lange ihr Arbeitsplatz ist und sie bei der Einstellung versichert hatte, keinerlei Absicht für ein zweites Kind zu haben (hatte sie tatsächlich nicht, aber erstens kommt es anders …).

Wie auch immer, dieser Tage kam der Anruf von der Tagesmutter, sie könne unmöglich noch ein zweites Kind aufnehmen. Sie habe sich da völlig verkalkuliert und mit dem Baby sei das alles viel anstrengender als je jemand hätte vermuten können – kurz um: ohne Tagesmutter keine neue Arbeitsaufnahme. Krippenplätze alle belegt, andere Tagesmutter im Augenblick nicht in Sicht (… als man zweitens denkt!)

Blöde Situation. Sie steht beim Chef (eines jungen, rasch expandierenden Unternehmens) im Wort, schnell wieder zurück zu kommen – erst kürzlich hatte sie das gegebene Versprechen bekräftigt. Was jetzt?

In einem anderen Fall, auch in der Familie, kam der Junge zur Welt und laut Planung wollte die Mutter zwei Jahre Elternzeit nehmen – hat sie auch. Dann wollte Sie, wie mit dem Arbeitgeber, ein praktischer Arzt, abgesprochen, halbtags wieder arbeiten. Die Elternzeit ging zu Ende, nur jetzt will ihr Arbeitgeber nichts mehr von dieser Abmachung wissen. Er sagt, halbtags kommt nicht in Frage. Fertig. Natürlich ist das ein krasser Verstoß gegen geltendes Recht, das weiß er auch, aber er sagt: Dann klag‘ doch …!“ Natürlich wird sie klagen, aber es steht jetzt schon fest, dass sie trotzdem nicht mehr bei ihm arbeiten werden wird – er wird ihr das Leben zur Hölle machen, bis sie freiwillig geht.

So manches kommt anders, als man zunächst gedacht hat. Das kann auf Ihre Schwangerschaft zutreffen, das kann auch auf die Zeit nach der Geburt zutreffen. Stellen Sie sich drauf ein und machen Sie einen Alternativplan – aber haben sie keine Angst. Es wird sich immer eine Lösung finden. Ganz sicher. Es fühlt sich nur manchmal ein bisschen bedrohlich an, aber auch hier gilt eine andere Volksweisheit: Auf Regen folgt Sonne … 🙂

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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